Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte. Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Lugo

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Am Morgen haben wir uns wieder aus dem Strassengewirr von A Coruña hinausgekämpft und sind nach Lugo gefahren. Beim Vorbeifahren sahen wir noch kurz den Herkulesturm, einen sehr alten Leuchtturm.

Lugo ist bekannt für die römische Stadtmauer aus dem 3. - 4. Jahrhundert, die gut erhalten ist. Auf der gut 2 Km langen Mauer kann man die ganze Altstadt umrunden.

Daneben gibt es eine Kathedrale die der lieben Frau mit den grossen Augen gewidmet ist. Es handelt sich um eine gotische Skulptur aus bemaltem Stein aus dem 15. Jahrhundert und zeigt die Maria mit dem Jesuskind. Ihr Name leitet sich von ihren markant großen, ausdrucksstarken Augen ab, die oft als Ausdruck von Mitleid und Aufmerksamkeit gedeutet werden.

Ansonsten gibt es nicht viel zu Sehen, die Stadt scheint uns etwas düster und viele Häuser ungepflegt. Vielleicht liegt es aber auch am nicht so guten Wetter, zudem sind wir von vielen schönen Städten in Spanien verwöhnt. Das Wetter war heute erstaunlich gut, gemäss Vorhersage hätte es mehr Regen geben sollen. Hoffentlich ist die Vorhersage für die nächsten Tage auch pessimistisch, da soll es nämlich sehr viel Regen geben.

Übernachten werden wir auf einem Parkplatz mit schöner Aussicht, etwas unterhalb der Altstadt von Lugo.

A Coruña

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A Coruña wird auch die Stadt aus Glas genannt. Dies wegen dem Baustil mit den sogenannten Galerías. Die Galerías sind verglaste Balkonfronten an den Häusern, ursprünglich als eine Art Wintergarten gebaut. Sie dienen als Schutz vor Regen und Sturm und bilden eine thermische Kammer die trotzdem viel Tageslicht zulässt.

Wir sind bei leider wechselhaftem Wetter durch die Altstadt spaziert, haben den weitläufigen Strand besucht, der aber wegen dem stürmischen Wetter gesperrt ist. Trotz des schlechten Wetters waren recht viele Leute unterwegs, die Innenstadt bietet sehr viele Geschäfte und Restaurants zum Shoppen und Essen an. Eigentlich könnte man mit dem Velo in der Umgebung noch einiges anschauen, wie den Herkulesturm, einen der ältesten Leuchtürme oder Felsritzungen. Aber mit dem schlechten Wetter und keine Besserung in Sicht lassen wir das bleiben und fahren morgen weiter.

An der Westküste angelangt

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Den schönen Übernachtungsplatz haben wir verlassen und sind von der Nordküste Spaniens an die Westküste gewechselt. Unterwegs sahen wir noch einige sehr schöne Strände, aber beim wolkenverhangenen Himmel hatten wir keine Lust zum irgendwo anhalten und sind so bis nach A Coruña durchgefahren.

Nach dem wir uns etwas verfahren hatten, in einem düsteren Tunnel gab es eine Abzweigung ohne sinnvolle Wegweiser und wir prompt den falschen Weg nahmen, sind wir doch noch beim Hafen angekommen. Als letztes Hindernis war dann noch die Hafeneinfahrt, mit verschlossenem Gittertor zu bewältigen, nach längerem Suchen fanden wir die Telefonnumemr die angerufen werden muss und oh Wunder das Tor öffnete sich. Nach all diesen Aufregungen haben wir einen ersten Eindruck von der Stadt gewonnen und sind auf Morgen gespannt, da werden wir den Tag in der Stadt verbringen.

Praia de San Román

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Die Nacht war wieder etwas unruhig, weniger wegen dem Wind, sondern wegen dem Gewitter um Mitternacht, es donnerte ein paar mal kräftig.

Am Morgen sind wir früh aufgestanden, wir wollten zum ganz in der Nähe liegenden „Kathedralen-Strand“. Dieser ist nur bei Ebbe begehbar und Ebbe war um 9:30 Uhr. Leider waren aber die Wellen zu gross und überspülten den Strand, dass man nicht bis zu den Felsbögen kam die dem Strand den Namen geben. Schön war es trotzdem, einen Bogen haben wir immerhin aus der Ferne gesehen.

