Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte. Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Nebel in Nazaré

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Die Kirche in Fatima bimmelt den ganzen Tag, gnädigerweise ist sie aber von 21:30 - 7:00 Uhr ruhig, so haben wir sehr gut geschlafen. Am Morgen gab es etwas Regen, gemäss Wetterbericht sollte es aber ab Mittag wieder schön sein. So sind wir nach Nazaré gefahren, in der Hoffnung auf besseres Wetter und grosse Wellen. In Nazaré gibt es einen Punkt von dem aus man riesige Wellen von 20 - 30 Meter Höhe beobachten kann und todesmutige Surfer die auf diesen Wellen surfen. Die Wellen sind nicht immer so hoch, Saison ist aber im Februar / März. Als wir in Nazaré ankamen nieselte es aus dem Nebel und das Meer war ziemlich flach. Wir wollten trotzdem hoch zu dem Ort, von dem man aus die Wellen beobachten kann, dazu gibt es eine Seilbahn - allerdings wird die bis Ende März revidiert und fährt also nicht. Der Nebel wurde eher dichter als das ersichtlich auflöste, Wellen waren weder für heute noch Morgen angesagt, wir beschlossen deshalb weiter zu fahren.

Wir kamen dabei am Campingplatz vorbei, auf dem wir ursprünglich 1-2 Tage bleiben wollten, der Platz wurde aber im Sturm zerstört, die Aufräumarbeiten werden wohl etwas länger dauern.

Wenige Kilometer im Landesinneren von Nazaré liegt der Ort Alcobaça, da gibt es einen ziemlich schrägen Stellplatz, auch mit Keilen stehen wir ziemlich schräg und vor allem ein grosses ehemaliges Zisterienserkloster. Einen Teil des ehemaligen Klosters und die Kirche kann man besuchen. Wir waren von der schlichten Schönheit und den riesigen Räumen sehr beeindruckt.

Fátima

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Den schönen Stellplatz der letzten 3 Tag haben wir verlassen. PS: die Wanderschuhe riechen zwar immer noch nicht besonders gut, aber erträglich. Wir sind heute nach Fátima gefahren. Wir durchqueren auf dem Weg nach Fatima und weiter in den Süden das Gebiet, das von den kürzlichen schweren Unwettern, Sturm und Regenfällen getroffen wurde. Aber irgendwie müssen wir an die Algarve kommen, ab dem 8. März haben wir auf dem Campingplatz reserviert. Wir lassen aber Ortschaften wie Coimbra und Leira aus, die wir eigentlich auch besuchen wollten in Leira (Sturm) und Coimbra (Überschwemmungen) wollen wir nicht im Weg sein. Aber überall sieht man die Zerstörung vor allem durch den Sturm Kirstin, die Bilder erinnern uns an Lothar, nur ist hier ein grösseres Gebiet betroffen. Nebst Bäumen und Ziegeln die fehlen, wurden Strassentafeln und Strommasten umgeweht.

Fátima ist ein bedeutender Wallfahrtsort der katholischen Kirche, der jährlich von x-Millionen Pilger besucht wird. Zum Wallfahrtsort gehört die viertgrösste Kirche der Welt (gemäss Wikipedia), in der Kirche haben bis 9000 Personen Platz, zwischen der alten und neuen Kirche liegt zudem der weltweit grösste Kirchenvorplatz. Heute hatte es zum Glück nicht so viele Leute, so konnte man in Ruhe die alte und neue Kirche anschauen. Zwischen den 2 Kirchen gibt es eine „Kriechspur“, da kann man bei besonders schweren Sünden oder einfach um mehr Wirkung zu erzielen? auf den Knien rutschen. Oder man kann riesige Kerzen anzünden oder sogar ganze Körperteile aus Wachs.

