Der Stellplatz liegt direkt am Meer, ruhig gelegen unterhalb der Strasse. Es handelt sich um einen Kiesplatz, irgendwie sieht die Infrastruktur nicht ganz fertig aus, aber die Lage ist wirklich super. Im Sommer wenn alle der rund 50 Plätze belegt sind, ist es sehr eng, aber jetzt im Winter kann man sich den Platz aussuchen.
Kleine Fluchten - WoMo-Blog
Wir konnten es nicht lassen und sind auch dieses Jahr wieder zu den Adventsmärkten ins Elsass aufgebrochen. Am Freitag Nachmittag sind wir ins unser Lieblingsdorf Eguisheim gefahren. Das lohnt sich für uns immer.
Erstens können wir da bei “unserem” Weinbauer übernachten und gleich unsere Vorräte an gutem Elsässer Weisswein auffüllen.
Zweitens ist in Eguishem die Winstub Heuhaus, eine empfehlenswerte Adresse für ein gutes Nachtessen.
Drittens gefällt uns Eguisheim sowieso, nicht nur wenn Adventsmarkt ist und die Häuser hübsche geschmückt sind.
Eine weitere Station ist dann Kayserberg, da haben wir vom Samstag auf Sonntag übernachtet. In Kaysersberg ist im Advent immer sehr viel los. Man kann durch das ganze Städtchen bummeln und viele schöne Sachen an den Ständen entdecken. Zudem gibt es einige Geschäfte, in denen wir uns auch sonst gerne umschauen, weil es meistens Dinge (Kleider , Hüte etc.) hat, denen wir nicht wiederstehen können.
Am Sonntag Morgen recht früh sind wir nach Colmar gefahren. Da gibt es einen grossen Weihnachtsmarkt mit entsprechend vielen Leuten. Am Morgen geht das aber noch und man kann die vielen einheimischen Handwerkssachen noch betrachten ohne dass man vor den Ständen anstehen muss. Am Nachmittag sind dann die Menschenmengen dermassen gross, dass es für uns definitiv zu viele Leute hat und wir recht früh den Heimweg antraten. Für uns war es ein durchaus gelungenes vorweihnachtliches Wochenende im Elsass. Einmal mehr sind wir von der Region begeistert.
Eigentlich wollten wir ursprünglich ein verlängertes Wochenende irgendwo im Schwarzwald oder Allgäu verbringen und noch etwas den Spätherbst geniessen. Nachdem der Wetterbericht der aber Regen und Schnee bis in die Niederungen für die Alpennordseite voraussagte sind wir kurzfristig an den Lago Maggiore gefahren, da versprach der Wetterbericht wesentlich besseres Wetter. Von Freitag Abend bis Sonntag haben wir uns auf dem Stellplatz von Cannobio einquartiert. Bei schönem Wetter bummelten wir durch Cannobio.
Am Samstag Nachmittag machten wir eine kleine Wanderung in die Hänge über dem See, bei schönem blauen Himmel, während dessen es bei uns zu Hause tatsächlich die ganze Zeit regnete.
Auch am Sonntag hielt das schöne Wetter an. So konnten wir. bei für die Jahreszeit wirklich angenehmen Temperaturen durch den sonntäglichen Markt schlendern. Der Markt in Cannobio ist recht gross, wobei man nach einiger Zeit alles gesehen hat was angeboten wird, gerade bei den Kleidern, sieht man an ca. jedem dritten Stand das Gleiche. Über Mittag war es dann an der Sonne richtig warm und auch am Nachmittag konnten wir die Sonne geniessen. Wir spazierten noch zur Kirche Sant' Anna, die hoch über einer Schlucht thront. Von oben herab, konnten wir 3 Taucher beobachten, die das klare Flusswasser nutzten.
Gegen Abend fuhren wir dann nach Locarnos, wir wollten auf dem dortigen Stellplatz noch einmal übernachten und am Montag den Kamelienpark besuchen. Das ganze Gelände war aber durch den Zirkus Knie komplett besetzt. So sind wir auf der anderen Seeseite wieder in Richtung Italien gefahren und haben uns auf dem Stellplatz von Maccagno einquartiert.