Wir sind dann weitergefahren bis ein Stück hinter die Ortschaft Viveiro und da an den Strand de San Román.

Da gibt es direkt hinter dem Strand einen Parkplatz auf dem man übernachten kann. Es handelt sich bei dem Strand um eine wunderschöne Bucht, mit grossem Sandstrand und ein paar Felsen davor. Wunderschön und recht einsam, zumindest im Winter. Wobei wir nicht alleine hier sind, neben uns sind noch 2 Camper da, beides Schweizer, die hier Surfen wollen. In der Region sind eigentlich ganz wenige Camper unterwegs, ganz anders als im Süden und dann trifft man auf 2 Landsleute - Zufälle gibt’s.

Wir haben längere Zeit am Strand verbracht und die Wellen beobachtet, auch vom Wohnmobil aus können wir den Wellen zusehen.

Wind, Regen und Wellen

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Aufgrund der Wetterprognose mit starkem Wind, blieben wir für 2 Tage auf dem Stellplatz bei Foz.

Am Donnerstag war erstaunlich schönes Wetter, bei ca. 15°. Wir machten einen ausgedehnten Spaziergang der schönen Küste entlang.

Gegen Abend frischte der Wind immer mehr auf und auch über Nacht blies es so kräftig, dass wir einen sehr unruhigen Schlaf hatten. Das Wohnmobil wurde geschüttelt und die Dachfenster rauschten recht laut. Gemäss Wetterprognose waren es Sturmböen bis ca. 90 Km/h.

Am Freitag liess der Wind im Verlauf des Tages etwas nach, dafür zog eine nach der anderen Regenfronten über uns hinweg. Eine Regenpause nutzten wir um ans nahe Meer zu Laufen und den wieder höheren Wellen zuzusehen.

Der Küste entlang

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Heute fuhren wir die restlichen 30 Km der ursprünglich gestern geplanten Strecke. Unterwegs machten wir einen kleinen Abstecher zu einer verlassenen Fischzucht mit natürlichem Becken. In der Region wurden bereits ab 1904 Fische und Krustentiere in Fischzuchten gezüchtet. Die von uns besuchte Fischzucht wurde 1954 in Betrieb genommen und bis 1990 betrieben. Sie besteht aus einem natürlichen Becken und einem später gebauten Gebäude in dem Hummer gezüchtet wurden. Heute war es ziemlich windig und der Atlantik wild.

Wir sind weiter der Küste entlang gefahren, bis kurz vor die Ortschaft Foz, da hat es einen Stellplatz mit Strom, dem einzigen Platz mit Strom weit und breit (wir sind jetzt eine Woche ohne Landstrom unterwegs gewesen). Hier bleiben wir etwas, nicht wegen dem Strom, vor allem wegen der tollen Landschaft.

Am Nachmittag haben wir der Küste entlang einen Spaziergang gemacht und mussten immer wieder den imposanten Wellen zusehen. Das Wetter war heute erstaunlich schön. In den nächsten Tagen wird sich das „Aprilwetter“ fortsetzen.

Tapia de Casariego

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In der Nacht hatte es mal kurz geregnet, ansonsten war es total ruhig. Am Morgen zeigte sich blauer Himmel und Sonne. Wir fuhren der wilden Küste entlang westwärts. Beim Cabo Busto machten wir einen kleinen Zwischenstopp, der kräftige kalte Wind trieb uns aber rasch wieder ins Wohnmobil.

Landschaftlich ist es hier in dieser Region sehr schön und vor allem grün, man kommt sich teilweise gar nicht wie in Spanien vor, es könnte auch irgendwo in Mitteleuropa sein.

Einzig die grossen Eukalyptuswälder passen nicht dazu. Seit dem 19. Jahrhundert wurde sehr viel Eukalyptus angepflanzt, es ist ein beliebtes weil schnellwachsendes Holz, aber auch gefährlich wegen Waldbränden. So hat es im Sommer 2025 verheerende Waldbrände gegeben, die Spuren sieht man noch deutlich.