 

Wer sich für die Geschichte von Fátima interessiert, beim Brauchwiki (https://www.brauchwiki.de) habe ich folgende Erklärung gefunden:

Vorgeschichte

 Während der Zeit des Ersten Weltkrieges befanden sich die mächtigsten Nationen im Kampf gegeneinander. Tod, Armut und Zerstörung waren das bestimmende Bild der Jahre 1914-1918. Die im Jahr 1917 stattfindende Revolution in Russland war Grund für die Verfolgung der Religionen und der Verbreitung des Atheismus. Kirchen wurden verbrannt, Geistliche verfolgt und die Auslebung der eigenen Religion verboten. In dem kleinen Dorf Aljustrel bei Fatima in Portugal lebten drei Kinder. Ihre Namen waren Lucia dos Santos (10 Jahre), ihr Cousin Francisco Marto (9 Jahre) und seine Schwester Jacinta (7 Jahre). Diese Kinder waren damals für die Schafherde der Familie verantwortlich. Sie mussten mit den Schafen auf die Felder ziehen, diese Hüten und abends wieder nach Hause führen. Zu dieser Zeit waren die Menschen in den Dörfern trotz der politischen Umstände sehr gläubig. Die Kinder beteten regelmäßig, auch wenn sie gemeinsam die Schafe hüteten. Im Jahr 1916 sahen die Kinder dreimal eine Engelsgestalt, die die Erscheinung der Hl. Jungfrau ankündigte. Jedes Mal beteten die Kinder mit dem Engel um die Bekehrung der Sünder. Bei der letzten Erscheinung des Engels hielt der Engel einen Kelch in der Hand. Er erteilte den Kindern die heilige Kommunion.

Die Erscheinungen der Heiligen Jungfrau Maria

 Die sechs Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria ereigneten sich vom 13. Mai bis zum 13. Oktober 1917. Die Hirtenkinder weideten ihre Schafe als sie die erste Erscheinung sahen.  Die erste Erscheinung Am 13. Mai 1917 wurde in Cova da Iria (Friedensmulde) die erste Erscheinung gemeldet. Während dieser Erscheinung hat die Heilige Jungfrau Maria die Kinder aufgefordert, jeden Tag den Rosenkranz zu beten. Außerdem sollten sie sechs Monate lang jeden 13. im Monat an der Stelle auf die Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria zu warten. Die letzte Erscheinung beeinhalte ein Wunder, welches die Kinder dann bezeugen konnten. Die Kinder wollten das was sie erlebt hatten für sich behalten und niemanden davon erzählen. Jacinta konnte aber das Geheimnis nicht für sich behalten. Die Menschen im Dorf verspotteten die Kinder und deren Familie, weil sie ihren Geschichten keinen Glauben schenkten. Die zweite Erscheinung Am 13. Juni 1917 fand in Cova da Iria die zweite Erscheinung statt. Trotz der Ungläubigkeit vieler Menschen sind an diesem Tag etwa 40 Menschen mit zur Cova da Iria gegangen um die Erscheinung selbst mitzuerleben. Bei dieser Erscheinung versprach die Heilige Jungfrau Maria Francisco und Jacinta bald mit in den Himmel zu nehmen. Lucia müsse aber auf der Erde bleiben um den Glauben an die Heilige Jungfrau Maria weiter zu verbreiten. Außerdem beteten die Kinder wieder den Rosenkranz mit der Heiligen Jungfrau Maria.  Die dritte Erscheinung Am 13. Juli 1917 fand in Cova da Iria die dritte Erscheinung statt. Die Heilige Jungfrau Maria zeigte den Kindern ein Bild der Hölle. Es war ein schreckliches Bild und die Kinder waren sehr erschrocken, dass das der Ort sei an den die Seelen der Ungläubigen kommen.Die Heilige Jungfrau Maria verkündete, dass durch regelmäßiges Beten Frieden in Russland einkehren würde. „Wenn man tut, was ich euch sage, werden viele Seelen gerettet werden, wird Rußland sich bekehren und der Welt eine Zeit des Friedens geschenkt werden. Wenn nicht, werden verschiedene Nationen vernichtet werden. Am Ende aber wird mein Unbeflecktes Herz triumphieren.“ Die Höllenvision und die Prophezeihung für Russland bilden die ersten beiden Teile des "Geheimnisses von Fatima".  Die vierte Erscheinung Die vierte Erscheinung fand am 19. August 1917 in Valinhos statt. Die eigentliche Erscheinung der Hl. Jungfrau wäre am 13. August gewesen. Die Kinder waren zu dieser Zeit jedoch eingesperrt. Der Präsident des Kreistages hatte die Kinder drei Tage eingesperrt. Am 19. August aber erschien die Hl. Jungfrau den Kindern, als sie an einer anderen Stelle ihre Schafe weideten. Sie versprach den Kindern wieder ein Wunderzeichen, welches sie im Oktober zeigen würde. Die Heilige Jungfrau befahl den Kindern viel zu beten und auch Opfer für die Sünder zu bringen um deren Seelenheil zu gewährleisten. So verzichteten die Kinder auf Wasser und Brot und banden sich einen Strick um den Leib um mehr Leid zu spüren.  Die fünfte Erscheinung Die fünfte Erscheinung fand am 13. September 1917 in Cova da Iria statt. Auch wenn viele Menschen die Erzählungen der Kinder und der Zeugen nicht ernst nahmen versammelten sich mehr als 20.000 Menschen um der Erscheinung der Heiligen Jungfrau Maria beizuwohnen.Die Menschen sahen eine Lichtkugel heran fliegen, diese streute weiße Flocken wie Blütenblätter vom Himmel. Die Kinder sollten weiterhin den Rosenkranz beten. Außerdem kündigte sie für die letzte Erscheinung ein großes Wunder an, welches auch den Ungläubigen den Glauben näher bringen soll.  Die sechste Erscheinung Die sechste Erscheinung fand am 13. Oktober 1917 in Cova da Iria statt. An diesem Tag versammelten sich 70000 Menschen in der Cova da Iria. Die Botschaft dieser Erscheinung war: „Ich bin Unsere Liebe Frau vom Rosenkranz. Man bete weiterhin den Rosenkranz. Ich will, daß man hier eine Kapelle errichte. Man beleidige den Herrn nicht mehr, der bereits so sehr beleidigt worden ist.“ Nach dieser Aussage geschah das sogenannte Sonnenwunder. Angeblich drehte sich die Sonne dreimal um sich selbst und Strahlen in Regenbogenfarben fielen auf die Zuschauer. Dann verfärbte sich die Sonne blutrot. In drei Bewegungen schien die rote Sonne vom Himmel zu fallen. Die Zuschauer hatten Angst und fielen auf die Knie. Obwohl es an dem Tag sehr regnerisch war, waren binnen Sekunden die Klamotten der Zuschauer wieder komplett trocken.

