Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Nützliches und Angenehmes verbinden

Nützliches und Angenehmes verbinden

Dieses Wochenende hatten wir bei Campingwelt Portmann abgemacht, um unsere Schliessanlage des Wohnmobils umprogrammieren zu lassen. Die Originalfernbedienung von Fiat überträgt anscheinend offen immer den gleichen Code, es soll einfache Empfänger geben, die diesen Code auffangen und wieder senden können.

Da wird es dann eher schwierig einen Diebstahl nachzuweisen, wenn es keine Einbruchspuren gibt. Das Problem ist bei Fiat schon lange bekannt, aber wird verschwiegen und nicht angepasst, auch die neusten Fernbedienungen sind nicht besser. Man kann sich aber via 3-Zubehör die Schlüssel und Zentraleinheit anpassen lassen, dann wird ein verschlüsselter, sich ändernder Code versendet.

So sind wir am Freitagabend bis nach Willisau gefahren, haben auf dem dortigen Stellplatz übernachtet. Ein feines Nachtessen im Restaurant Mohren genossen und dann bei hitzigen Temperaturen in (um 22:00 Uhr waren es noch 29° im Womo) versucht zu Schlafen. Immerhin waren es am Morgen nur noch gut 20° - schon fast kalt. Pünktlich auf Termin trafen wir dann in Hasle bei Hr. Portmann ein, der in ca. 1,5 Stunden die nötigen Umbauarbeiten vornahm. Wir sind in der Zwischenzeit eine kleine Runde entlang der Entle und der Emme gelaufen. Bei den schon wieder heissen Temperaturen, war es hauptsächlich im Wald noch angenehm kühl. Den jungen Einheimischen haben die Temperaturen gefallen, es sei immer noch ziemlich frisch wenn man in die Emme springt.

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Als wir zurück kamen war Hr. Portmann auch gerade fertig und somit der „nützliche“ Teil des Wochenendes erledigt. Damit gingen wir zum „angenehmen“ Teil über, der darin bestand etwas in die Höhe zu kommen um der Hitze zu entfliehen. Dazu fuhren wir in Richtung Glaubenbühlenpass, kurz vor der Passhöhe auf ca. 1570m haben wir uns auf dem Parkplatz Glaubenbielen einquartiert.

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Dies erst noch ganz legal, weil man im Kanton Obwalden ganz offiziell eine Wild-Übernachtung machen darf. So richtig kühl war es am Tag auch nicht, aber immerhin war es bei 27° doch etwas angenehmer als bei ca. 35° zu Hause, zudem zwischen durch auch noch ein Lüftchen etwas Kühlung brachte.

Das Lüftchen hat uns auch noch zu einem Bier und Apfelschorle gebracht. Die nette Dame vom Verkaufsstand von feinem Alpkäse (mit dem wir uns eingedeckt haben), war so froh, dass ich den Sonnenschirm reparieren konnte, er liess sich nicht mehr zusammenklappen, dass sie uns eben eine Erfrischung offerierte.

Den Nachmittag und Abend verbrachten wir am Schatten beim Wohnmobil, kurz unterbrochen von einem kleinen Spaziergang, als ein paar Wolken aufzogen.

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Irgendwo in der Ferne rumpelte es mal, aber etwas erhoffter Regen der Abkühlung gebracht hätte blieb aus. Immerhin wurde es gegen Abend angenehm kühler, bei 20° hatten wir schon kalt. Am Abend leerte sich der Parkplatz etwas von den PKW, dafür standen immer mehr Van und Wohnmobile da für eine Übernachtung, schlussendlich waren es deutlich über 10 Fahrzeuge. In der Nacht war es dann angenehm ruhig und halbwegs kühl. Tagwache war aber recht früh, Wanderer die den kühlen Morgen (17°) nutzen und Motorradfahrer, die wohl ebenfalls gerne etwas kühle Temperaturen und freie Strassen hatten.

Am Morgen haben wir eine Wanderung in die schöne Umgebung gemacht, steil hoch ging es, bei schon wieder recht hohen Temperaturen, deshalb fiel die Wanderung etwas kürzer aus als ursprünglich geplant.  Nach 2,5 Stunden waren wir wieder beim WoMo und genossen den Schatten bevor es wieder ins noch heissere Unterland nach Hause ging.

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Wieder im Einsatz...

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 Wieder im Einsatz gilt für unser Womo und für Coni.