Kaum waren wir angekommen, fing es recht stark an zu Regnen und auch etwas Wind kam auf. Also ideales Wetter um den Abend gemütlich im Womo zu verbringen. Einzig das Fernseherlebnis wurde etwas gestört. Wir wollten wieder einmal Fernsehen im Wohnmobil, die Übertragung des WM-Barrage Spiels wurde dann aber vom Regen irgendwann so stark gestört, das kein Empfang mehr möglich war.
Gegen 23:00 Uhr wurden wir dann vom mittlerweilen sturmartigen Wind geweckt. In den Bäumen rauschte es und bei den stärksten Windböen wurde das Womo durchgeschüttelt und die Dachluken klapperten. An einen richtig guten Schlaf war natürlich nicht mehr zu denken. Der Sturm hielt die ganze Nacht über an und auch am Morgen blies der Wind immer noch heftig. Bei einem kurzen Spaziergang an das Ufer des Lago Maggiore bestaunten wir grosse Wellen, die wir sonst nur am Meer gesehen haben. Der Wind blies immer noch so stark, dass man kaum atmen konnte.
So sind wir früher als geplant wieder in Richtung Gotthard gefahren. Mit wenig Verkehr ging es durch den Tunnel, wo uns auf der Alpennordseite dann der Winter begrüsste.
Beim Stellplatz von Maccagno handelt es sich um einen reservierten Parkplatz gleich hinter dem Fussballstadion. Nur ein paar Schritte vom Lago Maggiore entfernt kann man in ruhiger Lage übernachten. Es gibt Mülltonen und Frischwasser, Entsorgen kann man nicht. Dafür ist der sehr schön gelegene Platz aber auch gratis.
Da der Wetterbericht für heute schlechtes Wetter ansagte (und auch recht hatte), beschlossen wir an den Suisse Caravan Saloon nach Bern zu gehen. Einfach um uns etwas umzuschauen, was es so Neues gibt oder ob wir sonst auf eine gute Idee stossen.
Es ist ja immer interessant sich mal umzuschauen und rein theoretisch zu überlegen ob das eine Alternative wäre. Bisher hatten wir noch kein einziges Gefährt gesehen, mit dem wir unser Womo tauschen wollten. So war es auch heute, ein paar interessante Konzepte haben wir gesehen, aber nichts was uns auf Gedanken bringen würde, dass wir das falsche Wohnmobil haben. So sind wir wieder heimgereist und freuen uns weiterhin an dem für uns optimalen Womo.
In den 4 Wochen Ferien hat sich innen und aussen allerhand Schmutz angesammelt. Dieses Wochenende haben wir unser Wohnmobil wieder zum Glänzen gebracht.
Innen alles entstaubt und gewaschen, ein paar Schrauben angezogen, Gummibänder gekürzt die sich gedehnt haben, WC-Kassetten gereinigt und Diverses anderes.
Eine Überraschung gab es noch beim Frischwasser ablassen, zuerst kam mal eine rechte Portion feinster Sand. Im Süden kann es das geben, obwohl das abgefüllte Wasser im sehr klar aussah. Gleich ein Grund für eine umfassende Tankreinigung, jetzt sieht der Tank wieder so aus, wie er sollte.
So haben wir den Samstag und den halben Sonntag verbracht, dafür ist das Womo jetzt wieder startklar für die nächsten Ausflüge.
Am Morgen sind wir gegen 9:00 Uhr dem Lago Maggiore entlang in Richtung Gotthard gefahren, bei schönstem Herbstwetter.
In Cannobio gab es dann ein letztes Hinderniss (Engnis) zu übrwinden, aber kein Vergleich mit den schmalen Strassen auf Sardinien – oder aber so etwas bringt uns nicht mehr aus der Ruhe wird sind ja geübt.
Am anstrengendsten war das Stück zwischen Cannobio und Ascona zu Fahren, da kam uns eine regelrechte Blechschlange entgegen, keine Ahnung ob die alle nach Cannobio auf den Markt wollten?
