Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Ein fast perfekter Tag

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Heute war ein fast perfekter Tag, ausser dass wir keinen Elch gesehen haben, passte alles. Doch der Reihe nach, wir haben eine ruhige Nacht verbracht ohne Regen, der aufs Dach prasselt. Der Morgen begann mit einem fantastischen Sonnenaufgang, noch selten haben wir einen so schönen Sonnenaufgang gesehen.

Nach Genuss des Sonnenaufgangs und Frühstück verliessen wir diesen schönen Platz und fuhren weiter. Den ganzen Tag über hatten wir unerwarteterweise viel Sonne, was wir natürlich genossen haben.

Unser erstes Tagesziel war der Tännforsen, das soll der grösste Wasserfall Schwedens sein. Egal ob dem so ist, auf alle Fälle ein eindrücklicher Wasserfall.

Auf der Weiterreise fuhren wir durch Are, bestens bekannt aus dem Skizirkus, jetzt sieht das ganze halt wie ein Wintersportort im Sommer aus.

Als zweiten Wasserfall besuchten wir den Ristafallet, zwar etwas kleiner aber nicht minder eindrücklich.

Als Übernachtungsplatz haben wir einen schönen Platz direkt am See bei dem kleinen Ort Trangsviken gefunden. So wie der Tag begann endete er auch, mit einem schönen Sonnenuntergang.

Regenwetter

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Das Regenwetter von gestern hat sich heute fortgesetzt. Leider sieht die Prognose für die nächsten Tage generell nicht so gut aus, viel Wolken und Regen über ganz Skandinavien.

Wir sind heute weite nordwärts gefahren. Trotzdem Regen und Nebel haben wir die Fahrt genossen, einerseits wegen der schönen Landschaften und zum anderen hat es kaum Verkehr auf dem Inlandsvägen.

Einen Halt habe wir in Mora gemacht und waren etwas Shoppen.

Kurz nach Sveg sind wir auf einen Stellplatz gefahren, der ist zwar geschlossen (Toilette) aber wir brauchen eh nichts. So stehen wir völlig einsam an einem See, ringsherum ist nichts ausser Wald und Wasser.

In Schweden

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Die Überfahrt nach Göteborg verlief sehr ruhig, ausser dass wir nicht sehr gut geschlafen haben, weil uns die Betten zu hart waren.

Während wir gemütlich frühstückten, dämmerte es draussen langsam, viel zu sehen gab es trotzdem nicht, der Himmel ist wolkenverhangen. Pünktlich um 09:15 Uhr legte die Fähre an und schon 5' später rollten wir praktisch als erste vom Schiff. Wir haben uns dann auf die Reise in allgemeiner Richtung Norden gemacht, alles auf der E45, auch bekannt als Inlandsvegen. Bei Mellerud sind wir abgezweigt um die Schleusen und Brückenkonstruktionen des Dalslandkanal, einem Teil des Götakanal anzuschauen. Im Sommer mag hier ein rechter Rummel sein, jetzt ist alles geschlossen und wir konnten in Ruhe ganz allein die Anlagen bestaunen, die 1865 gebaut wurde, einige Schleusen und eine Kanalbrücke.

Wir fuhren anschliessend weiter über eine richtige Berg- und Talbahnstrasse, recht schmal aber kein Verkehr, bevor es zurück auf die E45 ging, auf der wir bis Torsby fuhren.

In Torsby übernachten wir auf einem Gratis-Parkplatz gleich beim Bahnhof, die Ortschaft hatten wir rasch angeschaut, allzu viel gibt es nicht zu sehen.

Den ganzen Tag über hat es leider geregnet, nicht sehr stark, eher ein Nieselregen. Das schlechte Wetter zieht mit uns gegen Norden, morgen soll es ähnlich weitergehen. Sehr schade, weil die Wälder schon bei diesem Wetter schön aussehen, bei Sonnenschein wohl ein wahrer Augenschmaus.

Lüneburger Heide

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Wir verbrachten eine total ruhige Nacht von Samstag auf Sonntag, auch die Eicheln hatten ein Einsehen und blieben an den Bäumen hängen.

