Es hat die ganze Nacht auf Freitag geregnet. Am Tag hatten wir dann richtiges Aprilwetter, immer mal wieder ein kurzer Regenschauer aber auch sonnige Abschnitte. Wir haben uns aufgemacht die Stadt zu Besichtigen. Die Altstadt ist praktisch autofrei und es gibt diverse schöne Parkanlagen.
Besucht haben wir auch den Markt, der am Rande der Altstadt liegt. Anstatt einem alten Marktgebäude haben wir eine moderne schöne Halle vorgefunden, sehr beeindruckend.
Ebenfalls sehr beeindruckend ist die Kathedrale, in einem eigenwilligen Stil.
Nebst den obligaten Pastel de Nata, heute hatten wir besonders feine Exemplare, haben wir zum Mittagessen Francesinha probiert. Dabei handelt es sich um ein „Sandwich“ aus viel Käse, Brot, Steak, Wurst, Speck und darauf ein Spiegelei, das ganze wird dann mit einer Sauce aus hauptsächlich Bier, Tomate, Zwiebeln und Knoblauch übergossen. Abgesehen, dass eine Portion fast für eine Familie gereicht hätte, ist das Ganze nicht so unser Geschmack, aber probieren muss man sowas ja, was als Portugals National-Sandwich bezeichnet wird.
Am Samstag haben wir die Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte, etwas ausserhalb von Braga auf einem Hügel gelegen, besucht. Die Kirche gilt als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte von Portugal und ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Wir haben die Anlage via die 581 Treppenstufen erstiegen und alle Kapellen angeschaut, sowie natürlich die Hauptkirche. Von oben hat man auch einen schönen Blick über Braga. Oberhalb der Kirche hat es einen kleinen Park, mit Grotten und einem Seelein.
Für den Rückweg haben wir die spezielle Standseilbahn genommen. Es handelt sich dabei um die älteste noch in Betrieb stehende Wasserballastbahn der Welt, entwickelt vom Schweizer Ingenieur Niklaus Riggenbach und seit 1882 in Betrieb. Ganz ohne elektrisch funktioniert die Bahn, indem oben ein Tank mit Wasser gefüllt, dass unten wieder abgelassen wird. Vom Führer der Bahn bekamen wir, als er hörte das wir aus der Schweiz sind, eine ausführliche und interessante Erklärung wie das ausgeklügelte System funktioniert.
Am Sonntag zeigte sich das Wetter wieder von der garstigen Seite. Trüb und etwas Nieselregen motivierten uns nicht gross zum etwas zu Unternehmen, wir blieben den ganzen Tag an der Wärme.