Der Gotthardtunnel war dann bezüglich Stau überhaupt kein Hinderniss, wir hatten freie Fahrt.
Am Zugersee empfing uns dann die Herbstrealität, nebst dem goldenen Herbst gibt es auch Nebel!
So kamen wir recht früh am Nachmittag zu Hause an und begannen mit dem grossen Ausräumen.
Der Monat verging (wie eigentlich die Ferien immer) unglaublich rasch vorbei. Sardinien hat uns sehr gut gefallen, kaum zu Verstehen das wir nicht früher schon mal auf der Insel waren. Wir werden sicher wieder einmal nach Sardinien reisen, die 3 Wochen haben bei Weitem nicht gereicht um die Insel wirklich zu Erkunden, viele schöne Orte konnten wir noch nicht ansehen. Trotzdem haben wir viele schöne Erinnerungen mitgenommen und den Sommer erfolgreich um 1 Monat verlängert.
Gestern waren wir auf Sardinien quasi noch im Sommer heute fuhren wir durch den Herbst in Ligurien und im Piemont.
Die Überfahrt von Olbia nach Genua verlief sehr ruhig, das Meer war komplett glatt, man hat nicht das geringste Schaukeln gespürt. Nach Genua sind wir in Richtung Alba gefahren, unterwegs in Millesimo, einem hübschen Dörfchen, sind wir per Zufall auf einen Markt gestossen und darum etwas herumgeschlendert.
In der Region von Dogliani zeigte sich der Herbst in seinen schönsten Farben. Die Trauben für den Barolo sind geerntet.
Weiter nördlich ist gerade die Reisernte im Gange Das haben wir noch nie gesehen, der Reis wird auch mit Mähdreschern geerntet, dazu werden die Felder trocken gelegt und schimmern in der Herbstsonne gelb.
Eigentlich wollten wir am Orta-See übernachten, die Idee hatten aber schon andere Leute, der Stellplatz war total überfüllt und auch sonst waren sehr viel Leute unterwegs. So sind wir kurz entschlossen weiter gefahren an den Lag Maggiore auf den Stellplatz in Verbania. Der liegt zwar nicht direkt am See, dafür hoffentlich halbwegs ruhig in der Nacht. Einen kleinen Bummel an den See haben wir auch noch gemacht und einen feinen Apéro in der Abendsonne genossen.
Der Parkplatz hat sich schon am Morgen geleert, vermutlich sind wir nicht die Einzigen deren Ferien auf Sardinien zu Ende gehen. Für ein letztes Bad hat die Zeit noch gereicht. Wir wurden mit einem menschenleeren Sandstrand und einem total ruhigen Meer ohne Wellen belohnt, als ob die Insel dafür sorgen wollte, dass wir wieder einmal zurückkämen. Bei dein vielen schönen Erinnerung ist das sehr wahrscheinlich!
Wir sind dann die letzten Kilometer gemütlich in Richtung Olbia gefahren. Unterwegs haben wir noch einige Stopps gemacht und sind etwas herumgebummelt.
In Olbia haben wir es dann nach einigem hin und her fahren auch geschafft am richtigen Ort für die Fähre anzustehen.
Den ganzen Tag verbrachten wir am Strand von Berchida. Im Internet wird er als einer der schönsten Strände von Italien beschrieben. Dem können wir beipflichten, ein absoluter Traumstrand! Fast weisser, ganz feiner Sand, kilometerlanger Strand und glasklares Wasser. So haben wir gerne unseren letzten ganzen Tag auf Sardinien genossen, morgen Abend fährt die Fähre ab Olbia nach Genua.
Auf dem grossen Parkplatz kann man jetzt in der Nachsaison gut übernachten, im Sommer wird hier aber wohl ein grosser Rummel sein.
Nachdem wir am Morgen recht lange “den schönen Morgen” genossen haben, sind wir dann doch weitergezogen, mit einem letzten Blick auf Cala Gonone (auch so ein Ort an den wir gerne mal wieder zurückkehren).
Nach kurzer Fahrt waren wir in Dorgali und haben einen Bummel durch die Ortschaft gemacht.