Recht ausgeruht unternahmen wir am Morgen eine Wanderung durch die Heide. Auch jetzt wo nur noch ganz vereinzelt ein Erika blüht, ist es eine tolle Landschaft. Wir kommen definitiv nochmals in der Jahreszeit der blühenden Erika her, dass muss fantastisch aussehen.

Heute aber fuhren wir weiter nach Kiel, mit einem kleinen Umweg, erstens war auf der Stadtautobahn Stau gemeldet und etwas Zeit hatten wir auch noch. So machten wir in der kleinen Stadt Preetz einen kurzen Halt, bummelten durch die Altstadt und erfuhren, dass Preetz eine Schusterstadt mit langer Tradition ist.

Anschliessend fuhren wir die paar Kilometer bis nach Kiel und konnten nach kurzer Zeit anstehen auf die Fähre fahren.

Zum Nachtessen schlemmten wir vom Buffet, die Fähre ist maximum halb gefüllt, so gab es kein Gedränge und das Essen war ein richtiger Genuss.

Nordwärts

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In der letzten Nacht haben wir nicht sonderlich gut geschlafen, das la wohl am guten und zu vielem Essen, aber auch am Regen der praktisch die ganze Nacht aufs Womo-Dach prasselte und etwas Verkehrslärm gabs auch.

Immerhin hat der Regen am Morgen aufgehört und es blieb den ganzen Tag trocken. Je weiter wir gegen Norden fuhren wurde das Wetter schöner und angenehm warm. Weniger schön waren die Baustellen, es scheint als würden sämtliche Autobahnbrücken saniert, zum Glück war der Verkehr erträglich, ausser nach Hannover da war ein Stau wegen Unfall. Aber unser gescheites Navi hat eine gute Umfahrung gefunden, so kamen wir gegen Abend auf dem anvisierten Stellplatz mitten in der Lüneburger Heide an.

Es sieht hier sehr idyllisch aus, ausser dass wir unter Eichenbäumen stehen, wir hoffen das die Eicheln oben bleiben.

Auf zur Aurora Borealis

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Die nächsten 3 Wochen haben wir Ferien. Diese wollen wir nutzen, um möglichst viele und schöne Polarlichter zu sehen.

Diese Woche war unser Womo in der MFK und wurde ohne Beanstandungen geprüft. Die Winterpneu sind montiert, Winterkleider, Schneeketten, Fotoapparat eingepackt, kurz wir sollten gerüstet sein. Eine grosse Planung haben wir nicht, ausser der Fähre von Kiel nach Göteborg die auf Sonntagabend gebucht ist. Ansonsten besteht „der Plan“ darin durch Schweden im Inland nach Norden zu gondeln, irgendwann vermutlich nach Norwegen abzuzweigen und durch Norwegen wieder in Richtung Süden zu fahren.  Alles andere wird spontan entschieden, wir sind gespannt!

Heute Nachmittag sind wir bei trübem Wetter losgefahren, ausser dem obligaten Stau vor dem Gubrist mit moderatem Verkehr bis nach Herrenberg gefahren. Da wollten wir auf dem Stellplatz übernachten, allerdings war der schon voll, ein freundlicher Polizist hat uns dann darauf hingewiesen, dass man auf dem Parkplatz etwas unterhalb des Stellplatzes auch übernachten kann, es hat einfach keine Infrastruktur, aber die brauchen wir auch nicht.

Kurz vor dem Eindunkeln sind wir durch Herrenberg gebummelt, die sehr schöne Altstadt wäre durchaus auch mal einen etwas längeren Besuch wert.

Beim Bummeln fiel uns das Schild und die verschiedenen Essenvorschläge der Osteria "da Gino" auf - das hat sich dann definitiv gelohnt, wir haben vorzüglich gegessen.