Als nächsten Zwischenstopp haben wir uns die Ortschaft Tapia de Casariego herausgesucht. Weil wir auf dem Stellplatz eine Gebühr entrichten mussten, haben wir uns spontan entschlossen, gleich über Nacht hier zu bleiben. Bei einem Spaziergang haben wir das Dorf erkundet und vor allem die grossen Wellen des Atlantik beobachtet. Ein sehr eindrückliches Schauspiel wie die grossen Wellen an die Küste rollen.

In einem der wenigen offenen Restaurant haben wir uns ein Mittagessen gegönnt. Uns wurde die Zarzuela de Pescado y Marisco empfohlen - wir haben wohl selten so feinen Fisch gegessen!

Das Wetter blieb den ganzen Tag über mehr oder weniger trocken und der Wind blies heute auch nicht sehr stark. Mit nur 9° war es aber auch bei moderatem Wind draussen ziemlich kühl, wir haben die Sicht auf das Meer lieber aus dem Wohnmobil genossen.

Regenwetter

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Über Nacht hat es nicht geregnet, dafür pünktlich auf den Morgen angefangen und bis am späten Nachmittag nicht mehr aufgehört. Wir sind zuerst nach Aviles hineingefahren, eigentlich wollten wir die Altstadt anschauen. Da wir keinen Parkplatz fanden und die Motivation dank Regen auch nicht so gross war, sind wir weitergefahren ohne Altstadtbesuch. Etwas ausserhalb von Aviles wollten wir den Aussichtspunkt Mirador Playa Salinas besuchen. Aber der Zugang zum Aussichtspunkt auf einer kleinen vorgelagerten Insel, war aufgrund der hohen Wellen gesperrt. So haben wir die eindrucksvollen Wellen von der Strasse her angeschaut und von einer Treppe in Richtung Meer, das hat genügt um meine Hosen von einer aufspritzenden Welle zu durchnässen.

Nach dem nassen Erlebnis sind wir weiter der Küste entlang gefahren, bis zu einer Bucht namens Playa del Silencio. Hoch oben auf den Klippen führt die schmale Strasse durch, von der man einen eindrücklichen Blick hinab in die Bucht hat. Es führt auch ein Weg zur Bucht hinab, anlässlich des unangenehmen Regens haben wir den Abstieg aber sein lassen und sind zu unserem Übernachtungsplatz gefahren.

Auf unserer Fahrt sahen wir viele Speicher, heissen hier Hórreos, die uns etwas ans Wallis erinnern. Es soll davon noch etwa 18‘00 Exemplare geben, teilweise sehr hübsch verziert.

Gleich hinter einer der vielen, zumindest im Winter, einsamen Buchten stehen wir ganz alleine auf einem grossen Parkplatz. Als der Regen etwas nachliess haben wir noch einen kleinen Spaziergang zum schönen Strand gemacht. Auf dem Weg dahin und zurück, steht überall Wasser, es hat in der Region in letzter Zeit sehr viel geregnet.

Stürmisches Wetter

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Wie angekündigt blies heute stürmischer Wind, gemäss Prognose mit Böen über 80 Km/h. Wir wollten heute nur ein kleines Stück weiterfahren und blieben deshalb bis am Nachmittag relativ windgeschützt in Oviedo stehen und schauten noch etwas Skirennen. Nebst dem Wind war das Wetter besser als vorausgesagt, es gab fast kein Regen. Just als wir losfuhren, regnete es dann aber und der Wind blies stark. Wir sind ca. 40 Km bis in die Nähe von Aviles gefahren unterwegs haben wir noch die Gastankflasche gefüllt. Wir übernachten auf einem kleinen Stellplatz, wie so oft ist die Benutzung gratis inkl. Wasser und Entsorgung. Einzig haben diese Plätze keinen Strom. Gegen Abend setzte dann Regen ein, wir haben es uns darum im Wohnmobil gemütlich gemacht.

Oviedo

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Das Wetter ist leider weiterhin unbeständig. Zwar haben wir hier keinen Schnee, aber immer wieder Regengüsse - aber auch mal ein paar Sonnenstrahlen. Wir haben heute die Altstadt von Oviedo besucht. Es hat uns sehr gut gefallen, erstens ist die ganze Innenstadt autofrei und hat viele schöne Gassen, Plätze und bunte Häuser. Gemäss Wetterbericht, wird sich am Wetter für die nächsten Tage nicht viel ändern, ausser das es Morgen starken Wind geben soll.

