Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Kurze Heimreise

Nach einer ruhigen Nacht sind, ausser ein paar Regentropfen war es sehr ruhig, sind wir früh losgefahren. Auf der Autobahn war noch kaum Verkehr, entsprechend auch kein Stau vor dem Gotthard. Aufgrund der Föhnlage herrschten im Urnertal hohe Temperaturen  und an den Bergen bis weit hinauf kein Schnee zu sehen. Angekommen am Vierwaldstättersee zeigte das Thermometer am Morgen um 09:00 Uhr 16 Grad an. In Richtung Zugersee sank dann die Tempertur auf 9 Grad. Zuhause angekommen ging es ans auspacken und den Dreck vom Wohnmobil entfernen.

Stellplatzsuche

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Die Nacht war wirklich sehr ruhig, einzig um 12:00 Uhr hat es kurz etwas geknallt. Am Morgen machten wir uns in Richtung Heimat auf den Weg. Die Fahrt auf der Autobahn verlief weitesgehenst ereignislos, ausser das wir wieder einmal über die “Fahrkünste“ einiger italienscher Autofahrer staunten. Für die letzte Nacht wollten wir im Tessin übernachten und hatten als Ziel den Stellplatz in der Nähe von Roveredo gewählt, den wir noch nicht kannten. Da angekommen waren wir vom tristen Platz nahe der Autobahn enttäuscht und beschlossen weiter zu fahren. Als nächstes Ziel nahmen wir uns einen recht neuen Stellplatz bei Chiornico vor, etwas ausserhalb des Dorfes bei einer Boulder-Area gelegen. Schon bei hinauffahren der paar Serpentinen standen einige Vans auf der Strassenseite mit Leuten die offensichtlich am Bouldern waren. Beim Platz angekommen, mussten wir feststellen, dass der völlig überfüllt war und es keinen Platz mehr gab. Wär hätte gedacht, dass am 1. Januar so viele Leute bouldern gehen! Langsam überlegten wir uns ob wir doch gleich ganz heimfahren sollten, aber die Staumeldung vom Gotthardtunnel schreckte uns etwas ab. So versuchten wir unser Glück auf dem Stellplatz in Rodi-Fiesso und fanden da tatsächlich Platz, nebst uns steht nur ein weiteres Wohnmobil da. Das positive an der Sache ist, mittlerweile gibt es auch im Tessin eine ganz schöne Auswahl an Stellplätzen, verglichen mit der Zeit vor 4-5 Jahren als das Tessin noch eine Stellplatzöde war.

Am Abend haben wir noch unser obligates Sylvesterfondue nachgeholt, dass gestern mangels Platz im Bauch ausfiel. Heute dafür auch bei eher winterlichen Verhältnissen, in Rodi liegt noch etwas Schnne und es waren nur 5 Grad, gegenüber von 16 Grad gestern Abend in Marina di Pisa

Sylvester 2022

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Am heutigen letzten Tag von 2022 nahmen wir es gemütlich. Wir fuhren der Küste entlang bis nach Marina di Pisa auf einen Stellplatz auf dem wir vor 4 Jahren an Sylvester schon einmal waren. Im Restaurant, das mit guten Erinnerungen verknüpft ist wurden wir auch dieses Mal mit einem späten Mittagessen nicht enttäuscht. Dazu ein ein schöner Sonnenuntergang. Das Essen war so gut und genügend, dass wir gar nichts mehr am Abend essen mochten und so gegen 10 Uhr abends uns daran machten ins 2023 hinüber zu schlafen. 

Kurvige und wellige Rumpel-Strassen

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Für den heutigen Tag haben wir uns eine Strecke durch die Maremma in Richtung Norden vorgenommen. Zum Übernachten wollten wir nach Casciana Terme auf den dortigen Stellplatz. Schon am Morgen frühe war es ungewöhnlich warm, das Thermometer zeigte 16 Grad an, bei bewölktem Wetter, für den Tag war etwas Regen angesagt. Unsere Fahrt führte uns durch eine ziemliche einsame und wilde Landschaft, sehr viel Wald und Buschwerk prägte einen grossen Teil der Strecke. Die Strassen führten uns über unzählige Kurven über Hügel und kleine Dörfer oft über recht holprige oder wellige Fahrbahnen. In einem der Dörfer war die gewählte Strecke dann irgendwie zu eng oder zumindest verliess uns der Mut zum Weiterfahren, nach etwas rückwärtsfahren und irgendwie wenden, wählten wir eine andere Route.