Weinwanderung Bad Krozingen

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Für das Wochenende hatten wir uns für eine kulinarische Weinwanderung in Bad Krozingen angemeldet und Freunde von uns gefragt, ob sie auch Interesse hätten. Nach dem der Wetterbericht anfangs Woche noch Regen vorher sagte wurde die Vorschau zum Glück von Tag zu Tag besser. Am Freitagnachmittag war es dann bei der Anfahrt schon fast heiss.

Den Samstagmorgen verbrachten wir mit einem Bummel durch Bad Krozingen, bevor es nachmittags auf die geführte Wanderung ging. Wir verbrachten einige interessante Stunden, bei denen uns 4 verschiedenen Stationen von 4 verschiedenen Winzern die Weine vorgestellt wurden und auch sonst allerhand Wissenswertes erfuhren. Nebst Wein gab es auch genügend zu Essen und das alles bei schönstem warmem Wetter.

Am Sonntagmorgen wachten wir bei deutlich kühlerem Wetter und Nebel auf, gerade das richtige Wetter, um sich im warmen Wasser der Therme einzuweichen. Gegen Mittag vertrieb die Sonne den Nebel, gerade rechtzeitig für einen Bummel durch Staufen.

Gestärkt von vielen schönen Eindrücken sind wir gegen Abend nach Hause gefahren.

Nasskaltes Wochenende

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Es ist nach dem trockenen Sommer schon gut, wenn es mal etwas Niederschlag gibt, nur hätte es nicht gerade dieses Wochenende sein müssen. Wir hatten unser alljährliches Cousin Treffen-Wochenende im Allgäu auf dem Programm. Aufgrund der Wetterprognose von Niederschlägen über das ganze Wochenende und Temperaturen von 5-6° nahmen wir das Kajak gar nicht erst mit, dabei hatten wir extra auf dem Campingplatz am Grüntensee gebucht, um etwas paddeln zu können.

Schon auf der Anfahrt am Freitag gab es zwischendurch Regen, den ganzen Freitagabend und die Nacht auf Samstag war dann Dauerregen und auch am Samstag war es nebst kalt auch ziemlich regnerisch. Bei einer Wanderung um den See hatten wir dann fast das volle Wetterprogramm, kurz Sonne, Regengüsse, Sturmböen und auch etwas Graupel.  

Am Sonntagmorgen war es fast trocken, dafür kalt und windig, entsprechend hat es in den Bergen auch ziemlich weit hinab geschneit, wie wir auf der Heimfahrt sahen. Die Sonne kam dann auch immer mehr hervor und die Aussicht war richtig schön. Daheim stellten wir dann beim Regenmesser fest, dass es hier kaum geregnet hatte.

Wir haben uns aber die gute Laune vom schlechten Wetter nicht vermiesen lassen und haben ein gemütliches Wochenende verbracht. Nächstes Jahr probieren wir es nochmals mit dem Grüntensee, weil landschaftlich hat es uns sehr gut gefallen.

Elsass zum x-ten

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Das verlängerte Wochenende vom Knabenschiessen haben wir genutzt, um wieder einmal ins Elsass zu fahren. Am Freitag fuhren wir nach Eguisheim, zu unserem Lieblingswinzer, der auf seinem Hof Stellplätze anbietet. Als wir ankamen hat die Frau des Hauses schon von weitem gewunken, es sei alles besetzt. Erst als wir beim Hoftor anhielten und sie uns erkannte, gab es doch noch ein Plätzchen für uns. Es war aber tatsächlich recht voll und wie wir erfuhren, waren die Plätze überall gut besetzt und die Campingplätze ausgebucht - also nochmals Glück gehabt. Für das Nachtessen fanden wir ohne Reservation nach einigem Suchen doch noch ein Restaurant.

In der Nacht auf Samstag hat es immer mal wieder geregnet und am Morgen war es bedeckt, wir beschlossen eine weitere Nacht in Eguisheim zu bleiben und einen ruhigen Tag zu verbringen. Ausser einem Bummel durch Eguisheim und einem Spaziergang durch die Rebberge haben wir nicht viel gemacht. Am Sonntagmorgen sind wir weiter gefahren an einen schönen Platz am Rhein, um gemütlich den Tag zu verbringen und etwas Schiffe gucken.