Schnee

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Wegen dem nicht so guten Wetterbericht haben wir beschlossen durch die Berge bis nach Asturien zu fahren, als Ziel haben wir Oviedo gewählt.

Bei schönem windigem Wetter mit Sonnenschein sind wir losgefahren. Ein Stück vor León verdunkelte sich der Himmel es begann kräftig zu schneien. Bald war auch die Fahrbahn weiss und wir fragten uns ob es eine gute Idee ist, jetzt durch die Berge zu fahren.

Es ging immerhin noch knappe 500 Höhenmeter höher. Auf der Autobahn gab es zudem Hinweise, dass wegen schwierigen Fahrbahnbedingungen die Strecke für über 7,5 Tonnen gesperrt sei. Gemäss dem Radarbild in der Wetterapp haben wir aber gesehen, dass es nach León nicht mehr schneite und haben die Weiterfahrt darum riskiert. Tatsächlich war dann die Weiterfahrt komplett schneefrei, die Räumungsfahrzeuge haben wohl ziemlich fest gesalzen, auf alle Fälle ist unser Wohnmobil jetzt salzverkrustet. Wir sind wohlbehalten bei schönem Wetter in Oviedo angekommen, die letzte Herausforderung des Tages, war dann noch die Such nach einem Parkplatz zum Einkaufen. Nachdem wir das auch noch geschafft haben sind wir auf den Stellplatz etwas ausserhalb von Oviedo gefahren zum Übernachten.

Salamanca

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Der Wind hat dann gestern Abend tatsächlich nachgelassen und wir konnten gut schlafen. Am Donnerstagmorgen war es trocken, zwischendurch zeigte sich auch kurz die Sonne, aber mit etwas Wind und 2° bissig kalt. Wir sind trotzdem mit dem Bus in die Stadt gefahren und haben uns die Altstadt angesehen. Nachdem quirligen Madrid, strahlt Salamanca eine behäbige Ruhe aus. Die Altstadt besteht gefühlt aus mindestens 50 Kirchen und diversen Palacios mit wunderschönen Innenhöfen. Herausragend ist die Plaza Major und die Kathedrale, genaugenommen sind es zwei Kathedralen die alte und die neue Kathedrale die zusammengebaut sind. Daneben gibt es aber noch viele weitere schöne Gebäude.

Plaza Major

Neue und alte Kathedrale

Regen - Nebel - Sonne - Sturm - Regen und Sturm

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Das Wetter zog heute auf unserer Weiterfahrt alle Register. Am Morgen bei unserer Abfahrt aus Madrid war es 2° und regnerisch. Auf unserer Fahrt in Richtung Avila sahen wir dann vor allem dichten Nebel und ein paar Schneeflecken. So ging es dann knappe 100 Km ohne Sicht. Erst kurz vor Avila tauchten wir aus dem Nebel auf und es gab sogar blaue Löcher am Himmel.

In Avila haben wir nicht angehalten, die Stadt haben wir letztes Jahr schon besucht, sondern sind weiter in Richtung Salamanca gefahren.

Kurz nach Avila wurde der Wind dann immer stärker und unser Tempo auf der Autobahn immer langsamer wegen der starken Böen. Dafür wurde das Wetter immer schöner und wärmer, in Salamanca waren es dann immerhin 10°.

Auf einem Stellplatz in einer Ortschaft neben Salamanca werden wir übernachten und Morgen Salamanca besuchen. Einstweilen stehen wir im Wind und lassen uns durchschütteln, am späteren Abend soll es aber etwas ruhiger werden. Bis nach 22 Uhr wurde es nicht wirklich ruhig, im Gegenteil, mit Sturmböen prasselte der Regen an das Wohnmobil.

Madrid

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Für Madrid haben wir uns 3 Tage reserviert. Das Wetter meinte es einigermassen gut mit uns, zwar recht kalt mit max. 10°, aber sonnig.

Am Sonntag haben wir uns zuerst eine Metro 3 Tageskarte organisiert, die Metro ist wirklich sehr gut, alle paar Minuten fährt ein Zug.