Bei unserem Womo wurde die lädierte Seitenwand saniert, so schön das überhaupt nichts mehr vom Schaden zu sehen ist, obwohl die ganze Seitenwand neu gestrichen werden musste. Die Carosserie & Autospritzwerk Riedweg AG hat perfekte Arbeit gemacht.
Meine bessere Hälfte ist mit dem Womo auch wieder im Einsatz, quasi als Botschafterin für das Hobby oder eher Lebensgefühl Wohnmobil. Konkret heisst das, sie ist mit einer guten Freundin unterwegs die auch einmal das Womo-Feeling erleben möchte. Da der Mann unserer Freundin anscheinend mit dem Elsass nicht viel anfangen kann und wir begeistert von der Region sind, steht unser Womo wieder einmal im Elsass - leider ohne mich. Aber die zwei Frauen kommen eben auch alleine gut zu recht, auch immer wieder zum Erstaunen diverser männlicher Womo-Fahrer. Auf alle Fälle gab es schon einige Komplimente wie gut das Frau macht. Für mich immer wieder komisch ist das doch für uns wenn wir zu zweit unterwegs sind normal, dass wir Beide auch alles machen können.

Wochenende anders als gedacht und trotzdem schön

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Eigentlich war für das Wochenende angedacht, dass die Zentralverriegelung beim Womo angepasst wird. Genauer gesagt der Schlüssel von der Fernbedienung, der anscheinend unverschlüsselt immer den gleichen Code sendet. Also ein leichtes den Code abzufangen und nachdem die Besitzer des Womo weg sind, den Code nochmals zu senden - und schon ist das Womo (die Zentralpverriegelung) offen. So jedenfalls demonstriert das die Firma Thitronik, die aber auch Abhilfe schaffen kann. Von Fiat selber hört man nichts, die einzige Empfehlung die es gibt, lautet den Schlüssel mit der Fernbedienung nicht zu verwenden.... Geplant war also, dass eine Firma die über die entsprechende Ausrüstung verfügt, die nötigen Anpassungen vornimmt. Leider wurde daraus nichts, der Termin muss neu angesetzt werden, weil das Programiergerät defekt war. So kamen wir zu einem Wochenende, dass zwar anders geplant, aber schlussendlich trotzdem sehr schön war.

Wir nutzten die plötzlich freie Zeit um unser neues aufblasbares Kajak auf dem Sempachersee zu testen. Nach 2 Stunden paddeln, waren die Arme müde aber wir wissen nun, dass wir mit dem Kajak wohl den einen oder anderen Ausflug auf dem Wasser unternehmen können.

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Abgerundet wurde der schöne, warme Tag von einem spektakulären Sonnenuntergang.

Wieder zu Hause, haben wir das Womo in die Karosseriespenglerei gebracht, in der hoffentlich der Schaden in der Seitenwand so geflickt werden kann, dass unser Womo wieder wie neu aussieht.

Salz und Fische

Salz und Fische

Tag 13: Damgan - Piriac-sur-Mer - Le Croisic - Saint-André-des-Eaux

Km: 118

Der heutige Tag war ziemlich trüb und kühl, aber immerhin kaum Regen.

Wir haben heute vor allem die Salzfelder bei Guérande besichtigt. Zuerst sind wir aber nach Piriac-sur-Mer gefahren, einem hübschen Städtchen und sind etwas durch die Gässchen gebummelt.

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Danach fuhren wir durch die Salzgewinnungsanlagen, die noch aktiv genutzt werden und haben natürlich Salz erstanden, das hier produziert wird.

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Als am Nachmittag etwas Regen fiel, haben wir uns entschlossen, das l‘Océarium in Le Croisic zu besuchen. Ohne allzu grosse Erwartungen sind wir zu den Aquarien gefahren und wurden sehr positiv überrascht. Die Anlagen sind sehr gepflegt, es gibt eine grosse Vielfalt an Fischen und anderen Meerestieren zu besichtigen. Am meisten beeindruckt hat uns das riesige Aquarium in dem verschiedene Sorten von Haien und Rochen ihre Runden drehen.

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Zum Übernachten sind wir in die Nähe von Saint-André-des-Eaux gefahren, wo wir in idyllischer Lage am Rande eines Naturschutzgebietes (Naturpark Briére) auf einer Rossweide platziert sind.

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UM DEN GOLF VON MORBIHAN

UM DEN GOLF VON MORBIHAN

Tag 12: Locmariaquer - Auray - Saint Armel - Sarzeau - Damgan

Km: 98

Auf unserem Übernachtungsplatz haben wir eine wunderbar ruhige Nacht verbracht. Es ist schon toll, wieviele solcher Plätze es gerade in Frankreich gibt, solange es keine Infrastruktur dazugehört, sind sie zudem meistens erst noch gratis.

Auf der Weiterfahrt haben wir einen Halt in Auray gemacht einem hübschen Städtchen, mit einer Kirche mit eindrucksvollem Inneren.

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Danach sind wir weiter auf die andere Seite des Golf von Morbihan gefahren, nach Saint Armel, einem kleinen Dorf am Golf. Das Interessante, nebst ein paar nicht mehr betriebenen Salzfeldern, ist eine Strasse auf eine Insel, die wohl nur bei Ebbe befahrbar ist. Ob sie dann ganz aus dem Wasser ist, wissen wir nicht, ein Auto haben wir auch nicht durchs Wasser fahren sehen.