Auf dem Wasser war zwar nicht viel Betrieb, wir haben den Tag trotzdem genossen. Gegen Abend sind wir nach Bad Bellingen gefahren, da haben wir übernachtet. Gegen Montagmittag ging es dann nach einem schönen Wochenende nach Hause.

Wochenende in Filisur

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Eigentlich war geplant das Wochenende mit Sohn, Freundin und Hund auf dem Campingplatz zu verbringen. Da wir uns aber zum Datum des Wochenendes missverstanden haben, sind wir allein nach Filisur um das verlängerte Wochenende vom 1. August zu verbringen. Am Freitag bei der Anfahrt und auch am Abend hat es etwas geregnet und war nach der Hitze der letzten Zeit recht kühl.

Am Samstag machten wir einen kleinen Ausflug zum Unesco Weltkulturerbe Landwasserviadukt. Mit dem Zug schon einige Male darübergefahren aber noch nie von unten angeschaut. So haben wir mit diversen anderen Touristen den Viadukt bestaunt und auf die RhB gewartet. Leider war es bewölkt als der Zug vorbeifuhr, aber für das private Fotoalbum muss es ja kein Hochglanzfoto mit blauem Himmel sein. Nach einem Bummel durch Filisur sind wir zurück auf den Campingplatz. Am Abend haben wir uns im Restaurant auf dem Campingplatz mit thailändischen Köstlichkeiten verwöhnen lassen.

Der Sonntagmorgen war immer noch recht kühl, als wir uns auf eine Wanderung das Tal hinab bis Tiefencastel begaben. Durch sehr schöne Wälder und Wiesengebiete führte der Weg, zum Glück ein grosser Teil im Schatten, den es wurde, zunehmend wärmer. Wir waren ziemlich froh als wir in Tiefencastel ankamen, noch spüren wir die Nachwirkung der Covid19 Infektion leider ziemlich fest.

Zurück ging es dann mit dem Zug über den von unten bestaunten Landwasserviadukt. Am Nachmittag war es dann ziemlich heiss und wir waren um den Schatten beim Womo froh, so assen wir das geplante Raclette auch erst als die Sonne hinter den Bäumen verschwand und es merklich kühler wurde.

Am Montag fuhren wir vor Mittag los in Richtung nach Hause, in der Hoffnung auf nicht allzu viel Rückreiseverkehr. So war es dann auch und wir kamen ohne Stau wohlbehalten zurück.

Heimwärts Teil 2

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Für den Rest der Heimfahrt sind wir gegen halb neun losgefahren, auf der Autobahn war erfreulich wenig Verkehr, bis zu einer Unfallstelle. Ein Auto lag mitten auf der Autobahn auf dem Dach, das muss kurz vorher passiert sein, der Rückstau war noch nicht sehr lang. Danach lief der Verkehr flüssig, auch um Mailand herum, erst vor der Grenze gab es einen kleinen Rückstau. In den Verkehrsinfos wuchs jedoch der Stau vor dem Gotthardtunnel immer mehr an, darum beschlossen wir vor Ambri ab der Autobahn zu fahren und die Passstrasse zu fahren. Kurz nach dem Hospiz machten wir dann an einem schönen Platz Mittagsrast, bevor wir den Rest bis nach Hause in Angriff nahmen.

Zu Hause empfingen uns dann Temperaturen, wie wir die ganzen Ferien übergehabt hatten, gerne hätten wir es zum Ausräumen und Putzen etwas kühler gehabt.

Heimwärts Teil 1

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Etwas Froschquaken störte in der Nacht nicht gross, ansonsten war es angenehm kühl, man konnte wieder einmal etwas Decke gebrauchen.

Wir machten uns dann recht beizeiten auf den ersten Teil unserer 2-tägigen Heimreise. Zuerst quer durch den Abruzzen Nationalpark durch eine sehr schöne Landschaft.

