Unser nächster Aufenthalt im Engadin ist in Madulain, da haben wir auf dem kleinen Campingplatz für 2 Wochen reserviert. Da wir um 11:30 den Campingplatz in St. Moritz geräumt haben mussten und erst um 14:00 Uhr in Madulain einchecken konnten blieb etwas Zwischenzeit. Zum Glück war in Samedan der Migros offen, so konnten wir uns mit Lebensmittel eindecken. Danach machten wir noch einen Spaziergang um den Cravatschasee, bevor wir nach Madulain fuhren.
Wir wurden freundlich begrüsst und bekamen einen schönen Platz. Welch ein Unterschied zum rummeligen Platz in St. Moritz, hier auf dem kleinen Campingplatz geht es wesentlich gemütlicher zu.
Am Montag nahmen wir es ruhig. Wir sind nur mit dem Velo nach La Punt-Chamuesch und Zuoz gefahren um die Lebensmittelgeschäfte zu besichtigen. In Madulain selber gibt es kein Lebensmittelgeschäft und auch die Restaurant sind rar. Eine Bäckerei hat es, die aber nur von Mittwoch bis Sonntag geöffnet hat. Brot und Gipfeli kann man aber auf dem Campingplatz bestellen. Am Nachmittag blies dann ein kräftiger Wind und am Abend gab es noch ein Gewitter.
Der Dienstag begann bewölkt, bald zeigte sich aber die Sonne und es wurde angenehm warm. Gegen Abend kam es dann etwas Regnen. Wir haben eine kleine Wanderung hoch zur Ruine der Burg Guardaval gemacht. Von da aus hat man eine schöne Aussicht über das Inntal. Eigentlich hatten wir ursprünglich im Sinn noch weiter hoch zu Wandern, allerdings hatten wir etwas schwere Beine, so liessen wir es dabei und verbrachten nach der Rückkehr den Resttag gemütlich beim Wohnmobil. Praktisch, alle 2-3 Tage feuert der Campingchef den Grill an, da kann man dann sein Essen grillen, heute gab es für uns feine Steaks.
Der Mittwoch begrüsste uns mit Regen, am Morgen und frühen Nachmittag war so etwas wie Aprilwetter. Aufgrund des unsicheren Wetters spazierten wir nur nach Zuoz und zurück, unterwegs zogen wir die Regenkleidung an und aus. An der Sonne war es zwischen den Regengüssen sehr warm. Am Nachmittag zog dann ein kräftiges Gewitter über Madulain, danach wurde es wieder ziemlich sonnig.
Für Donnerstagnachmittag haben wir im Mineralbad & Spa Samedan eine Massage gebucht. Vorher sind wir noch etwas durch Samedan gebummelt. Vor der Massage sind wir noch Baden gegangen. Das Bad in Samedan ist so ein Zwischending zwischen normalem Bad und Hamam oder so. Das Besondere daran ist, dass man von unten nach oben verschiedene Stationen wie Bad, Dampfbad, Sprudelbad etc. besuchen kann, bevor man auf dem Dach im offenen Bad landet. Heute war schönes und recht warmes Wetter, deshalb hatten wir das Bad fast für uns alleine. Nach einer wohltuenden Massage sind wir mit dem Zug zurück nach Madulain gefahren.

Freitag war wieder einmal Wäschetag und wir machten es uns gemütlich beim Wohnmobil.
Auf der Alp Es-cha Dadour, 400 Meter oberhalb von Madulain gibt es feinen Alpkäse inkl. Raclettekäse. Da wir am 1. August ein Raclette mit Freunden zusammen essen wollen, haben wir uns am Samstag auf der Alp eingedeckt. Zum Glück führt eine geteerte Strasse weit den Berg hoch und mit e-Bike lässt sich die Steigung gut bewältigen. Bis zur Alp ging es dann zu Fuss nochmals steil hoch. Wir haben uns auf der Alp gestärkt, eingekauft und sind noch ein Stück höher gelaufen und mit toller Aussicht belohnt worden. Zurück bei den Velos haben es uns die Knie gedankt, dass wir nicht bis ins Tal hinab laufen mussten, dafür liefen die Bremsen an den Velos heiss.
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