Auf der Weiterfahrt führte die Strasse mitten durch einen riesigen Marmor-Steinbruch, die gesamte Umgebung ist von weissem Staub eingefärbt. Aber es ist sehr eindrucksvoll zu sehen, was für grosse Blöcke da aus dem Berg gesägt werden.
Übernachten werden wir am Strand von Berchida, dahin führt eine lange rumpelige Sandpiste, aber immerhin nicht steil bergauf oder bergab.
In Cala Gonone kann man Motorboote mieten, für die es keinen Führerschein oder so was braucht. Das haben wir heute gemacht und waren so von 10:00 - 16:00 Uhr auf dem Meer unterwegs. Mit diesen Booten kann man an der Steilküste entlang fahren, an der es diverse Höhlen und Löcher gibt und vor allem ein paar wundervolle kleine Buchten die man nur mit dem Boot erreicht.
Die Buchten haben Kiesstrände, in den einen wirklich grober Kies, wohl auch darum ist das Wasser noch klarer als sonst und schimmert in allen möglichen Blautönen. Interessanterweise gibt es aber unter Wasser nicht allzu viel zu sehen, ein paar kleinere Fische aber sonst nichts.
Wir fahren weiter in Richtung Olbia zurück. Heute fuhren wir über den Pass Genna Silana, die Passhöhe ist doch immerhin beachtliche 1000 Meter über Meer. Immer wieder hat man schöne Fernsicht in die Täler, die Landschaft ist sehr abwechslungsreich.
Zur Ortschaft Cala Gonone führt dann eine Stichstrasse an die Küste hinunter, nachdem man zuerst einen Tunnel durchfährt.
Am Nachmittag sind wir auf dem Stellplatz in Cala Gonone angekommen, auf dem wir 2 Tage bleiben werden.
Es hat dann noch für eine kleine Velotor zur Cala Fuili gereicht, um im kristallklaren Wasser noch etwas zu Schwimmen.
Unser Übernachtungsplatz lag ca. 850 Meter über Meer, in der Nacht war es nur noch 10°. Am Abend haben wir so ungewohnte Dinge wie Socken, lange Hosen und Jacken benötigt.
Das war uns definitiv zu kühl, zudem sollte der Wind der gestern an der Küste noch mit bis zu 70 kmh blies, heute vorbei sein. Darum sind wir heute wieder an die Küste gefahren an die Baia Cea etwas südlich von Tortoli und genossen den Nachmittag bei angenehmen 25 Grad.
Übernachten werden wir auf dem Stellplatz Baia Cera
Wir haben trotz dem vollen Bauch gut geschlafen und wurden am Morgen herzlich verabschiedet. Wenn wir wieder einmal auf Sardinien sind werden wir sicher beim Agritourismo Marongiu vorbeischauen.
Da der Wind an der Küste immer noch stark blies, sind wir ins Berg-Hinterland gefahren. Auf kurvigen Strässchen sind wir durch diverse schmucke Dörfchen gekommen.
Ulassai
Osini
Seui
Desulo
Gairo Vecchio, das 1951 nach starken Regenfällen verlassen wurde um weiter oben neu aufgebaut zu werden. Unten am Berghang sieht man noch die Ruinen des ehemaligen Dorfes.
Eigentlich sind die Strassen gut ausgebaut, nur wurden die Dörfer gebaut bevor es wohl Autos gab, geschweige den Lieferwagen, Busse und Wohnmobile. So war jede Dorfdurchfahrt immer ein Abenteuer, um so mehr als es die Bewohner immer hinkriegen an den engsten Stellen auch noch zu parkieren. Meistens ging es einigermassen gut, abgesehen von Spiegel einklappen und mit Millimeter-Abständen an Mauern und Autos vorbeifahren. Mitten in Seui war dann fertig lustig, wir hatten uns schon etwa zur Hälfte durch das Dorf gekämpft, als uns ein Womo entgegenkam. Nur schon ein Auto hätte nicht kreuzen können, geschweige den etwas Grösseres. Natürlich waren hinter uns und dem entgegenkommenden Womo schon ganz viele Autos. So standen wir uns gegenüber und schauten uns ratlos an, aber die Autofahrer hinter dem anderen Womo haben die Situation rasch erkannt und haben Platz gemacht, damit das andere Womo zurücksetzen konnte und in einer Nische Platz fand. Ein Einheimischer meinte gelassen, das sei hier ständig so, also deswegen habe niemand Stress (ausser dem Womofahrer im anderen Womo - wir fanden es lustig).