In der Region von Casciana Terme wurde die Landschaft dann zivilisierter mit viel Ackerbau und den typischen Toskana-Landschaften.

Beim Stellplatz angekommen mussten wir feststellen, dass die 11 Plätze besetzt waren. Wir entschieden uns deshalb zurück an die Küste zu fahren, bei Rosignano-Sovay fanden wir gleich hinter dem Strand einen ruhigen Parkplatz zum Übernachten. Bei einem kleinen Bummel besichtigten wir den „Karibik“-Strand mit fast weissem Sand und hellblauem Wasser, das zwar ziemlich durch die Wellen aufgewühlt war. Das Karibik-Feeling entstand aber durch jahrelange Industrieverschmutzung, von einer nahen Firma wurde Schwermetall wie Quecksilber und andere giftige Stoffe ins Meer geleitet, was anscheinend den Sand ausbleichte.

Wie gesund oder giftig es zum Baden ist, scheint nicht klar zu sein, jedenfalls tummeln sich im Sommer die Touristen am Strand und im Wasser. Das Problem uns zu überlegen, ob wir hier Baden wollen hatten wir ja nicht, obwohl es angenehm warm war und das Wetter sich besser hielt als vorausgesagt. Es blieb den ganzen Tag trocken, zwar teilweise bedeckt, aber etwas Regen gab es erst am Abend.

Saturnia

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Heute sind wir am Morgen vor dem Frühstück zur Cascate del Mulino gelaufen und haben uns ins warme Wasser (37,5 Grad) gelegt. So früh am Morgen waren nur ganz wenige Leute da, am Tag soll es meistens ein ziemlicher Rummel sein (sieht man ja auch auf dem Bild), was anhand der vielen Parkplätze gut vorstellbar ist. Die Becken sind das ganze Jahr frei zugänglich und im kleinen Restaurant nebenan hat es Toiletten und Duschen.

Nach einem etwas späteren Frühstück sind wir in Richtung Meer gefahren. Heute ganz ohne Nebel und bei angenehmen 15 Grad.

Bei Castiglione della Pescaia sind wir auf den Stellplatz gefahren, der in dieser Jahreszeit nichts kostet und haben mit den Klappvelos etwas den Ort erkundet. Die Temperatur an der Küste war bei 17 Grad, aber der Wind blies recht kräftig. Castiglione della Pescaia ist ein altes Städtchen, die Befestigungsanalgen sind auf einem Hügel direkt am Meer, mit schöner Aussicht über die Küste.

Am Abend haben wir uns in der Osteria di Mare Pane & Vino verwöhnen lassen. Ganz allein durften wir in dem hübschen Lokal die feinen Speisen geniessen. Zudem hat uns die Herzlichkeit der Gastgeberin sehr gefallen. Ein aussergewöhnliches Lokal, falls es jemand mal nach Castiglione della Pescaia verschlägt, sei die Osteria wärmstens empfohlen.

Montepulciano

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Der Nebel hat uns eingeholt. Am Morgen war dicker Nebel, wir haben es darum gemütlich genommen, bevor wir in Richtung Montepulciano fuhren.

Im dicken Nebel war nichts zu sehen, irgendwann ging die Strasse steil hoch in Richtung Montepulciano und tatsächlich, kam oben vor dem Ort die Sonne hervor. So konnten wir die schöne Ortschaft bei Sonne und blauem Himmel geniessen. Selbst jetzt in der Jahreszeit hat es recht viele Leute unterwegs, es ist aber auch ein wirklich sehenswerter Ort.

Nach dem Besuch tauchten wir wieder in den Nebel ein und fuhren nach Citta della Pieve, einem hübschen gepflegtem kleinen Ort.