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Als nächstes haben wir zumindest von aussen bei Sarzeau das Château Sucinio besichtigt, eine beeindruckende Anlage, deren ursprünge bis ins 13. Jahrhundert zurück reichen.

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In Damgan, einem kleinen Ort übernachten wir. Dangam besteht aus über 80% Zweitwohnungen, die jetzt noch praktisch alle leer sind, entsprechend ist es ruhig im Ort, auch die meisten Restaurant und Geschäfte sind noch geschlossen. Der lange Sandstrand noch praktisch menschenleer, in ungefähr einem Monat wird es wohl anders aussehen. So ist auch der Stellplatz auf dem wir übernachten noch fast leer. Einzig die Vögel sind schon da und warten auf ein paar Brosamen.

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Trübes Wetter

Trübes Wetter

Tag 10: Concarneau - Pont Aven - Plouhinec - Carnac - Locmariaquer

Km: 161

Der Tag begrüsste uns mit Regen. So blieb es auch praktisch den ganzen Tag trüb und nass, erst gegen Abend kam die Sonne hervor und wir begannen zu schwitzen.

Trotzdem sind wir nach Pont Aven gefahren und haben uns das Städtchen beschirmt angeschaut. Pont Aven ist bekannt, weil Paul Gauguin längere Zeit im Ort lebte und malte. Um ihn herum bildete sich eine ganze Künstlergruppe und eine Kunstschule. Daraus entstanden bis heute ganz viele Galerien, in denen Werke aller Art Stilrichtungen ausgestellt werden. Vermutlich herrscht in Pont Aven weltweit die höchste Galerie-Dichte, wohl in jedem zweiten Haus gibt es eine Galerie. Paul Gauguin hatte anscheinend dazumal das spezielle Licht in Pont Aven fasziniert. Davon war heute nichts zu spüren, trotzdem herrscht am Flüsschen entlang eine spezielle Atmosphäre, die Faszination ist irgendwie nachvollziehbar.

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Uns hat aber am Meisten ein Fabrikladen fasziniert, in dem es nichts als Sardinen und Thon zu allerlei Brotaufstriche und Saucen verarbeitet, gibt. Einerseits wegen der interessanten Kombinationen von Fisch mit Irgendwas, aber auch vom farbenfrohen Anblick im Laden, da könnte man glatt zum Maler werden.

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Wir sind dann weiter gefahren nach Plouhinec um eine Poterie (Töpferei) zu besuchen. Als wir einmal auf dem Weihnachtsmarkt in Kaysersberg waren, haben wir ein paar Kleinigkeiten an einem Stand mit schönen Tonsachen gekauft und sind mit dem Verkäufer ins Gespräch gekommen. Er erzählte uns, dass er aus der Bretagne komme, wo seine Frau die Töpferei betreibe und meinte wir sollen doch mal vorbeikommen. Das haben wir jetzt in die Tat umgesetzt, hatten eine interessante Unterhaltung, kauften 4 hübsche Schälchen, bekamen Löffel dazu geschenkt und je einen Anhänger für uns zwei. Zudem den Tipp, dass im Einkaufscenter im Nachbardorf frische Langusten Aktion seien und man die dort gleich kochen lassen kann. So gibt es jetzt zum Abendessen frische Langusten.

Auf der Weiterfahrt sind wird bei Carnac vorbeigefahren und haben die riesigen Megalithen Felder bestaunt. Beim grössten Feld stehen die Steine fast ein Kilometer lang in Reih und Glied.

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Übernachten werden wir direkt am Meer hinter einer Sanddüne bei Locmariaquer (spricht man genauso aus wie es geschrieben wird!), da gibt es einen Parkplatz extra für Wohnmobile. Ganz in der Nähe kann man zudem einen grossen Dolmen (etwa 24m lang, halbrund bestaunen).

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Das Abendessen war fantastisch, was braucht man mehr als eine Schüssel voll Krustentiere, Brot, Aioli und einen guten Wein.

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Glenan Inseln

Glenan Inseln

Tag 10: Concarneau

Km: 10

Das Wetter hielt sich wieder einmal nicht an den Wetterbericht! Eigentlich hätte es am Morgen schön sein sollen und erst am Mittag regnen. Pünktlich als ich Croissants und Schoko-Brötchen holte begann es zu schütten. Den ganzen Morgen war es dann ein Gemisch aus Sonne und Regen, aber warm bei ca. 22 Grad. Um 13:00 Uhr enterten wir dann das Schiff das uns zu den Glenan Inseln brachte. Auf der Hauptinsel hatten wir Zeit für einen Rundgang, anschliessnd gab es noch eine Kreuzfahrt durch den Miniarchipel.