So ging das durch den ganzen Tag von einem Dorf zum Anderen, dazwischen Berglandschaften.
Schlussendlich gelangten wir nach Orgosolo, das war früher ein bekanntes Banditendorf, inzwischen wäre das aber höchstens noch beim Touristen abzocken der Fall, wir haben es aber nicht überprüft. Bekannt ist Orgosolo heute aber vor allem durch die vielen Wandmalereien (Murales) zu vergangen Themen aber auch ganz aktuellen Ereignissen.
Als Übernachtungsplatz haben wir einen Stellplatz in der Nähe von Orgosolo gefunden, bei einem Restaurant, mitten im Eichenwald.
Über Nacht kam Wind auf und das Meer präsentierte sich am Morgen recht wild.
Am heutigen Tag verliessen wir die Westküste und fuhren durchs Land an die Ostküste, an der wir die letzte Ferienwoche wieder in Richtung Olbia fahren wollen.
Die Rückfahrt in Richtung Iglesias an der Küste entlang war von der Seite her und mit den Wellen noch spektakulärer als gestern.
Danach ging es auf einer Art Autobahn quer durch das Land in Richtung Cagliari. Durch weite Ebenen, ausser dem heftigen Wind war nicht viel los.
Im Grossraum Cagliari war es dann etwas anders, die "Autobahn" wurde fast etwas zu interessant, nicht nur wegen dem Verkehr. Velofahrer auf der Autobahn waren noch das Wenigste, zwischendurch Kreuzungen mit Lichtsignal waren schon interessanter, spannend aber wird es wenn die Autobahn quasi an einem Kreisel angeschlossen ist oder alle 50 Meter eine Ein- oder Ausfahrt ist.
Auf alle Fälle waren wir froh den Trubel heil hinter uns zu lassen. Wir fuhren über den Pass Arcu 'e Tidu, immerhin 450 Meter über Meer. Auf der Passhöhe machten wir Mittagspause und einen Spaziergang durch das Naturschutzgebiet.
Vom Pass runter in Richtung Ostküste führte die Strasse dann durch eine nicht endend wollende Schlucht.
Als wir am Meer angelangt waren, fuhren wir zum geplanten Übernachtungsplatz und nahmen erst mal ein Bad, es war sehr heiss, knapp unter 30°. Am späteren Nachmittag nahm der Wind aber dermassen zu, das Womo wurde recht geschüttelt, dass wir beschlossen einen ruhigeren Übernachtungsplatz zu suchen.
Im Ort Muravera sollte es einen Stellplatz geben - der war aber geschlossen, also suchten wir weiter. Auf der Karte fanden wir in der Nähe ein Agritourismo (Agritourismo Marongiu) mit Restaurant und beschlossen da zu Fragen ob wir unser WoMo da hinstellen dürfen. So sind wir jetzt also an einem recht windgeschütztem Plätzchen untergekommen.
Es bot sich da auch die Gelegenheit zum Essen, also haben wir uns ein typisches sardisches Nachtessen “angetan”. Alles war sehr gut, nur viel zu viel.
Unser Womo musste heute Schwerstarbeit verrichten, hat aber die verschiedenen Herausforderungen mit Bravour erledigt. Wellblechpisten, Bachfurten und sonstige Hindernisse!
Ungern zogen wir von dem tollen Platz weiter, aber wir wollen doch noch viel mehr von dem schönen Sardinien sehen.
Zuerst mussten wir aber von unserem Übernachtungsplatz wegkommen, mit etwas durchdrehenden Rädern schafften wir es die Sandpiste hoch auf festen Grund (Teer).