Auf der Weiterfahrt in Richtung Pitiglano kamen wir dann endlich aus dem Nebel heraus und konnten die schöne Landschaft geniessen.

In Pitiglano angekommen, verzichteten wir auf den Besuch auf ein anderes Mal, weil der Stellplatz ziemlich weit ausserhalb liegt und es doch schon Abend wurde. Dafür wurden wir bei der Weiterfahrt mit spektakulären Bildern in der Abendsonne auf Pitiglano belohnt.

Wir fuhren noch bis nach Saturnia, da gibt es einen grossen Stellplatz auf dem wir Übernachten.

Arezzo

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Am Dienstagmorgen was der Nebel eher noch dichter als am Abend zuvor. Wir fuhren weiter in Richtung Apennin von der Gegend kamen wegen dem Nebel nichts mit. Erst bei der Ortschaft Santa Sofia kamen wir aus dem Nebel hinaus und konnten so die Fahrt über den kleinen Colle del Carnaio geniessen.

Bei Bagno di Romagno fuhren wir auf die Autobahn, die den Apennin quert. Ein grosser Teil der Fahrt ist auf Brücken, die im engen Tal gebaut sind, eine ziemlich eindrückliche Konstruktion.

Als Ziel hatten wir uns Arezzo vorgenommen. Wir bummelten durch die sehr schöne Stadt, zum Glück war heute kein Weihnachtsmarkt mehr, es waren auch so genügend Leute unterwegs. In einer Seitengasse fanden wir ein sympathisches kleines Restaurant, in dem wir sehr gut ein kleines Mittagessen bekamen. Beim Rückweg zum Wohnmobil wurde uns dann richtig warm, erstens ging es bergauf und zweitens betrug die Temperatur angenehme 16 Grad.

Da auf dem Stellplatz die Wohnmobile dicht an dicht standen fuhren wir zum Übernachten noch etwas weiter bis nach Monte San Sivino - da stehen wir jetzt ganz für uns allein.

südwärts

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Über Sylvester fahren wir südwärts in Richtung Toskana. Erstens ist es wärmer als zu Hause und zweitens an Sylvester gibt es wenige Geknalle. Am 26.12 kurz nach 7 Uhr sind wir los gefahren, bald zeigte sich ein schöner Morgenhimmel, zwischendurch etwas Nebel gab einen tollen Start in den Tag.

Den Gotthard passierten wir ohne Stau und auch an der Grenze und rund um Mailand ging es stau frei weiter. Entsprechend kamen wir planmässig Mitte Nachmittag in Castrocaro Terme an, wo wir auf dem Stellplatz übernachten.

Zu Fuss schauten wir uns die zwei zusammengewachsenen Städtchen Terra del Sole und Castrocaro Terme an. Bei Terra del Sole handelt sich um eine kleine Festungsstadt mit einer komplett erhaltenen Befestigung, drinnen nichts spektakuläres, ausser dem grossen Feuer auf dem Hauptplatz.

Castrocaro Terme hat wie der Name vermuten lässt, eine Terme und einige Hotels und viele recht noble Villen. Allerdings dämpfte der dichte Nebel etwas die südländische Stimmung. Recht müde von unserer kleinen Wanderung kamen wir zurück zum Womo, wo wir die Füsse hoch lagerten und den Abend genossen.

Heimfahrt

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Am Freitag sind wir ein grosses Stück nach Süden gefahren, als letzten Übernachtungsort haben wir uns Lauffen am Neckar ausgewählt. Das Städtchen sah auf der Karte und bei Google noch recht interessant aus, in der Praxis leider ziemlich enttäuschend, ein paar schöne Häuser und eine düstere Kirche und das wars.  Zudem ist der Stellplatz zwar ausserhalb an ruhiger Lage bei Sportplätzen, das nützt aber nichts, wenn ein paar besoffene Jugendliche bis morgens um 2 Uhr am Lärmen sind. Das beim Stellplatz die Ver- und Entsorgung defekt ist passte gerade noch zum schlechten Eindruck.