Alle paar Kilometer verwies ein Sortiment von verschiedenen Schildern darauf hin, dass man wegen der Bären langsam fahren soll. Wir hielten natürlich Ausschau nach Bären, allerdings erfolglos. Kam uns so wie in Norwegen vor, ständig Schilder wegen Elchen, aber gesehen hatten wir auch keinen.

Nach den Abruzzen ging es weiter über ein paar schöne Strassen, bis wir auf die Autobahn A1 gelangten.

In der Region von Perugia kamen wir dann in ein Gewitter, es fielen grosse Tropfen, das Hauptproblem war aber der Wind, der sehr stark von der Seite blies und dadurch einige Blätter und Äste auf der Autobahn lagen.

Nach dem Gewitter war es, bis Bologna war recht angenehm zu fahren, ab da bis vor Reggio nelle´ Emilia war dann nur noch Stopp und Go Verkehr.

Wir waren froh als wir an unserem Zielort ankamen, einem Bauernbetrieb aus dem Agricamper-Verzeichnis. Wir wurden freundlich empfangen und kamen einen schönen Platz zugewiesen. Auf dem Hof wir diverses produziert, unter anderem Parmegiano und Lambrusco (welches wir jetzt Beides nach Hause nehmen). Falls der Güggel und die Klapperstörche ruhig sind, verspricht es eine ruhige, aber heisse Nach zu werden. Am Abend so um 20:00 Uhr war es immer noch 34°.

Pompeji

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Die Nacht war erstaunlich ruhig, obwohl der Campingplatz Zeus direkt bei den Ausgrabungen liegt und ringsherum Strassen und eine Eisenbahn sind. Einzig die Vögel scheinen von der Zivilisation etwas irritiert, auf alle Fälle fing das Vogelkonzert bereits um 04:30 Uhr ziemlich intensiv an. Pünktlich um 09:00 Uhr standen wir beim Eingang von Pompeji, es gab schon eine rechte Warteschlange für Tickets. Gestern hatte ich noch extra Online die Tickets erworben, in der Meinung, damit die Warterei vor dem Ticketschalter zu umgehen. Leider falsch gedacht, es gibt damit nur so etwas wie einen Gutschein, der in Tickets umgewandelt wird, man muss genau gleich anstehen und das Einlösen des Gutscheins scheint mir eher komplizierter als direkt ein Ticket zu lösen. Der Sinn des Onlineticket lösen wird hier etwas eigenartig interpretiert.

Ebenfalls erwies sich das extra beschaffte App als Flop, zwar mit einem Audioguide auf Deutsch, aber ohne vernünftige Ortsangaben, fanden wir uns mit dem App nicht zurecht. Wir sind also so durch Pompeji geschlendert und konnten anhand der Pläne doch vermutlich das meiste was zugänglich war anschauen. Die ganze Ausgrabung ist riesig und sehr eindrücklich. Nach 4 Stunden Pompeji hatten wir aber müde Füsse und Schwitzen, es war mittlerweile deutlich über 30°. Zudem waren an den einen Orten ganze Heerscharen von Touristen, so dass wir genug Steine angeschaut hatten und zurück zum Womo gingen.

 

Da die Lage so mitten in der Stadt nicht sonderlich attraktiv ist, beschlossen wir noch etwas weiterzufahren, als Ziel haben wir einen Parkplatz im Nationalpark der Abruzzen bestimmt. Die Fahrt um Napoli herum verlief erstaunlich angenehm, trotzdem waren wir froh, als die Landschaft allmählich grüner wurde. Der Parkplatz beim Lago die Barrea erwies sich als glückliche Wahl, mitten in einer wunderschönen Landschaft gelegen, auch die gleichnamige Stadt sieht sehr schön aus.

Beim Parkplatz gibt es auch ein kleines Restaurant, bei dem wir einen Apero genossen und das Gewitter abwarteten, das eine deutliche Abkühlung brachte. Am Abend haben wir uns im Restaurant verpflegen lassen mit richtig gutem Essen. Jetzt hoffen wir auf eine ruhige Nacht, bis jetzt war es ausser Vogelgezwitscher und etwas Frosch Gequake sehr ruhig.