Für die Weiterfahrt gab es zwei Möglichkeiten, entweder die Strasse x Kilometer zurück die wir hergekommen waren oder über eine Schotterpiste den direkten Weg. Anscheinend sei das möglich um mit dem Womo zu Fahren. Allerdings mit zwei Bachfurten, wir haben uns entschieden das zu Probieren. Nach einem Stück Teerstrasse begann die Schotterstrasse durch eine schöne Dünenlandschaft.
Die erste Bachdurchfahrt war völlig unspektakulär.
Bevor wir zur zweiten kamen ging es steil bergab, ich hatte Zweifel das wir da allenfalls wieder hoch kämen.
Vor der Furt stand ein PW und die Leute schauten zweifelnd zu Furt, was wir nachvollziehen konnten!
Zuerst begutachteten wir die Furt, allzu tief schien es nicht zu sein aber ich es hatte recht grosse Steine. Es kam dann ein weiterer PW der es versuchte und recht gut durchkam, allerdings auf einem Weg der mit dem Womo nicht geht.
Gerade als wir es probieren wollten kam von der anderen Seite ein Womo, dem wir gerne den Vortritt liessen
- mit dem Versprechen zu Helfen wenn es stecken bleibt.
Das Womo kam gut durch, so sind wir dann auch gefahren. Es war tatsächlich nicht so schlimm wie es aussah.
Danach kam eine längere Waschbrettpiste, irgendwie gibt es keine Geschwindigkeit bei der es nicht schüttelt.
Immer wieder fährt man in der Region an alten Bergwerksiedlungen und sonstigen Ruinen vorbei.
Bei einem alten Bergwerk muss man dann quasi durch das Haus hindurch fahren.
Zurück auf der Teerstrasse machten wir uns auf den Weg zu Höhle Su Mannau. Zuerst mussten wir aber noch die Ortschaft Fluminimaggiore passieren, weil die Hauptstrasse saniert wird, ging es durch irgendwelche engen Nebengassen, vor lauter Schauen dass wir an den anderen Fahrzeugen vorbei kamen, machten wir kaum Fotos.
Auf der Nebenstrasse zur Höhle war dann das nächste Hindernis, eine grosse Ziegenherde.
Die Höhle Su Mannau kann nur mit einer Führung besichtigt werden, die Führerin konnte nur italienisch und französisch da "durfte" Coni für die meist deutschsprachigen Mitglieder der Gruppe Dolmetscher spielen, was sie anhand des Schlussapplauses wohl gut gemacht hat. Die Höhle ist knapp 9 Km lang, davon kann man mit einer normalen Führung ca. 500 M besichtigen, nur schon dieser Teil ist absolut spektakulär, wir waren noch nie in einer Höhle mit dermassen hohen Hallen. Eine über 30 Meter hohe Halle in die man hinabsteigen kann ist das Highlight.
Weiter ging es nochmals zurück an die Westküste via Iglesias nach Nebida und da an den Strand von Masua. Die Strasse windet sich der Steilküste entlang, mit schöner Sicht auf das Meer.
Beim Strand von Masua übernachten wir auf einem offiziellen Stellplatz für Camper.
Recht früh am Morgen haben wir die Klappvelos ausgepackt und sind auf eine gut zweistündige Rundfahrt durch die Giara di Gesturi aufgebrochen. Es gibt einige Wege und Pfade, so dass wir mehr oder weniger alles fahren konnten.
Wir waren ganz alleine unterwegs in der schönen Landschaft und haben wohl etwa die Hälfte aller auf dem Hochplateau lebenden Pferde (ca. 500) gesehen.
Andere Bewohner des Hochplateaus
Zurück beim Womo erfuhren wir von den Wildhüter, dass die Pferde zwar Wasser bekommen wenn es trocken ist und manchmal etwas Stroh, ansonsten es aber keine Eingriffe in die Natur gibt, was auch die Überreste einer Kuh erklärt.
Nach letzten Blicken ins Tal haben wir den super Übernachtungsplatz dann verlassen.
Wir sind wieder in Richtung Küste, der Costa Verde gefahren. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich. Das erste mal auf Sardinien sahen wir einen Eisenbahn.