Am Samstagmorgen war das letzte Stück der Heimreise angesagt, wir kamen ohne Stau, weder bei Stuttgart noch beim Nordring, gut nach Hause.

Fazit:

Der Norden gefällt uns im Sommer eigentlich besser, das lag aber sicher auch am insgesamt doch recht durchzogenem Wetter, die Sonne haben wir sehr wenig gesehen, meistens war es grau und trüb. Das Polarlicht ist aber faszinierend und wir hätten es gerne noch mehr gesehen. Ein Grund, um einmal mit mehr Zeit sich auf die Suche nach der Aurora Borealis zu machen, es sind doch sehr weite Strecken zum Fahren und noch etwas nördlicher wären die Polarlichter besser zu sehen.

Der Diesel ist bei uns aktuell teuer, im Vergleich zu Schweden aber geradezu günstig!

Dieses Mal waren wir wegen der Milch gut vorbereitet und wussten, das Fil-Mjölk Sauermilch ist und nicht gut im Kaffee schmeckt.

Insgesamt wieder einmal gelungene Ferien trotz dem Aufreger wegen dem Benzin im Tank, einem Plastikschaden am Womo und wohl einer Rechnung aus Deutschland wegen zu schnellem Fahren - die vermutlich noch kommt (zumindest geblitzt hat es).

Einbeck

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So langsam geht es in Richtung Heimat. Wir fuhren heute von Travemünde bis nach Einbeck. Die Fahrerei war zumindest auf der Autobahn ziemlich mühsam, zum Teil etwas Seitenwind, schlechte Betonpisten, sehr viele Lastwagen und Baustellen.

In Einbeck angekommen gab es einen Bummel durch das Städtchen, das sehr gepflegt wirkt. Es gibt sehr viele schöne Häuser anzuschauen. Einbeck ist auf jeden Fall einen Besuch wert, falls man in der Nähe ist.

Travemünde

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Eigentlich war geplant noch einen kurzen Abstecher an die Nordseeküste zu machen. Allerdings wurde der Wetterbericht immer schlechter, Wind und Regen war angesagt. So beschlossen wir auf der Ostseeseite zu bleiben, da war deutlich besseres Wetter vorhergesagt. Wir fuhren bis Travemünde um da zu Übernachten. Die Fahrt war recht mühsam, einerseits sehr viele Lastwagen und zum anderen ein lästiger, böiger Seitenwind.

In Travemünde spazierten wir etwas auf der Promenade, in der Jahreszeit ist praktisch alles geschlossen und nicht viel los. Ich (Mathias) fand dann doch noch eine offene Verkaufsbude, an der ich mir ein Fischbrötchen erstand. Allerdings war die Freude darüber von kurzer Dauer, kaum vom Stand weg wurde mir das Brötchen von den Möwen aus der Hand gerissen. Vom Verkäufer bekam ich ein zweites Brötchen geschenkt, er meinte, dass es wirklich ein Problem sei, weil die Möwen von den Leuten gefüttert werden. Das zweite Brötchen konnte ich dann essen, allerdings mussten wir es regelrecht gegen die Möwen verteidigen. Nach dieser Aufregung gönnten wir uns für den Rückweg ein Trotinett. 

Malmö und Brückenfahrt

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Gestern haben wir den Tag in Malmö verbracht. Die Stadt hat uns gut gefallen. Selbst in dieser Jahreszeit sind überraschend viele Leute unterwegs und die Stadt lebt. Gefallen hat uns auch der bunte Mix von Alt und Modern nebeneinander.

Heute Dienstag haben wir uns von Schweden verabschiedet und sind über die Öresundbrücke nach Dänemark gefahren und dann auch über die Storebeltbrücke, beides sind sehr imposante Bauwerke.

Unterwegs besuchten wir noch die Wikingerburg „Trelleborg“ in der Nähe von Slagelse, das Museum war zwar in dieser Jahreszeit geschlossen, aber die Aussenanlagen geben auch einen guten Eindruck.