Dann sind wir zum Mittelpunkt von Spanien auf der Puerta del Sol gelaufen und haben über die Menschenmengen die unterwegs waren gestaunt.

Danach haben wir eine Rundfahrt mit dem Sightseeing-Bus gemacht. Da der Bus oben offen war, sind wir ziemlich durchfroren von der Tour zurückgekommen und sind zum Wohnmobil zurück um uns aufzuwärmen.

Am Montag sind wir zu Fuss durch die Altstadt gestreift. Die Plaza Major ist ein eindrucksvoller, sehr schöner Platz.

Das nächste Ziel war die Almudena-Kathedrale, die zwar schon vor etwa 200 Jahren in Auftrag gegeben, aber erst 1993 eingeweiht wurde. Darum sind die Deckengemälde und Glasfenster erstaunlich modern gestaltet, passen aber sehr gut in die Kathedrale.

Gleich neben der Kathedrale ist der Palacio Real, die Königsfamilie lebt zwar nicht mehr hier, der Palast wird aber für offizielle Empfänge genutzt. Einen Teil der rund 2000 Säle, Salons und Kabinette kann man besichtigen. Überall ist es sehr prunkvoll, verziert und verschnörkelt. Es gibt viele grosse Gemälde und ein Raum ist nur für 4 Stradivaris hergerichtet.

Danach sind wir etwas durch die Stadt gebummelt, entlang der Gran Via gibt es sehr viele eindrucksvolle Gebäude.

Am Dienstag haben wir die Sammlung Thyssen-Bornemisza besucht. Das Kunstmuseum birgt eine grosse Sammlung von Gemälden von alten Meistern bis hin zu ganz modernen Künstlern. So haben wir Bilder von Monnet, Gaugin, Renoir etc. gesehen, natürlich diverse Picasso Kunstwerke und in einer Sonderausstellung Bilder von Andy Warhol.

Nach dem Museumsbesuch wollten wir noch den Bahnhof Antocha ansehen, darin hat es einen kleinen botanischen Garten, leider befindet sich das ganze Gebäude im Umbau, was uns auch schon beim Mercado de San Miguel passiert ist.

Madrid ist durchaus eine sehenswerte Stadt, aber wir haben in Spanien schon diverse schönere Städte besucht.

Schmuddelwetter

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Am Samstagmorgen haben wir bei garstigem Wetter zusammengepackt und sind weiter nach Madrid gefahren. In Madrid begrüsste uns nebst ein paar Störchen richtiges Schmuddelwetter, teils mit Schneeregen. Wir fuhren auf den einzigen Campingplatz den es in Madrid gibt. Da bleiben wir bis Mittwoch.

Am späteren Nachmittag wurde das Wetter etwas besser und wir machten bei leichtem Nieselregen einen Spaziergang im nahen Park El Capricho.

 

Toledo

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Den Donnerstag und Freitag verbrachten wir damit Toledo zu erkunden. Die Altstadt ist auf einem Hügel, umrundet vom Fluss Tajo.Entsprechend geht es auch immer auf und ab über Treppen und enge Strassen auf denen es recht viel Verkehr hat. Die Ursprünge von Toledo gehen auf eine Zeit vor Christus zurück. Geprägt wurde die Stadt aber in der Zeit der Mauren von 712 - 1085 und danach von den Spaniern. Aus diesen Zeiten gibt es sehr viele prachtvolle Bauten, natürlich vor allem Kirchen. Herausragend dabei ist die Kathedrale, das ehemalige Franziskanerkloster San Juan de los Reyes, einer der ältesten noch erhaltenen Synagogen von Europa namens Santa Maria la Blanca und die verschiedenen Werke von dem Maler  Domínikos Theotokópoulos, den die Spanier der Einfachheit „El Greco“ nannten. Eines der berühmtesten Werke ist das Begräbnis des Grafen von Orgaz, das in der Kirche Santo Tomé zu besichtigen ist.