Tod und Seligsprechung der Hirtenkinder

 Francesco starb im Jahr 1919 und Jacinta 1920 an der Spanischen Grippe. Beide wurden am 13. Mai 2000 von Papst Johannes Paul II. selig gesprochen. Dies war ein großes Fest in Fatima. Und jahrelang war die Basilika mit zwei Fotos der Kinder geschmückt. Lucia ist im Jahre 1925 noch einmal die Hl. Jungfrau erschienen. Dann zog sie in ein Kloster in Portugal, in dem sie bis zu ihrem Lebensende lebte. Lucia starb 2005 im Alter von 97 Jahren. Sie wurde nach ihrem Tod ebenfalls selig gesprochen.

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Ausflug mit unerwünschten Nebenwirkungen

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Am Morgen gab es einen kurzen aber heftigen Regenguss, der Platz sah kurzfristig wie ein See aus. Als am Nachmittag etwas die Sonne hervorkam machten wir eine Strandwanderung. Wir hatten den kilometerlangen Strand ganz für alleine, man sieht noch überall das der kürzliche Sturm, bzw. die Wellen, recht viel von den Dünen abgetragen hat.

Für den Rückweg wollten wir vom Strand weg auf die Strasse hinter den Dünen. Am Ende der Dünen sank ich plötzlich knöcheltief in einen Morast ein und konnte meine Füsse kaum herausziehen. Es begann fürchterlich zu stinken und die Hose und Schuhe waren mit einer klebrigen Masse überzogen. Vermutlich wurde hier Klärschlamm oder etwas Ähnliches abgelagert. Vom kürzlichen Sturm war aber alles mit Sand überzogen, so dass man das Zeugs kaum sah. Ein unangenehmer Gestank begleitete unseren Rückweg. Zu allem Übel begann es auch wieder zu Regnen, schlussendlich bin ich tropfend nass und stinkend beim Wohnmobil angelangt. Zum Glück gibt es auf dem Stellplatz eine Waschmaschine! Die Wanderschuhe sind auch nach längerer intensiver Reinigung noch nicht genuchsneutral, das bessert sich aber hoffentlich wenn sie trocken sind.

Gegen Abend klarte es auf und wir konnten wieder einen schönen Sonnenuntergang betrachten.