Zum Glück machte das Wetter weiter was es wollte und hielt sich überhaupt nicht an die Vorhersage, die je länger der Tag dauerte immer schlechteres Wetter voraussagte. In der Praxis wurde es immer besser in und auf den Glenan Inseln konnten wir schönes Wetter geniessen.

Die Inseln sind ein paar flache Erhebungen aus dem Meer, auf der Hauptinsel Saint Nicolas, die man in ein paar Minuten zu Fuss umrundet gibt es ein paar Häuser, ebenso auf zwei Nachbarinseln. Ansonsten gibt es s nur schöne Natur zu sehen und ein paar Sandstrände die auch in der Karibik gut aussehen würden. Überall, zumindest bei Ebbe ragen Felsen aus dem Wasser. Nebst den paar Menschen die hier leben fühlen sich vor allem Vögel und Seehunde auf den Inseln wohl. Auf der Minikeuzfahrt konnten wir uns kaum sattsehen an den verschiedenen wirklich wunderschönen Ausblicken.

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Als wir von dem tollen Ausflug zurück waren hat sich das Wetter doch noch dem Wetterbericht angepasst, es regnete zwischendurch!

Wir sind am Morgen vom Campingplatz weggefahren und haben das Womo über den Tag auf einem Parkplatz in Concarneau abgestellt. Jetzt am Abend sind wir auf einen Parkplatz etwas ausserhalb von Concarneau  gefahren und übernahten hier direkt an einer schönen Bucht.

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FaulenzTag

FaulenzTag

Tag 9: Concarneau

Eigentlich wollten wir heute ja auf die Glenan Inseln. In der Nebensaison fährt aber nicht jeden Tag ein Schiff ab Concarneau dahin, das nächste fährt am Sonntag. Deshalb haben wir beschlossen einen Tag länger zu bleiben und einen Faulenztag einzulegen. Das richtige Wetter dazu hatten wir auch, vom Morgen her strahlend blau und warm. Immerhin haben wir am Nachmittag den kurzen Weg ans Meer gemacht, an den Strand Sable Blancs. Da sind wir dann zum ersten Mal, man glaubt es kaum, in diesen Ferien mit dem Meer in Berührung gekommen. Bisher waren immer schroffe Klippen ein Hindernisgrund um ans Wasser zu gelangen. Dafür sind wir heute kurz bis zum Hals im ca. 16 Grad kalten Wasser eingetaucht.

Gegen Abend war der Himmel dann bedeckt, bei immer noch angenehmen ca. 20 Grad. Die Wolken sind wohl die Vorboten der auf morgen Nachmittag angesagten Gewitter, das ist dann wenn wir auf den Glenan Inseln sind - wir sind gespannt!

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Morgenstund hat Gold im Mund

Morgenstund hat Gold im Mund

Tag 7: Point du Raz - Concarneau

Km: 82

Als wir am morgen früh als es hell wird hinausschauen, sehen wir tatsächlich blauen Himmel, wie wir es gestern erhofft haben. Wir sind ohne Frühstück losmarschiert und waren ganz alleine unterwegs. Alleine stimmt nicht ganz, andere Menschen hatte es nicht, aber aller Art Vögel und vor allem sahen wir hunderte Hasen herumhoppeln die ebenfalls den Morgen genossen.

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Zwar zog noch ein Wolkenband vorbei, dass die Sonne nochmals verdeckte, aber dann schien die Sonne auf die grandiose Landschaft.

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Ausser dem Gezwitscher der Vögel und dem Rauschen des Meeres am Point du Raz war nichts zu hören. Das Wort Raz kommt anscheinend ursprünglich von den Wikinger und bedeutet rasen. Tatsächlich sieht man zwischen den letzten Felsen des Festlandes und dem davor liegenden Leuchtturm das Meer durch das Engnis mit unglaublicher Geschwindigkeit hindurchrasen, in der Strömung gibt es hohe Wellen, durch die sich ein paar Fischerboote kämpften.

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Es war ein wunderschöner Morgen den wir ganz alleine auf dem Kap erleben durften.

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Nach dem Frühstück sind wir weiter nach Concarneau gefahren um uns die Heimat von Kommissar Dupin etwas genauer anzusehen.

Der Ort selber ist nur im Hafenbereich wirklich attraktiv, da insbesondere die Altstadt, die innerhalb der Festungsanlagen mitten im Hafen liegt.

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Überrascht haben wir festgestellt, dass es am Hafen tatsächlich ein Restaurant l‘Amiral gibt (Dupins Lieblingsrestaurant). Es soll gutes Essen geben, das wir am Abend gleich testen werden.

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Zum Mittagessen bekamen wir Muscheln. Bisher hatten wir überall nach Muscheln nachgefragt, überall hiess es, es gäbe erst ab Mitte Juni Muscheln, sie seien jetzt noch zu klein. In Concarneau bekommt man aber bereits jetzt (kleine, aber feine) Muscheln.