Kathedrale von Toledo

Franziskanerkloster San Juan de los Reyes

Synagoge Santa Maria La Blanca

Santo Tomé: Das Begräbnis des Grafen Orgaz

Don Quijotes Windmühlen

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In der Nacht auf Mittwoch regnete es etwas und am Morgen war es grau bedeckt. Wir fuhren über mehr oder weniger gute Strassen, aber durch schöne Landschaften nach Consuegra.

Da stehen auf einem Hügelzug, nebst einer Burg auch 12 malerische Windmühlen. Gemäss dem Roman von Miguel de Cervantes, kämpfte Don Quijote gegen diese Windmühlen, weil er sie für Riesen hielt. Zum Glück war der Kampf erfolglos, sonst gäbe es das Sprichwort nicht und schade um die schönen Windmühlen wäre es auch gewesen. Mit einem Rundgang haben wir die Windmühlen besichtigt, das Wetter war uns auch hold, die Sonne schien durch die Wolken. Als wir weiter nach Toledo fuhren war es wieder ziemlich grau.

In Toledo sind wir für 3 Nächte auf einem Campingplatz, der erste Eindruck von Toledo aufgenommen von der gegenüberliegenden Flusseite ist verheissungsvoll.

Geier und andere Vögel

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Die Nacht war wie erwartet total ruhig. Am Morgen wurden wir mit einem schönen Morgenrot begrüsst.

Wir fuhren heute ein Stück nordwärts auf der Autobahn. Beim Desfiladero de Despeñaperros, einem kleinen Gebirgspass fuhren wir nicht durch den neuen Tunnel sondern über die alte Strasse. Bei einem kleinen Parkplatz hielten wir an und konnten Geier beobachten die in grossen Mengen über uns kreisten. Ein sehr schönes Erlebnis.

Danach sind wir weitergefahren durch Weinbaugebiete und grosse Menge von Staren, bis zum Nationalpark Tablas del Daimiel.

Da Übernachten wir auf einem Parkplatz. Am Nachmittag machten wir noch eine kleine Wanderung durch den Park und sahen allerhand Wasservögel, dabei genau ein einsamer Flamingo. Leider war der Himmel sehr bedeckt, die Landschaft wäre bei Sonnenlicht noch viel schöner.

Baeza

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Am späteren Morgen sind wir 10 Km weiter gefahren nach Baeza. Auch dieser Ort ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Wir sind durch den Ort gelaufen, auch hier hat es einige schöne Gebäude und Plätze. Wenn man vorher aber in Úeba war, ist man fast etwas enttäuscht.

Nach der Besichtigung sind wir noch einige Kilometer weiter zum geplanten Übernachtungsplatz an einem Stausee gefahren. Als wir bei der Staumauer ankamen, sah das anders aus als ich mir vorgestellt hatte. Kein Wunder im GPS hatte ich den falschen Stausee eingegeben! So sind wir nochmals einige Kilometer weiter, zum Teil auf einer mit Schlaglöchern übersäten Piste gefahren, bevor wir dann zum richtigen Staudamm kamen. Hier haben wir einen Platz mit super Aussicht gefunden, ringsherum ist nichts als Natur, auf der Strasse kommt ca. alle Stunde ein Auto vorbei.

Am Nachmittag sassen wir an der wärmenden Sonne und schauten den herumhoppelnden Hasen zu.

Beim Eindunkeln sahen wir dann den Fledermäusen zu. Wenn der Staudamm nicht beleuchtet wäre, würden wir kein einziges Licht sehen, ringsherum ist es dunkel.

Úbeda

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Úbeda ist eine Stadt mit gut 33‘000 Einwohner, seit 2003 wird sie auf der Liste der UNESCO als Weltkulturerbe geführt. Es gibt eine grosse Altstadt mit zahlreichen schönen Plätzen und Gebäuden, unter Anderem einem Spital aus dem 17. Jahrhundert und einer Basilika die von Gold überladen ist. Die Stadt liegt auf einer Anhöhe auf 740 Meter über Meer, von der Stadtmauer hat man einen weiten Blick über die Olivenplantagen bis zur Sierra Nevada.

Wir haben am Nachmittag, bei schönem aber mit 8° kalten Wetter, einen Rundgang durch die Stadt gemacht, unterbrochen von einem ausgezeichneten Mittagessen.

Abgeschlossen wurde der schöne Tag von einem prachtvollen Abendhimmel.

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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