Auf dem Stellplatz verlängert

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Wir haben uns spontan entschieden noch 2 Nächte länger auf dem schönen Stellplatz zu bleiben. Irgendwie ist es hier sehr ruhig und gemütlich. Nachdem wir am Morgen etwas im Wohnmobil geputzt und den Kühlschrank enteist hatten, sind wir in die nahe Ortschaft Praia da Vagueira gelaufen. Vom Stellplatz bis zum Ort führt ein über 1 Km langer Holzsteg durch die Dünen, allerdings ist der Steg teilweise ziemlich von Flugsand zugeweht.

Im Ort ist jetzt noch nicht viel los, im Sommer mag es anders aussehen. Wir fanden ein richtiges portugiesisches Restaurant, in dem wir mit Glück noch einen Tisch bekamen. Das ganze Personal konnte nur portugiesisch, die Speisekarte konnten wir mit dem Übersetzungsapp gut lesen, aber was die ältere Frau die unsere Bestellung aufnahm, uns sagen wollte verstanden wir nicht. Zum Glück war am Nebentisch ein Mann der als Dolmetscher zwischen portugiesisch und englisch fungieren konnte. So verstanden wir auch, dass uns als Vorspeise die frittierten Fische empfohlen wurden. Zum Hauptgang entdeckten wir die Spezialität Porco Alentejano, was wir natürlich bestellten. Porco Alentejano ist eine Art Eintopf mit Schweinefleisch, Venusmuscheln und Kartoffeln, sehr lecker. Kennen tun wir das Gericht aus einem ehemaligen portugieschischem Restaurant in unserer Heimat. Schon letztes Jahr waren wir in Portugal auf der Suche nach diesem Gericht und bekamen nur einmal etwas Ähnliches vorgesetzt. Auch heute war es dann nicht genau das was wir erwarteten, auf der Karte war das Gericht zwar richtig beschrieben, anstatt Muscheln waren dann aber Garnelen auf der Platte. Es war aber trotzdem richtig gut, allerdings viel zu viel, die Hälfte haben wir mitgenommen, das gibt noch einmal eine Mahlzeit. Unsere Suche nach einem Original Porco Alentejano geht also noch weiter.

Richtig warm

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Heute war der bisher wärmste Tag mit Temperaturen deutlich über 20°. Wir sind nur knappe 30 Km weiter gefahren auf einen recht einsam gelegenen Stellplatz gleich hinter den Dünen.

Wir legten einen Strandtag ein, den Strand hatten wir für uns alleine. Zum Baden wäre es zu kalt gewesen, vor allem aber sind die Wellen immer noch sehr gross.

Am Abend wurden wir dann noch mit einem schönen Sonnenuntergang verwöhnt.

Aveiro

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Auf „unserem“ Parkplatz haben wir ganz alleine übernachtet. Am Abend war die nahe Strasse noch gut zu hören - rasende Autos und Motorräder, in der Nacht war es aber ruhig. Am Morgen sind wir nach Aveiro aufgebrochen. Unterwegs fuhren wir durch Mimosenhaine, leuchtend gelb und darüber der blaue Himmel, einfach wunderschön.

Aveiro liegt an einer Lagune und ist von mehreren Kanälen durchzogen. Es gibt einen kleinen alten Stadtkern und ringsherum moderne Quartier. Auf den Kanälen fahren die farbenfroh bemalten Moliceiro-Boote, mit denen wurde früher Seetang geerntet und heute Touristen befördert. Am einen Kanal entlang war heute ein Flohmarkt, entsprechend waren auch viele Leute unterwegs, aber sicher auch wegen dem schönen Wetter. Mitten in der Stadt haben wir uns verköstigt. Wir mussten zwar ewig lange warten, der Octobus war aber ausgezeichnet und an der Sonne liess es sich gerade noch aushalten. Noch vor wenigen Tagen konnten wir uns nicht vorstellen, dass es so rasch so schön und warm wird. Übernachten werden wir auf einem Stellplatz mitten in der Stadt, mit ziemlich vielen Autoparkplätzen umgeben, mal schauen ob es hier auch so viele Spinner wie in Viseu gibt.

Viseu

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Vom Übernachtungsplatz sind wir ins nahe Lamego gefahren.