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Die nächsten zwei Nächte verbringen wir auf dem Campingplatz Sable Blanc in Conarneau, da wir noch die Glenan-Inseln besuchen wollen.

Nachtrag: Das Essen im l’Amiral war exquisit – kein Wunder ist das Kommissar Dupins Lieblingsrestaurant!

Auf die andere Seite

Auf die andere Seite

Tag 6: Perros-Guirec - Huelgoat - Locronan - Point du Raz

Km: 181

Eigentlich wollen wir ja auf Kommissar Dupins Spuren wandeln, darum fahren wir heute quer durch die Bretagne auf die anderes Seite ans Meer. Leider reichen uns 2 Wochen überhaupt nicht um die ganze Bretagne zu erkunden, aber das können wir ja ein anderes Mal nachholen. Beim Frühstück hatten wir noch richtig schönes Wetter, so haben das erste Mal in diesen Ferien draussen Frühstück gegessen, sonst war es uns zu kühl oder dann die Umgebung nicht sonderlich schön.

Als wir abfuhren war der Himmel dann bedeckt, zwischendurch gab es auch etwas Nieselregen.

Die Kirche von Lanvellec war leider geschlossen. Zumindest von aussen sah sie sehr interessant aus. Überall auf dem Friedhof ringsherum sind auf den Gräbern Gedenktafeln, wie wir sie noch nie gesehen haben.

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In Huelgoat einem kleinen hübsch an einem See gelegenen Ort wollten wir eigentlich einen kleinen Bummel machen, der viel dann aber dem Regen zum Opfer, es fing als wir ausstiegen gerade an zu schütten. So haben wir es sein lassen und sind weitergefahren.

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Kurz darauf sahen gerade noch aus den Augenwinkeln einen Wegweiser und dahinter einen markanten Kirchturm. Sofort umgekehrt und dadurch über das Kleinod Kapelle Saint Herbot gestolpert. Eine Kirche aus dem 16. Jahrhundert in recht spezieller Bauweise, mit einem Turm wie von einer Kathedrale. Auch im Inneren waren wir überrascht von der Einrichtung.

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Das nächste geplante Ziel war dann das Dörfchen Locronan. In Wikipedia steht es gehöre zu den schönsten Dörfern in Frankreich. Tatsächlich ist das Dorf gut erhalten und sehr gepflegt, und auch die Kirche ist sehr eindrücklich.

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Übernachten werden wir auf dem Parkplatz vom Point du Raz, einem markanten Kap, dass weit in den Atlantik hinausragt. Heute war es recht neblig und windig, irgendwie fühlten wir uns fast wie am Nordkap - einzig die Vegetation stimmt nicht ganz. Für Morgen soll das Wetter wieder etwas besser sein, falls dem so ist spazieren wir nochmals zum Kap, sonst geht es halt direkt weiter. Dir Temperatur war heute bei ca. 18 Grad, jetzt hier an der Atlantikküste bei 16 Grad.

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Côte de Granit Rose

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Tag 5: Ploumanac’h

Km: 0 (zumindest mit dem Womo)

Der Tag begann wie er gestern aufhörte, mit ziemlich trübem Wetter. Der Nebel hält sich ziemlich hartnäckig. Egal, wir haben es ja nicht besonders eilig, zumindest heute nicht, da wir ja auf dem Camping bleiben. So haben wir gemütlich gefrühstückt und hoffen, dass sich der Nebel auflöst.

Wir sind auf dem Campingplatz „Le Ranolien“, einem 5 Sterne Platz. Zum grössten Teil besteht die sehr grosse Anlage aus fixen Bungalows und einem kleineren Teil aus Stellplätzen. Die Anlage ist sehr sauber und gepflegt, verfügt über ein Frei- und Hallenbad, Restaurant, Laden usw. Für Familien mit Kindern ein Traum, es gibt auch grosse Spielbereiche, aber auch wir fühlen uns durchaus wohl, so schöne Sanitäranlagen haben wir noch nie auf einem Campintplatz gesehen. Zudem ist der Platz nach unseren Massstäben sehr günstig. Zwei Übernachtungen für 2 Personen inkl. Strom etc. kosten uns mit etwas Rabatt nur 36€.

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Kurz vor Mittag machte es den Anschein als wolle sich die Sonne gegen den Nebel durchsetzen. Wir sind dann losmarschiert, auch weil für den späteren Nachmittag Regen angesagt ist. Zuerst sah man noch nicht allzuviel, das Wetter wurde aber zusehends besser und die rötliche Färbung der Felsen kam immer besser zur Geltung. Die Wanderung war sehr kurzweilig, immer wieder sieht man neue Felsformationen und gigantische Klötze, die aussehen als würden sie beim kleinsten Windstoss herunterfallen.