Paestum

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Langsam geht es an die Heimfahrt. Auf dem Heimweg wollen wir uns aber noch Pompeji ansehen. Wir haben am Morgen zusammengeräumt und sind der Küste nach nordwärts gefahren in Richtung Salerno. In einem Dorf am steilen Hang wurde es dann eng, wohl weil auch gerade Markt war und wir waren froh als wir durch das Dorf durch waren. Nach gut 9 Km Fahrt war die Strasse ohne Vorwarnung gesperrt für die Weiterfahrt. Das hiess wenden und alles zurück - auch nochmals durch das Dorf.

Wohlbehalten mit einigem Umweg kamen wir dann bei unserem Zwischenziel an, wir wollten noch die Ausgrabung von Paestum anschauen. Nebst vielen Überresten von Häusern und sonstige Steine gibt es 3 Tempel, die erstaunlich gut erhalten sind, die Bauten sind ca. im 5 Jahrhundert vor Christus durch die Griechen entstanden.

Da wir noch viel Zeit hatten, verbrachten wir noch einige Stunden am Strand und leisteten uns den Luxus von zwei Liegestühlen und einem Sonnenschirm, das Ganze hat fast so viel wie ein Stellplatz gekostet. Das war es uns aber wert, es war immerhin das letzte Mal in diesen Ferien, dass wir das Meer sahen.

Mit viel Verkehr, mit den üblichen Verkehrssitten (das die Geschwindikeitsbeschrönkungen bestenfalls Hinweise sind, an das haben wir uns gewöhnt und angepasst, die Überhohlvorgänge sind immer noch gewöhnungsbedürftig) fuhren wir nach Pompeji auf den Campingplatz Zeus, gleich beim Eingang zu den Ausgrabungen.

Ruhetag

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Unseren letzten Tag am Meer verbrachten wir recht gemütlich. Ausser das wir am Morgen einen Ausflug mit dem Boot zum Capo di Palinuro machten. Es gibt einen Ausflug ab dem Campingplatz um mit dem Boot rund um das Capo di Palinuro die diversen Sehenswürdigkeiten anzuschauen. Diverse Grotten, Höhlen und sonstige Felslöcher. Herausragend dabei die Grotta Azzura, in die man mit dem Boot hineinfahren kann, drinnen leuchtet das Wasser wie der Name sagt ganz blau. In einer schönen Bucht konnten wir zudem das recht angenehme Wasser geniessen. Ansonsten haben wir geruht und nicht sehr viel unternommen

Nochmals ans Meer

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Trotz der vollen Bäuche haben wir recht gut geschlafen, die Nachtruhe wurde nur vom Güggel unterbrochen, der sich das erste Mal um 02:30 Uhr bemerkbar machte. Nach einem erfrischenden Morgenbad im Pool haben wir uns auf den Weg gemacht, nicht ohne das wir herzlich verabschiedet wurden. Wir haben beschlossen nochmals etwas Zeit am Meer zu verbringen und fuhren dazu in die Region Cliento, genauer nach Palinuro. Einen grossen Teil der Fahrt fuhren wir auf der Autobahn A2, auch für Schweizer Verhältnisse eine sehr gut ausgebaute Autobahn und erst noch gratis.

Unterwegs besuchten wir die Kartause von Padula, eine sehr grosse Klosteranlage. In den verschiedenen Innenräumen und Höfen könnte man sich ohne Wegweiser durchaus verlaufen.