Als Übernachtungsplatz haben wir den Stellplatz am Hafen in Middelfart gewählt. Bei einem Bummel durch das Städtchen waren wir ganz überrascht, von der hübschen kleinen Fussgängerzone mit hübschen Häusern und vielen interessanten Geschäften. Auch kulinarisch lässt es sich gut leben wie wir am Nachmittag und beim Abendessen feststellen konnten.

Steinkreis

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In der Nacht begann der Wind aufzufrischen und wurde zum Glück erst am Morgen zu einem heftigen Wind, der unser Womo zum Schaukeln brachte, weil wir auch quer zur Windrichtung standen. Wir konnten noch kurz einen Sonnenaufgang geniessen, bevor es etwas zu regnen begann.

Wir fuhren weiter der Küste nach in Richtung Süden. Machten in Ahus eine Rast und einen Spaziergang.

Als nächstes Stand der Steinkreis „Ales Stenar“ auf dem Programm. Es handelt sich dabei um eine ovale Form von 67 Metern Länge in Form eines Schiffes aus 59 Steinen. Entstanden wohl ca. 600 vor Christus. Die Anlage liegt etwas erhöht direkt am Meer, entsprechend windig war es auch.

Auf dem Rückweg zum Wohnmobil konnten wir noch den Surfer zu sehen, die Freude an den ansehnlichen Wellen hatten. Wir waren froh wieder im warmen Wohnmobil zu sein!

Als nächstes machten wir einen kurzen Bummel durch Ystad, aber es war uns bei ca. 9° und rechtem Wind bald verleidet.

Zum Übernachten fuhren wir nach Malmö und machten eine Irrfahrt. Das kam so, im Bootshafen hat es einen grossen Stellplatz, auf dem wir uns platzieren wollten. Nur ist im Winter leider der Stellplatz zu und die Plätze dienen als Überwinterungsplätze für die Boote. Also sind wir zu einem anderen Stellplatz, auf der anderen Seite der Stadt gefahren. Als wir da beim Stellplatz ankamen konnten wir feststellen, dass auch dieser Platz im Winter geschlossen ist. Via Google entdeckten wir dann einen weiteren Stellplatz, der im Winter offen sein soll. Er liegt ein paar hundert Meter neben dem ersten Platz, das hiess wieder alles zurückfahren. Immerhin ist der Platz tatsächlich offen und wir werden 2 Nächte hier verbringen, mit Aussicht auf die Öresundbrücke über die wir am Dienstag fahren werden.

Karlskrona - Nogersund

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Die ganze Nacht über hat es geregnet, zum Glück klarte es am Morgen auf. Wir sind nach Karlskrona gefahren. Eigentlich wollten wir auf dem Stellplatz am Hafen übernachten. Nachdem wir aber früh am Nachmittag die Stadt angeschaut haben (allzu viel gibt es nicht zu sehen) sind wir noch etwas weitergefahren.

Inzwischen kam immer öfter die Sonne zwischen den Wolken hervor, was wunderbare Herbststimmungen ergab. Unterwegs sahen wir wie schon oft, riesige Schwärme von Wildgänsen, es sind jeweils tausende von Vögeln auf den Äckern.

Wir fuhren bis nach Nogersund, da gibt es einen Stellplatz am Hafen in bevorzugter Lage. Da konnten wir einen schönen Sonnenuntergang und einen Fast-Vollmond bestaunen.

Kalmar

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Wir verbrachten eine wunderbar ruhige Nacht auf dem schönen Stellplatz - den merken wir uns für ein anderes Mal. Auf dem Weg zurück zur Fernstrasse benützen wir den direkten Weg, das heisst, das Navi meinte „biegen sie auf den Feldweg ab“. Bei uns wäre das tatsächlich ein Feldweg, hier ist es eine Verbindungsstrasse auf der gemäss Verkehrsschilder max. 70 Km/h gefahren werden darf. Die Strassen führten durch eine schöne Gegend.

Zurück auf der Hauptstrasse fuhren wir zügig in Richtung Kalmar, wo wir am frühen Nachmittag ankamen und für die Nacht bleiben. Als erstes machten wir einen Bummel durch die Stadt, besuchten den Dom und assen in einem italienischen Café ein spätes Mittagessen. Das Essen war richtig italienisch gut, so reservierten wir gleich für das Nachtessen.