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Zurück beim Womo haben wir die Beine ausgestreckt und etwas die Ruhe genossen.

Am späteren Nachmittag hat es dann tatsächlich auch etwas geregnet, bei Temperaturen um 18 Grad.

Neblig und trotzdem Schön

Neblig und trotzdem Schön

Tag 4: Lanvollon - Paimpol - Sillon de Talbert - Le Gouffre - Perros-Guirec

Km: 100

Zum Übernachten war es wunderbar ruhig auf der Apfelfarm. Die Familie bewirtschaftet 35 Hektaren Apfelplantagen, vor allem für Cidre und Süssmost. Ringsherum also wirklich nichts als Apfelbäume.

Am morgen früh begann es dann zu Regnen, wie eigentlich schon für gestern angekündigt. Als wir um ca. 10:00 Uhr weiterzogen, war es nur noch ein leichtes Nieseln aus dem Nebel. Als erstes sind wir nach Paimpol gefahren um etwas durch die Stadt zu bummeln. Eigentlich hat es in Paimpol ziemlich viele Parkplätze, die Hälfte davon ist aber momentan von Schaustellern belegt, Paimpol feiert ein Fest. Die andere Hälfte ist von Leuten belegt die anscheinend früher als wir aufgestanden sind. So sind wir durch enge Gässchen rumgekurvt und als wir schon fast aufgegeben haben, fanden wir eine Strasse mit ganz vielen leeren Parkplätzen. In der Stadt fand auch gleichzeitig noch ein grosser Markt statt, auf dem wir allerlei feine Sachen gepostet haben. Paimpol hat eine hübsche Altstadt, vermutlich ist am Abend allerhand los, jetzt am Morgen war es noch angenehm ruhig, zumal die verschiedenen Chilbi-Bahnen noch nicht in Betrieb waren.

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Als nächste fuhren wir zur Sillon de Talbert, dabei handelt es sich um eine ca. 3 Km ins Meer hinausragende schmale Sanddüne, ein Naturreservat. Man kann auf einem Fussweg hinauslaufen, einen kleinen Teil haben wir gemacht. Bei Ebbe ist links und rechts kaum Wasser sondern eine Steinwüste, mit dem Nebel der immer noch alles bedeckte sieht das wie eine Einöde aus. Immerhin hat es aufgehört zu nieseln, sicher weil wir für Coni in Paimpol einen Regenhut erstanden haben.

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Als nächstes Ziel stand Le Gouffre auf dem Programm. Vor allem bekannt durch eines der wohl am meisten fotografierten Häuser der Welt. Irgendwie klar, die Lage des Hauses zwischen den Felsen ist auch wirklich spektakulär. Aber auch die Felsformationen ringsherum sind super schön. Umso mehr als just in dem Augenblick als wir bei Le Gouffre ankamen, die Sonne für einen Moment den Nebel verdrängte. Ein wirklich spezieller Ort.

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Anschliessend sind wir über schmale Strassen bis nach Perros-Guirec gefahren und haben uns für zwei Tage auf einem Campingplatz gleich bei einem der schönsten Abschnitte der rosa Granitküste einquartiert.

Fort la Latte und Cap Fréhel

Fort la Latte und Cap Fréhel

Km: 140

Rothéneuf - Lanvollon

Als wir am Morgen das erste Mal aus dem Fenster schauten war ausser Nebel nicht viel zu sehen.

So haben wir es gemütlich genommen und sind erst kurz vor Mittag losgefahren. Da wo man gestern das Meer sah, ist jetzt nur Nebel.

Als erstes ging es ins Shopping-Center zum Einkaufen. An der Selbstzahlkasse haben wir es zweimal geschafft, das wir Hilfe brauchten, weil das System einen Fehler meldete. Danach wussten wir, dass man erst einpacken darf, wenn alle Artikel gescannt sind, solange müssen die gescannten Artikel im Korb bleiben - wieder etwas gelernt. Gleich nach Saint Malo fuhren wir über den Damm des Tidenkraftwerkes. Der Höhenunterschied zwischen Ebbe und Flut beträgt hier bis zu 14m.

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Lustig wie die Boote bei Ebbe alle auf dem Trockenen liegen, hier bei Lanciere.

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Wir sind alles praktisch der Küste entlang über kleine Strassen in Richtung Cap Fréhel gefahren.

Zuerst haben wir aber das Fort la Latte besucht, eine Burg auf einem Landzipfel, die wieder komplett restauriert wurde. Sehr eindrücklich wie die Festungsanlage auf dem Felsen über dem Meer thront. Gut vorstellbar, dass diese Burg, die Ursprünge stammen aus dem 13. Jahrhundert, früher uneinnehmbar war.

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Von dem Fort la Latte aus, sieht man gegenüber auch das Cap Fréhel, wir waren bereits an der Sonne, das Cap noch teilweise vom Nebel verhüllt. Irgendwie waren wir ans Nordkap erinnert, eine fast gleiche Aufnahme habe ich 2015 vom Nordkap gemacht.