Etwas ausserhalb von Palinuro haben wir einen Campingplatz gefunden, an einem ziemlich steilen Hang zum Meer hinab, von einer Terrasse geniessen wir jetzt die Aussicht. Der Strand besteht aus Kies, aber zum Baden ist es OK, Hauptsache man kommt ins Wasser, um sich abzukühlen. Die Temperaturen betragen immer noch gegen 30°

Ein Tag mit Überraschungen

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Obwohl es am Abend laut war, wurde es in der Nacht ganz ruhig und wir haben recht gut geschlafen, einzig die Wärme machte uns etwas zu schaffen. Am Morgen gab es frisches Brot vom Bäcker, der auf den Platz fährt. Überhaupt können wir den Stellplatz „di Caccio“ empfehlen, die Besitzer sind sehr freundlich und der Platz und die Anlagen sind sehr sauber. Tropea hat uns gut gefallen, da werden wir sicher mal wieder hinfahren. Jetzt aber fuhren wir weiter, wir hatten uns einiges an Strecke für den Tag vorgenommen. Zuerst ging es ein Stück der Küste entlang und bei Pizzo besuchte wir die kleine Felskirche Piedigrotta. Die Kirche entstand den Überlieferungen nach, von Matrosen, die damit dankten, dass sie nach einem Schiffbruch überlebten.

Danach fuhren wir ein Stück auf der gut ausgebauten Autobahn, die gratis ist, bevor wir in Richtung Sila Nationalpark abzweigten. Der Sila Nationalpark liegt mitten in Kalabrien, auf ca. 1000 - 1500 Meter Höhe über Meer und besteht vor allem aus Wald und ein paar Stauseen. Im Winter hat es Schnee, davon zeugen die Stangen am Strassenrand, Schneepflüge und die Skilifte. Auch kann man Langlauf betreiben und selbst eine Sprungschanze gibt es. Ziemlich unerwartet für uns am Stiefel von Italien! Aber noch mehr überrascht hat uns die Schönheit der Landschaft, als wir an den Lago Arve kamen, konnten wir uns an den Farben kaum satt sehen.

Einen Zwischenstopp machten wir bei den Giganti della Sila, dabei handelt es sich um ca. 50 über 300-jährige Lärchenkiefern, die um die 40 Meter hoch sind und Stammdurchmesser von über 2 Meter haben, wahre Giganten eben. Dazu hörten wir die ganze Zeit Vögel, deren Ruf wir nicht kannten, auf Nachfrage bei einem Einheimischen klärte es sich, es ist der Ruf des Wiedehopfs. Den haben wir zwar schon einmal gesehen aber noch nie gehört.

 Auf der Weiterfahrt haben wir bei einem der verschiedenen Strassenhändler, die ihre Produkte direkt ab Auto verkaufen angehalten, um etwas Käse zu kaufen. Schlussendlich sind wir mit gut 1,5 Kilo feinstem alten Peccorino, einem Schafskäse und etwas Ricotta weitergefahren und das alles für 15 Euro!

Nach einer weiteren Stunde Fahrt durch eine schöne Landschaft kamen wir bei unserem heutigen Ziel an, einem Agricamper Betrieb, wieder fast auf Meereshöhe. Gemäss Beschrieb ein Agritourismobetrieb, mit verschiedenen landwirtschaftlichen Produkten, Früchten, Olivenöl etc. Wir landeten in einem Paradies! Nebst der wunderschönen Anlage, die wir gratis benutzen durften, liegt der Betrieb in einem kleinen schönen Tal und die Besitzer sind sehr freundlich. Das Paradies heisst Trappeto Vecchio. Nebst der Möglichkeit mit dem Womo zu übernachten, gibt es 6 Zimmer zu mieten. Nach einem erfrischenden Bad haben wir leider zugesagt, das Nachtessen zu geniessen. Leider, weil das Resultat des ausgezeichneten Essens ein voller Bauch ist, der hauseigene Wein ist auch nicht zu verachten. Zum Glück ist der Weg zum Womo nicht weit.

zurück auf dem Festland

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Die Nacht war drückend warm und eine hohe Luftfeuchtigkeit machte die Sache auch nicht besser. Zudem hatten sich diverse Schnaken ins Womo geschlichen, die uns auch noch belästigten. Etwas müde sind wir am Morgen aufgebrochen in Richtung Fähre bei Messina. Die Autobahn ist in einem ziemlich schlechten Zustand, entsprechend rumpelt es manchmal recht. Auf die Fähre mussten wir nicht lange warten und auch die Überfahrt dauert nur etwa 20 Minuten.