Wir schauten uns noch etwas in der Stadt um, besuchten das Schloss, das recht interessant war.

Zum Nachtessen genossen wir dann ein feines mehrgängiges Menü mit Fischtatar, Tintenfischcarpaccio, Muscheln, misto frito und einem Dessert. Wer mal in Kalmar vorbeikommt, dem sei das GranCafeé Ernesto wärmstens empfohlen!

Das Wetter war heute wiederum nicht so toll, den ganzen Tag dicke Wolken, aber imemrhin kein Regen.

Von Nord- nach Südschweden

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Über Nacht hat sich das Wetter geändert. Irgendwann gegen Morgen regnete es und als wir das erste Mal hinausschauten, war ziemlich dicker Nebel. Dieser Nebel hielt sich praktisch den ganzen Tag auf der Fahrt in Richtung Süden, erst kurz vor Gävle löste sich der Nebel auf, ganz kurz war die Sonne zu sehen, bevor sie in den Wolken verschwand.

Das Wetter sieht auch in den folgenden Tagen nicht allzu gut aus, aber südlich von Stockholm sollte es etwas besser sein als im Norden. Die Nacht verbrachten wir auf einem Waldparkplatz in der Nähe eines Badestrandes.

Am Donnerstagmorgen fuhren wir recht früh los in Richtung Südschweden. Bevor wir aufbrachen, ging es noch kurz auf Besichtigung des Sandstrandes, ganz kurz konnten wir auch die aufgehende Sonne geniessen.

Auf der gut ausgebauten Autobahn kamen wir sehr gut voran, zumindest bis kurz vor Stockholm. Das Navi gab bekannt, dass Gegenstände auf der Fahrbahn lägen. Diese haben wir zwar nicht gesehen, aber dafür die 6 Km Stau gemerkt, die uns etwa eine Stunde Fahrzeit kosteten. Als Ziel für den heutigen Tag hatten wir uns Söderköping vorgenommen. Als wir dort ankamen war der Stellplatz geschlossen, offensichtlich wird im Winter nicht mit Touristen gerechnet. Im Nachhinein stellte sich der geschlossene Stellplatz als Glücksfall heraus, wir suchten uns etwas in der Nähe und fanden einen Stellplatz bei Stegeborg. Bei Stegeborg handelt es sich um eine kleine Siedlung an einem Sund (mit Fähre) und den Überresten eines Schlosses aus dem 14. Jahrhundert. Ansonsten ist es ein recht grosser Hafen für Boote und hat einen modern ausgerüsteten Stellplatz für etwa 50 Wohnmobile. Die Lage ist sehr schön und zumindest in der jetzigen Jahreszeit sehr ruhig.

Bei einem Spaziergang besichtigten wir noch eine Kirche, leider wie die meisten Kirchen in Skandinavien geschlossen, aber zumindest von aussen ein schönes Bauwerk. Das Wetter hielt sich den ganzen Tag wesentlich besser als vorausgesagt, zwar oft bedeckt aber kein Regen und einen schönen Sonnenuntergang bescherte es uns auch noch.

Wanderung im Nationalpark Skuleskogen

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Über Nacht ist der See vor unserem Wohnmobil zugefroren.

Für heute haben wir uns eine Wanderung im Nationalpark Skuleskogen vorgenommen. Dafür sind wir zuerst auf dem Sagavägen bis zur Küste gefahren. Der Name Sagavägen (Sagenstrasse) passte richtig gut, im teilweisen herrschenden Nebel war es eine richtig mystische Stimmung, aber auch sonst eine sehr schöne Strecke zu fahren.