Altes Bergwerk, wie es an der Costa Verde einige geben soll.
Am Strand Gutturu Flumini haben wir dann gleich den nächsten tollen Platz gefunden. Direkt am Meer gibt es ein paar Möglichkeiten um das Womo hinzustellen. In der Bucht scheint uns das Wasser noch klarer als es sonst schon überall ist.
Am Abend gab es dann wieder einmal einen schönen Sonnenuntergang zu bestaunen.
Wir haben den Campingplatz “Is Arenas” verlassen. es hat uns wirklich gut gefallen, ausser den lästigen Fliegen und Schnaken. Zuerst sind wir in ein Einkaufscenter gefahren um unsere Vorräte aufzufüllen. Am Rande von Oristano wurden wir fündig, danach kämpften wir uns wieder aus den enge Gassen “ins Freie” und fuhren nach Fordongianus (was für ein Name…), da gibt es eine alte römische Therme anzusehen. Das wirklich interessante neben den alten Gemäuern sind die zwei frei zugänglichen kleinen Becken, in die das heisse Wasser quillt, ca. 50° heiss. Der Abfluss fliesst in einen kleinen Fluss, da stimmt dann auch die Mischung zwischen heiss und kalt im Wasser.
Weiter fuhren wir in Richtung Giara di Gesturi. Wir fuhren durch erstaunlich grüne Gegenden, ganz ungewohnt, da doch sonst im Herbst doch eher die Brauntöne überwiegen.
Bei der Giara die Gesturi handelt es sich um ein Hoch-Plateau, ca. 550 m über Meer 12 Km lang und ca. 5 Km breit und oben wirklich eben. Das spezielle an der Hochebene ist, dass es da ca. 500 freilebende Wildpferde gibt, eine Rasse die es nur hier gibt. Vermutlich von den Phöniziern ein paar hundert Jahre vor Christus mitgebracht. Die Pferde sind ca. 40-50 cm kleiner als “normale” Pferde. Bei der Ortschaft Tuili sind wir also abgezweigt und auf das Hoch-Plateau gefahren, das ist nur an 3 oder 4 Orten möglich. Oben angekommen haben wir uns einen Parkplatz mit fantastischer Sicht ergattert, bei dem das Übernachten offiziell erlaubt ist (wir haben extra noch die Parkwächter gefragt, die Giara di Gesturi ist ein Naturpark).
Dann sind wir losmarschiert durch den Korkeichenwald, mitten im Gebüsch haben wir das erste Pferd entdeckt.
Auf einer grossen Fläche, die im Frühjahr ein Flachsee ist, sahen wir dann im Verlauf des späteren Nachmittags eine ganze Herde Pferde. Die sowieso schon fantastische Landschaft wurde durch die dunklen Wolken im Gegenlicht noch viel schöner, es war eine unglaublich tolle Stimmung die wir erleben durften.
Auf dem Weg zurück zum WoMo traffen wir dann noch auf diverse Pferde.
Unser Nachtessen haben ich auf dem Grill zubereitet, diverses Gemüse und knusprige Schweinsbrustschnitten, mit der exklusiven Grilllage muss das ja gut werden.
So genossen wir das feine Essen und den feinen Wein (Vermentino und Cannonau) mit super Aussicht.
Am Morgen haben wir einen langen Strandspaziergang gemacht und uns unterwegs immer mal wieder in die Fluten gestürtzt. Es hatte heute rechte Wellen, selbst zwei Wellenreiter versuchten ihr Glück. Unterwegs am Strand sahen wir allerhand Interessantes. Sogar rosaroten Sand, der ja bei La Maddalena in einer Bucht liegt, die man nicht betreten darf lag hier einfach so da.
Wir verbrachten einen geruhsamen Tag zwischen WoMo und Strand, morgen fahren wir dann weiter.
Eine Seite für unsere Freunde. Wenn sich sonst jemand hierher verirrt hat, darf er sich natürlich auch an den Inhalten erfreuen.
Zu finden sind auf der Webseite Reiseberichte unserer Wohnmobiltouren.
Blog
Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: Link auf Wikipedia
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.