Da gibt es eine ganz ähnliche Kirchenanlage wie die berühmte Bom Jesus do Monte in Braga die wir schon erstiegen haben. Hier bei der Kirche Santuário de Nossa Senhora dos Remédios sind es mit 686 Stufen noch ein paar mehr als bei Braga. Insgesamt ist die Anlage aber etwas weniger gepflegt, das kann aber auch den Wetterverhältnissen der letzten Zeit geschuldet sein. Heute war es übrigens vom Morgen her sehr schön, am Nachmittag stieg die Temperatur auf 17°.

Unsere Weiterfahrt nach Viseu führte uns über typische portugiesische Rumpelsträsschen durch eine schöne Landschaft, leider ist ein grosser Landstrich einem Brand zum Opfer gefallen.

In Viseu waren die 8 Wohnmobilstellplätze besetzt, aber in der Nähe gibt es einen grossen Parkplatz der praktisch leer war. Wir haben die Altstadt besucht, vor allem die Kathedrale ist eindrücklich, ansonsten gibt es ein paar schöne Gässchen.

Peso da Regua

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Unsere Weiterfahrt haben wir entlang dem Dourotal bis nach Peso da Regua gewählt. Zuerst ging es durch das Strassengewirr rundum Porto. Erschwert wurde die Fahrt durch die typischen portugiesischen Strassen - immer mal wieder ein Schlagloch in der Strasse das zum Achsbruch führen könnte, wenn man da voll rein fährt.

Je weiter wir dem Douro entlang fuhren wurde die Gegend schöner. Aus den Hängen fliesst immer noch viel Wasser in den Douro der immer noch Hochwasser führt. Etwas vor Peso da Regua begannen die Rebhänge, hier werden vor allem Trauben produziert aus denen es in Porto dann Portwein gibt.

In Peso da Regua haben wir Platz auf dem Stellplatz gefunden und haben uns etwas die Ortschaft angeschaut.

Die Lage im Dourotal ist sehr schön aber die Ortschaft ist nichts Besonderes. Bei mittlerweile sehr angenehmen Temperaturen haben wir uns ein Glas Weisswein aus der Region genehmigt und die Sonne genossen.

Porto

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Bei wesentlich besserem Wetter als angesagt, trocken und etwas Sonne zwischendurch, sind wir nach Porto gefahren. Eigentlich sind wir nur bis nach Gaia gefahren, auf der einen Seite des Duoro liegt Gaia und auf der anderen Seite ist Porto. Wir haben hier wie in Braga auch wieder Uber gebucht, die Fahrten sind in Portugal sehr günstig. Über die Pont Dom Luis I die 1986 eingeweiht wurde, sind wir ins Zentrum von Porto gelaufen. Von der Brücke hat man eine super Aussicht. In der Stadt war war ziemlich viel Betrieb, die Spanier haben diese Woche auch Ferien - 1 Woche Karnevalsferien. Auf dem Rückweg sind wir mit der Seilbahn gefahren, die eine teure Verbindung vom Ufer des Douro auf das obere Niveau der Brücke anbietet, aber man kann sich viele Treppenstufen sparen.

Am späteren Nachmittag haben wir noch einen kurzen Ausflug an die Küste gemacht, das Meer hat immer noch grosse Wellen.

Der Mittwoch war dann wieder verregnet. Wir waren vor allem mit einem Sightseeing-Bus unterwegs, zum Glück war das obere Deck zur Hälfte geschlossen, sonst wären wir pflotschnass geworden. Zwischendurch regnete es stark, die Aussicht war dadurch ziemlich eingeschränkt. Am Nachmittag gab es zwischendurch doch noch etwas Sonne, wir besuchten noch den zentralen Markt und spazierten nochmals über die spektakuläre Pont Dom Luis I.

Am Donnerstagmorgen sahen wir blauen Himmel und ein paar Restwolken. Die Schlechtwetterphase sollte jetzt vorbei sein und es wird auch wärmer. Wir sind heute mit dem Velo  dem Strand entlang in Richtung Porto gefahren bis zur Mündung des Douro.

Die 4 Übernachtungen haben wir auf dem Campingplatz Ista’s Garden verbracht. Die Besitzer haben beim Hausbau, keinen Garten angelegt sondern einen kleinen Campingplatz vor dem Haus. Der tolle Campingplatz hat nur 12 Plätze und ist nicht gerade günstig, aber bietet viele Annehmlichkeiten, inkl. einer Verkostung von Portwein.