Angekommen im Skuleskogen, wo wir auch auf dem Parkplatz übernachten werden, marschierten wir los in Richtung Slattdalsskrevan. Es handelt sich dabei um eine ca. 200 Meter lange, 7 Meter breite und 40 Meter hohe Schlucht. Der Weg führt mitten in den Nationalpark, weite Strecken auf Holzsteigen, dazwischen aber auch recht anstrengende Wurzel- und Steinpassagen. Vor allem gegen Schluss geht es dann einen steilen Hang hinauf mit grossen Steinen darin, bevor man zur Trollporten (Titelbild) kommt. Da musste Coni wegen dem Knie leider passen und wartete beim Trollporten, dahinter geht es eben leider nochmals steiler als vorher mit halber Kletterei hoch bis zum Eingang der Schlucht. Eine Treppe hinab und nochmals über Geröll und dann steht man in der Schlucht mit glatten senkrechten Wänden - sehr eindrücklich. Wir kamen auch wieder heil den Berg hinab und nach gut 3 Stunden zurück zum Wohnmobil. Unterwegs begegneten uns recht viele Leute, überraschend für die Jahreszeit.

Die Reise geht weiter

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Samstag

Da wir heute nichts weiter vorhaben, haben wir es gemütlich genommen. Das Wetter sieht aus dem Wohnmobil heraus recht angenehm aus, aber draussen bläst ein kalter Wind, der sich im Verlauf des Nachmittages zu einem richtigen Sturm entwickelte. Wir sind am frühen Nachmittag einkaufen gegangen, im Ort selbst ist der Wind nicht so stark zu spüren, unser schöner Standplatz mit Aussicht auf den See ist da ein Nachteil Wir stehen mitten im Wind. Zum Glück kommt der Wind praktisch von vorne, sonst würde es wohl etwas gar stark schütteln. Für einen kleinen Spaziergang haben wir uns auch noch überwunden, aber der starke und kalte Wind trieb uns rasch wieder in die kuschelige Wärme des Womo. Auf dem See hate es Wellen mit weissen Schaumkronen und in den Bäumen rauscht es kräftig.

Am Abend und in der Nacht sollten die Bedingungen für Polarlichter eigentlich ganz gut sein, bis nach 10 Uhr haben wir immer wieder hinausgeschaut, aber es gab kein grünes Leuchten. Das hat uns die Entscheidung abgenommen, ob wir in den kalten Wind hinaussollen.

Sonntag

In der Nacht liess der Wind etwas nach und am Morgen waren es nur noch einige kräftige Böen, bei Temperaturen knapp über 0° blieben wir aber doch lieber länger im Bett liegen. Schon in der Nacht ist mir aufgefallen, dass die Wasserpumpe zwischendurch ansprang. Nachdem am Morgen die Pumpe wiederum „unmotiviert“ ansprang, habe ich mich auf die Sucher gemacht ob irgendwo etwas undicht ist. Tatsächlich fand ich nach kurzem Suchen gleich bei der Pumpe eine undichte Verbindung, die ganz leicht feucht war und nach etwas bewegen zu tropfen begann. Eigentlich eine kleine Sache, um zu reparieren, ausser wenn man sich dabei irgendetwas im Rücken verklemmt! Nach dem Schlucken einer Schmerztablette und ein Stunden hinlegen, machte der Rücken so weit mit, dass die Reparatur abgeschlossen werden konnte. Nachmittags machten wir noch einen Spaziergang dem See entlang, bei Temperaturen knapp über Null Grad.

Die Vorhersage für den Abend, um Polarlichter zu sehen war sehr gut, da passte es gut, dass wir draussen eine Fondueessen geplant hatten.

Das Fondue war sehr gut, die Ausbeute an Polarlicht weniger, immerhin gab es einen Schimmer davon, der sich bei längerer Belichtungszeit beim Fotoapparat in ein ansehnliches Polarlicht verwandelt.

Montag

Am Montagmorgen kam gegen halb zehn der Appschleppdienst, der unser Wohnmobil zur Garage brachte.

Es löste auch da wieder etwas Erstaunen aus, dass wir den Tank abpumpen lassen wollen wegen 8 Liter Benzin im Diesel. Offensichtlich gehen da die Meinungen zwischen schwedischen und Schweizer Garagisten die Meinungen auseinander. Der Tank wurde aber gelehrt und nach 11 Uhr konnten wir unsere Reise mit einem guten Gefühl fortsetzen. Wir fuhren bis kurz nach Asele quer durch das Land. Davon waren ca. 70 km unbefestigte Strassen, die durch eine sehr einsame Gegend führt. Auf der ganzen Strecke sahen wir ausser Wald und Wasser, 3 Baggerfahrer, ein Pickup und eine Rentierherde.