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Der Nebel lichtete sich zusehend und wir sind zum Cap gefahren, das von einem markanten Leuchtturm beherrscht wird. In einigen Schritten ist man dann ganz vorne an den Felsen, bei denen es tief hinab geht. Gerade als wir da ankamen tummelten sich Delfine nicht weit draussen im Wasser.

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Wir sind dann noch etwas weiter gelaufen, bald kommt man zu einem Vogelfelsen, der dick besiedelt von Raubmöwen und Kormoranen ist, dementsprechend auch die Farbe der Felsen.

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Nach diesen Erlebnissen sind wir ein gutes Stück im Inland bis nach Lanvollon weitergefahren.

Da Übernachten wir auf einer Apfelfarm, den Platz haben wir im France Passion gefunden, dem Verzeichnis von Landwirtschaftsbetrieben, bei denen man gratis übernachten kann.

Eine Flasche Süssmost und Cidre ist schon gekauft, ebenso ein Gläschen zuckersüsser ganz weisser Apfelblütenhonig.

Ein feines Abendessen haben wir uns gegönnt, umringt von Apfelbäumen und begleitet von Vogelgezwitscher. Zum Dessert gäbe es natürlich Gâteau Breton. Das Wetter war abgesehen vom Nebel am Morgen schön, bei ca. 22 Grad, die angedrohten Gewitter haben uns bisher verschont.

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Am Meer

Am Meer

Tag 2: Fougéres - Rothéneuf

Km: 110

In der Nacht hatte es noch etwas geregnet und am Morgen der Himmel noch grau. Der Wetterbericht versprach aber recht schönes Wetter bei ca. 23 Grad und so war es dann auch. Nach einem gemütlichen Aufstehen sind wir in Richtung Meer gefahren. Über teilweise recht schmale Strässchen ging es dem Meer entgegen.

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Die geplante Route, fiel dann aber einem Fest zum Opfer, die Strasse war da gesperrt, so haben wir uns im Zick-Zack in Richtung Meer gekämpft (Umleitungen oder so waren nicht markiert). Kurz vor dem Strand sind wir dann noch auf den Mont-Dol gelaufen, einem Felsklotz so ähnlich wie Mont St. Michel, nur nicht mehr am Meer, vor über tausend Jahren soll da aber noch Wasser ringelum gewesen sein.

Von oben hat man eine gute Aussicht und in der Ferne ist auch Mont St. Michel zu sehen.

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Den bekannten Ort haben wir aber rechts liegen lassen, wir waren schon mal dort vor 30 Jahren und schon damals hatte es zuviele Leute. Wir sind der Küste entlang in Richtung Cancale gefahren, da einen kleinen Bummel gemacht und die Kirche angeschaut.

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Weiter sind wir bis nach Rothéneuf (gleich bei Saint Malo), da werden wir auf dem Stellplatz übernachten.

Am späteren Nachmittag sind wir mit dem Velo nach Saint Malo geradelt. Die Altstadt wird von einer mächtigen Festungsmauer umgeben, auf der man eine gute Sicht auf die Umgebung hat. 

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Als wir ankamen war vor der Stadt bei Ebbe noch ein breiter Sandstrand auf dem unzählige Leute spazierten.

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Am Abend als wir zurückfuhren war vom ganzen Strand nichts mehr zu sehen. Abendessen gab es auch in Saint Malo, standesgemäss  natürlich Frisches aus dem Meer.

essen

Unser Stellplatz in Rothéneuf ist ein ehemaliger Campingplatz, auf dem ca. 120 Wohnmobile Platz finden. Eine sehr schöne Anlage mit viel Grün. Eigentlich gäbe es noch einen toll gelegenen Parkplatz, auf dem man wild stehen darf, der war aber total überfüllt, da ist es schlussendlich an unserem Platz doch schöner.

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Quer durch Frankreich

Quer durch Frankreich

Tag1: Crissey -Fougères

Km: 631

Zwar ging nicht wie zuhause am morgen früh der Wecker ab, für frühes Erwachen sorgte dafür der Kuckuck sowie eine Horde andere Vögel. Wobei uns das ausnahmsweise recht war, weil wir heute quer durch Frankreich fahren wollten. Nach dem wir uns leise vom Platz geschlichen haben, es ärgert uns nämlich auch immer wenn radaumachende Nachbarn am Morgen abfahren, da wir gerne etwas bummeln und meistens eher spät wegkommen.

Dank dem Kuckuck und seinen Gesellen konnten wir dafür praktisch leere Autobahnen geniessen.

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Nach Beaune führt die Autobahn auf einer schönen Strecke quer durch das Burgund, eine Region die wir auch einmal besuchen wollen. Der flüchtige Eindruck hat uns darin bestärkt, das Wollen mal in Tat umzusetzen.