Trüber Tag

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In der Nacht hat es etwas geregnet und der Morgen zeigte sich nass und neblig. Wir sind heute weitergefahren in Richtung Porto. Zuerst haben wir einen Abstecher an die Küste gemacht. Bei dem grauen Wetter und ziemlich starkem Wind war es aber nicht sehr attraktiv.

Auf der südliche Seite von Porto bzw. Vila Nova de Gaia haben wir auf einem kleinen Campingplatz reserviert. Durch Porto hindurch fuhren wir auf einer Stadtautobahn, nebst viel Verkehr war vor allem der schlechte Strassenzustand anstrengend, die Strassen sind übersät mit grossen Löchern, die man lieber umfährt. Heil auf dem Campingplatz angekommen, wurde uns alles erklärt und zum Willkommen gab es ein Glas Weisswein. Wir bleiben hier für vier Nächte um Porto zu erkunden.

Braga

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Es hat die ganze Nacht auf Freitag geregnet. Am Tag hatten wir dann richtiges Aprilwetter, immer mal wieder ein kurzer Regenschauer aber auch sonnige Abschnitte. Wir haben uns aufgemacht die Stadt zu Besichtigen. Die Altstadt ist praktisch autofrei und es gibt diverse schöne Parkanlagen.

Besucht haben wir auch den Markt, der am Rande der Altstadt liegt. Anstatt einem alten Marktgebäude haben wir eine moderne schöne Halle vorgefunden, sehr beeindruckend.

Ebenfalls sehr beeindruckend ist die Kathedrale, in einem eigenwilligen Stil.

Nebst den obligaten Pastel de Nata, heute hatten wir besonders feine Exemplare, haben wir zum Mittagessen Francesinha probiert. Dabei handelt es sich um ein „Sandwich“ aus viel Käse, Brot, Steak, Wurst, Speck und darauf ein Spiegelei, das ganze wird dann mit einer Sauce aus hauptsächlich Bier, Tomate, Zwiebeln und Knoblauch übergossen. Abgesehen, dass eine Portion fast für eine Familie gereicht hätte, ist das Ganze nicht so unser Geschmack, aber probieren muss man sowas ja, was als Portugals National-Sandwich bezeichnet wird.

Am Samstag haben wir die Wallfahrtskirche Bom Jesus do Monte, etwas ausserhalb von Braga auf einem Hügel gelegen, besucht. Die Kirche gilt als einer der wichtigsten Wallfahrtsorte von Portugal und ist ein UNESCO Weltkulturerbe. Wir haben die Anlage via die 581 Treppenstufen erstiegen und alle Kapellen angeschaut, sowie natürlich die Hauptkirche. Von oben hat man auch einen schönen Blick über Braga. Oberhalb der Kirche hat es einen kleinen Park, mit Grotten und einem Seelein.

Für den Rückweg haben wir die spezielle Standseilbahn genommen. Es handelt sich dabei um die älteste noch in Betrieb stehende Wasserballastbahn der Welt, entwickelt vom Schweizer Ingenieur Niklaus Riggenbach und seit 1882 in Betrieb. Ganz ohne elektrisch funktioniert die Bahn, indem oben ein Tank mit Wasser gefüllt, dass unten wieder abgelassen wird. Vom Führer der Bahn bekamen wir,  als er hörte das wir aus der Schweiz sind, eine ausführliche und interessante Erklärung wie das ausgeklügelte System funktioniert.

Am Sonntag zeigte sich das Wetter wieder von der garstigen Seite. Trüb und etwas Nieselregen motivierten uns nicht gross zum etwas zu Unternehmen, wir blieben den ganzen Tag an der Wärme.

Auf nach Portugal

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Vom Morgen her war es heute trocken, zwischendurch zeigte sich auch mal kurz die Sonne. Wir sind weiter gefahren in Richtung Portugal. In den Bergen blühen die Mimosen und der Ginster.

 

Unser Ziel für heute heisst Braga. Für die nächsten 3 Tage wollen wir in Braga bleiben und die Stadt erkunden. Die Anfahrt zum Campingplatz erwies sich dann als etwas aufregend, weil das Navigationsgerät uns mitten durch das Zentrum von Braga führen wollte. Nach einigen Wirrungen sind wir dann auf dem Campingplatz angekommen.