In Kalabrien angekommen, wurden wir mit einer schönen Autobahn ohne Schlaglöcher und erst noch gratis verwöhnt. Eigentlich sollten wir bei Palmi noch etwas den Strand und das Meer geniessen, es hatte allerdings ziemlich hohe Wellen, an Baden war nicht zu denken. Wir sind deshalb bis nach Tropea weitergefahren, da gibt es geschützte Buchten, so kamen wir trotzdem noch zur Erfrischung. Die Weiterfahrt hat sich auch sonst gelohnt, am Abend konnten wir noch einen Bummel durch durch das Städtchen machen, ein rechter Rummel, wie es wohl in der Hochsaison aussehnen mag? Wir fanden auch ein Ristorante, dass uns zusagte, nur schon vom Ambiente und das Essen war aussergewöhnlich gut. Falls mal jemand in Tropea vorbeikommt, dem sei das „La Lamia“ wärmstens empfohlen.

Capo Milazzo

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In der Nacht wurden wir zwischendurch von prasselndem Regen geweckt. Auch tagsüber gab es kurze Wolkenbrüche, dazwischen aber auch längere schöne Abschnitte. Für uns der erste Tag mit angenehmen Temperaturen so um 25°, wobei es nach der Hitze schon fast kühl ist…..Wir haben den Tag auf dem Campingplatz verbracht, unterbrochen von einem Ausflug ganz an die Spitze des Capo Milazzo. Nebst einer super Aussicht gibt es da das Piscina di Venus (Venus Bad), ein kleines natürliches Bad, vom Meer durch Felsen getrennt, über die die Wellen schwappen. Im Sommer soll es da ziemlich voll sein, heute waren wir ganz allein da und genossen ein Bad im ruhigen Pool und draussen hatte es wirklich grosse Wellen. Ein sehr spezieller Ort und toll, wenn man den so allein geniessen kann. Ein würdiger Abschluss unseres Sizilien Aufenthaltes, morgen geht es mit der Fähre auf das Festland. Ein vorläufiges Fazit zu Sizilien: für uns überraschend grün, viele kulturelle Orte (die wir nicht gesehen haben, weil zu heiss), sehr freundliche hilfsbereite Menschen, etwas „verrückter“ Verkehr und noch vieles was wir nicht gesehen haben, also viele Gründe für ein Wiederkommen.

Alcantara-Schlucht

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Nach einer einigermassen ruhigen Nacht haben wir uns auf dem Stellplatz verabschiedet, der Service geht so weit, dass jemand die enge steile Ausfahrt freihält, dass sicher kein Gegenverkehr herrscht. Wir wechseln heute nochmals die Küstenseite und haben als Ziel Milazzo vorgenommen. Kurz hinter Taormina beginnt die Alcantara Schlucht, beim spektakulärsten Teil gibt es so etwas wie einen Adventure-Park. Die Dinosaurier und ähnliches fanden wir nicht so spannend, aber die Schlucht ist recht eindrücklich und man kann ein Stück weit zu Fuss hineinwaten.

Die Weiterfahrt führte uns über einen Pass auf die Nordseite, bei Novara di Sicilia wollten wir eigentlich das Kloster anschauen. Mangels Parkplätze blieb es beim wollen, wir waren schon sonst froh heil durch die engen Gassen zu kommen.

Nach dem wir uns mit Lebensmittel eingedeckt hatten sind wir auf die Halbinsel bei Milazzo gefahren, fast am Ende ist der Campingplatz Riva Smeralda. Wir hatten Glück und bekamen einen «Logenplatz», mit schöner Aussicht auf das Meer. Leider gibt es keinen Sandstrand, sondern nur einen Kiesstrand und im Wasser grosse Steine, trotzdem hat der Schwumm gutgetan. Gegen Abend gab es einen Regenschauer, für Morgen ist regnerisches Wetter angesagt, aber trotzdem warm bei 23°-24°

Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.

Zu finden sind auf der Webseite vor allem Berichte von diversen Velo-Touren (Mountainbike und eBike) sowie Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.

 

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Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

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