Als Übernachtungsplatz haben wir einen schönen Platz an einem See gefunden, ganz in der Nähe des Vitterhuset. Beim Vitterhuset handelt es sich um mehrere riesigen Felsbrocken aus der Eiszeit. Der darüberliegende der das Dach für eine Höhle liefert scheint nur mit ein paar Millimetern auf den unteren aufzuliegen - aber er hält noch!

Polarlicht

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Nach einigem Überlegen und einem Anruf bei unserer Garage in der Schweiz, haben wir beschlossen doch den Tank leeren zu lassen. Dazu haben wir unsere Versicherung mit der Auto-Assistance angerufen, die uns einen Abschleppdienst organisiert hat. Das Problem ist, dass keine Garage jetzt am Freitag noch Zeit hatte, um den Tank zu leeren. Weil wir etwas Sprachprobleme hatten organisierte der Mann vom Abschleppdienst extra noch einen Kollegen der Deutsch konnte und mir am Telefon alles detalliert erklärte. Wir bleiben deshalb bis am Montag auf dem Camping in Storuman. Dies in der Hoffnung, dass wir vielleicht auch von hier aus Polarlichter sehen. Wir haben extra auch noch den Campingbetreiber gefragt ob Chancen dazu bestehen, er hat gemeint ja gerade letzte Woche hätten sie schöne Polarlichter gehabt.

D wir schon hier festsitzen wollen wir das Leben extra geniessen und sind deshalb für das Abendessen in ein Restaurant gegangen und haben sehr gut gegessen.

Als wir nach dem Essen zum Wohnmobil zurück gingen leuchtete es am Himmel grünlich und kurz darauf sahen wir unsere ersten Polarlichter. Der Himmel blieb klar und so konnten wir die ganze Zeit mehr oder weniger intensive Polarlichter beobachten. Kurz vor 10 Uhr am Abend rief uns noch der Campingbetreiber an und wollte uns mitteilen, dass jetzt Polarlichter zu sehen seien - wirklich freundliche Leute!

Unnötige Aufregung

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Im Gegensatz zu gestern war es heute leider wieder bedeckt. Den ganzen Tag über zeigte sich die Sonne nicht, immerhin regnete aus auch nicht ausser zwischendurch etwas Nieselregen aus den Wolken. Wir sind weiter nordwärts gefahren, immer dem Inlandsvägen entlang.

Unterwegs gab es ein paar Baustellen, bei einer wurde die Fahrzeugkolonne jeweils von einem Lotsen angeführt, es gibt sicher interessantere Jobs als bei der Baustelle hin und her zu fahren.

Etwas Schnee am Strassenrand haben wir auch schon gesehen, in der Region war es in den letzten Nächten schon ziemlich kalt, bis gegen -10 (nächste Nacht soll es aber nur -1 werden). Beim Tanken ist mir dann ein Malheur passiert, anstatt Diesel habe ich Benzin getankt und zum Glück aber rasch gemerkt und den Rest des Tankes mit Diesel gefüllt. Zur Sicherheit bei der Tankstelle nachgefragt, die meinten das sollte schon gehen, einfach nicht hochtourig fahren und den Tank immer wieder füllen. Das haben wir gemacht und die nächsten 60 Km ging bis zum Etappenziel ging alles gut. Zwischendurch waren wir auf einen kurzen Zwischenstopp in Vilhelmina, um die alte historische Kirchenstadt anzuschauen. Diese besteht aus ca. 20 alten Holzhäusern in 4 Reihen aneinandergebaut.

Zum Übernachten sind wir auf dem Campingplatz von Storuman eingecheckt. Wenn der Aufreger mit dem Benzin nicht gewesen wäre, wäre es ein recht langweiliger Tag gewesen. Auf solche Aufregung könnten wir aber gerne verzichten!

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite vor allem Berichte von diversen Velo-Touren (Mountainbike und eBike) sowie Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

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