Ourense

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Wir sind nach Ourense gefahren, weil es hier mehrere Freiluft-Thermalbäder gibt. Bei dem doch eher mässigen Wetter, haben wir gedacht, wäre es noch schön etwas im Thermalwasser einzuweichen. Im Winter sind aber einige Thermalbäder geschlossen und die anderen die nahe am Fluss Miño liegen sind wegen den Überschwemmungen geschlossen.

So sind wir halt etwas in der Stadt herum gelaufen, es gibt eine kleine Altstadt und einen imposanten Friedhof mit ganz komischen trostlosen Kindergräbern.

Am Donnerstag gab es vom Morgen her Dauerregen, der erst kurz vor Abend aufhörte. Das Wetter sollte jetzt dann bald einmal besser werden, zumindest der langfristige Wetterbericht zeigt kein Regen mehr an. Wir sind aufgrund des Regens heute auf dem schönen Stellplatz geblieben, abgesehen von einem kleinen Spaziergang.

Regen, Nebel und Nieselregen

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Unser zweiter Tag in Cambados fiel dann buchstäblich ins Wasser. Es regnete den ganzen Tag, am Morgen fester und am Nachmittag unangenehmer Nieselregen. Wir sind mehr oder weniger im Wohnmobil geblieben. Zum Glück gibt‘s Olympia und es war ja ein sehr erfolgreicher Schweizer Tag (2  Gold, 1 Silber, 1 Bronze). Es regnete teilweise auch in der Nacht und am Morgen schüttete es wieder richtig. Wir sind weiter gefahren nach Ourense, begleitet von Nieselregen und Nebel. Erst kurz vor Ourense klarte es auf, so dass wir einen Bummel durch die Stadt machten. Fotos davon gibt es Morgen.

Cambados

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Am Samstag sind wir noch auf dem Campingplatz in Santiago de Compostela geblieben. Wir haben die Olympiabafahrt geschaut und am Nachmittag waren wir etwas im nahen Einkaufszentrum shoppen. Das Wetter lud nicht zu anderen Aktivitäten ein, vom Mittag her war intensiver Dauerregen, der erst in der Nacht aufhörte. Am Sonntagmorgen sind wir weitergefahren nach Cambados. Unterwegs sahen nebst Nebel auch wieder einige der typischen Speicherhäuschen. Im Geggensatz zu den quadratischen in Asturien sind die galizieschen Speicher rechteckig und haben meistens ein Kreuz oben drauf. Das Wetter war heute recht gut, teilweise etwas Sonne und vor allem kein Regen.

In Cambados bleiben wir 2 Nächte. Heute sind wir in der Ortschaft Spazieren gegangen, es gibt ein paar hübsche Gassen. Etwas ausserhalb hat es eine alte zerfallene Kirche mitten in einem Friedhof. Die Gräber sind zum Teil auch in der Kirche und dicht darum herum.

Danach haben wir in einer richtigen spanischen Gaststätte galiziesche Spezialitäten gegessen und getrunken. In der Region Cambados werden die Albariño-Trauben angebaut, die einen sehr guten Weisswein ergeben.

Santiago de Compostela

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Am Donnerstagnachmittag versprach der Wetterbericht etwas weniger Regen. Wir haben uns in unsere Regenbekleidung eingepackt und sind zur Stadtbesichtigung aufgebrochen. Nebst der berühmten Kathedrale als Ziel des Jakobsweges gibt es noch ganz viele Kirchen und Klostergebäude in der Stadt. In den Gassen war es aufgrund des Wetters etwas trist, aber man kann sich gut vorstellen, dass es im Sommer bei schönem Wetter sehr schön aussieht. Das jetzige Wetter hat dafür den Vorteil, dass kaum Touristen, bzw. Pilger unterwegs sind und die Kathedrale fast leer war.

Das schlechte Wetter setzte sich am Freitag fort, wobei es zwischendurch auch Aufhellungen und etwas blauen Himmel gab. Wir sind mit dem Bus, zum auf einem Hügel etwas ausserhalb der Stadt liegenden Kulturzentrum gefahren. Da haben die futuristischen Gebäude bestaunt und die Aussicht auf die Stadt genossen. Allerdings wehte ein kühler Wind und wir sind bald wieder mit dem Bus zurück gefahren.

Regen, Regen, Regen ….

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Die Geschichte des heutigen Tages ist schnell erzählt. In der Nacht hat es immer wieder geregnet - am Tag hat es immer wieder geregnet, zum Teil wie aus Kübeln. Wir sind von Lugo nach Santiago de Compostela gefahren. Unterwegs sahen wir immer wieder Felder unter Wasser, wobei es in dieser Region nicht so schlimm ist wie im Süden von Spanien mit schweren Überschwemmungen. In Santiago de Compostela sind wir Einkaufen gegangen und dann auf einen Campingplatz gefahren auf dem wir bis Sonntag bleiben. Für Morgen ist mal etwas weniger Regen angesagt und wir gehen in die Stadt.

Lugo

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Am Morgen haben wir uns wieder aus dem Strassengewirr von A Coruña hinausgekämpft und sind nach Lugo gefahren. Beim Vorbeifahren sahen wir noch kurz den Herkulesturm, einen sehr alten Leuchtturm.

Lugo ist bekannt für die römische Stadtmauer aus dem 3. - 4. Jahrhundert, die gut erhalten ist. Auf der gut 2 Km langen Mauer kann man die ganze Altstadt umrunden.

Daneben gibt es eine Kathedrale die der lieben Frau mit den grossen Augen gewidmet ist. Es handelt sich um eine gotische Skulptur aus bemaltem Stein aus dem 15. Jahrhundert und zeigt die Maria mit dem Jesuskind. Ihr Name leitet sich von ihren markant großen, ausdrucksstarken Augen ab, die oft als Ausdruck von Mitleid und Aufmerksamkeit gedeutet werden.

Ansonsten gibt es nicht viel zu Sehen, die Stadt scheint uns etwas düster und viele Häuser ungepflegt. Vielleicht liegt es aber auch am nicht so guten Wetter, zudem sind wir von vielen schönen Städten in Spanien verwöhnt. Das Wetter war heute erstaunlich gut, gemäss Vorhersage hätte es mehr Regen geben sollen. Hoffentlich ist die Vorhersage für die nächsten Tage auch pessimistisch, da soll es nämlich sehr viel Regen geben.

Übernachten werden wir auf einem Parkplatz mit schöner Aussicht, etwas unterhalb der Altstadt von Lugo.

A Coruña

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A Coruña wird auch die Stadt aus Glas genannt. Dies wegen dem Baustil mit den sogenannten Galerías. Die Galerías sind verglaste Balkonfronten an den Häusern, ursprünglich als eine Art Wintergarten gebaut. Sie dienen als Schutz vor Regen und Sturm und bilden eine thermische Kammer die trotzdem viel Tageslicht zulässt.

Wir sind bei leider wechselhaftem Wetter durch die Altstadt spaziert, haben den weitläufigen Strand besucht, der aber wegen dem stürmischen Wetter gesperrt ist. Trotz des schlechten Wetters waren recht viele Leute unterwegs, die Innenstadt bietet sehr viele Geschäfte und Restaurants zum Shoppen und Essen an. Eigentlich könnte man mit dem Velo in der Umgebung noch einiges anschauen, wie den Herkulesturm, einen der ältesten Leuchtürme oder Felsritzungen. Aber mit dem schlechten Wetter und keine Besserung in Sicht lassen wir das bleiben und fahren morgen weiter.

An der Westküste angelangt

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Den schönen Übernachtungsplatz haben wir verlassen und sind von der Nordküste Spaniens an die Westküste gewechselt. Unterwegs sahen wir noch einige sehr schöne Strände, aber beim wolkenverhangenen Himmel hatten wir keine Lust zum irgendwo anhalten und sind so bis nach A Coruña durchgefahren.

Nach dem wir uns etwas verfahren hatten, in einem düsteren Tunnel gab es eine Abzweigung ohne sinnvolle Wegweiser und wir prompt den falschen Weg nahmen, sind wir doch noch beim Hafen angekommen. Als letztes Hindernis war dann noch die Hafeneinfahrt, mit verschlossenem Gittertor zu bewältigen, nach längerem Suchen fanden wir die Telefonnumemr die angerufen werden muss und oh Wunder das Tor öffnete sich. Nach all diesen Aufregungen haben wir einen ersten Eindruck von der Stadt gewonnen und sind auf Morgen gespannt, da werden wir den Tag in der Stadt verbringen.

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
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