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Ein Stück nach Auxerre sind wir von der Autobahn abgebogen und über Landstrassen weitergefahren. Dabei kamen wir durch einige hübsche Dörfchen, bevor dann die Landschaft in Richtung Orleans zunehmend flacher und etwas eintönig wurde. Erstaunlicherweise hat es auf der ganzen Strecke sehr wenig Verkehr gehabt, so war es ein entspanntes Fahren und wir kamen rascher voran als geplant.

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Nach der Mittagspause fuhren wir in Richtung Le Mans über Strassen die kilometerweise schnurgerade aus führten. Landschaftlich wurde es aber wieder etwas abwechslungsreicher, weil es wie auf einer Berg- und Talbahn Hügel auf abwärts geht.

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In Le Mans haben wir ein paar extra Kurven gemacht - nein nicht auf der Rennstrecke sondern im Strassengewimmel um die Stadt herum. In Fougères unserem Etappenort angekommen, hatten wir Glück auf dem Stellplatz, genau noch ein Platz war frei. Die Stellplätze sind etwas schräg, also haben wir die Keile ausgepackt und versuchten darauf zu fahren. Nur das Problem war, die Keile rutschen weg!! Der Boden der Stellplätze ist mit einem Plastikrasengitter ausgestattet auf denen die Keile keinen Halt fanden, nach ein paar erfolglosen Versuchen langsam oder schnell auf die Keile zu fahren, haben wir uns schon damit angefreundet ziemlich schräg zu schlafen, kam ich noch auf die Idee, die Keile umgekehrt hin zulegen und siehe da so haben sie am Boden angehängt!

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Auf einem kleinen Stadtbummel haben wir vor allem die imposante Burg bestaunt. Sehr schön sind auch beide Kirchen mit den bunten Glasfenstern. Auch heute war es wieder sehr warm, am Nachmittag 27 Grad und schwül.

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Am Abend gab es dann noch ein Gewitter, dass doch etwas Abkühlung brachte.

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Auf den Spuren von Kommissar Dupin

Auf den Spuren von Kommissar Dupin

Tag 0

Km: 303

Unsere 2 Wochen Frühlingsferien nutzen wir um etwas auf den Spuren von Kommissar Dupin zu wandeln. Wem das jetzt gerade nichts sagt, Kommissar Dupin ist die Hauptfigur in den Kriminalromanen des Autor Jean-Luc Bannalec. Die Krimis handeln von einem etwas eigensinnigen Kommissar, der von Paris in die Bretagne zwangsversetzt wurde. In den 6 Büchern die absolut lesenswert sind, wird liebevoll der äusserste Zipfel der Bretagne (Finistère) beschrieben, einerseits die Eigenheiten der Bretonen und andererseits die Landschaft. Achtung: beim Lesen besteht die Gefahr von durchgelesenen Nächten! Nur schon das Lesen der Krimis hat bei uns die Lust geweckt, wieder einmal die Bretagne zu Besuchen. Zudem waren wir das letzte Mal vor 35 Jahren, dannzumal noch mit dem Motorrad, in der Region unterwegs. Also genügend einleuchtende Gründe um die weite Anreise anzutreten. Heute Freitagnachmittag fuhren wir in Richtung Bretagne los, bei schönstem Ferienwetter. Der Verkehr war wie immer um Zürich herum - ein Puff. Zur „Abwechslung“ hatten wir dann auch bei Lörrach etwas Stau, das gab immerhin genügend Zeit die Gegend zu betrachten.

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Ab Mulhouse ging es dann flott auf der Autobahn voran.

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Unser erster Übernachtungsstop liegt in Crissey, einer kleinen Ortschaft bei Dole, da kann man auf einem Parkplatz schön im Grünen gelegen übernachten.

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Der Platz liegt direkt am Doubs, bei einem kleinen Abendspaziergang, begleitet vom Kuckuck haben wir noch etwas die Umgebung angesehen. So wie wohl auch die Leute in den verschiedenen Heissluftballons die über uns schwebten. Jetzt, nach neun Uhr ist es immer noch drückend schwülheiss, da freut man sich ja schon auf das kühlere Wetter, dass in der Bretagne angesagt ist.

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Pfingsten in Ribeauvillé

Pfingsten in Ribeauvillé

Wieder mal Elsass, eigentlich sind wir schon oft gewesen und wollten eher sonst wohin, aber der Wetterbericht war wie so oft einfach für das Elsass am besten. Also haben wir beschlossen nach Ribeauvillé auf den dortigen Campingplatz zu Fahren und uns da über das Pfingstwochenende häuslich nieder zu lassen.

Auf dem Campingplatz wurden wir sogleich vom Platzwart begrüsst.

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Erstaunlicherweise fanden wir am Freitagabend noch problemlos einen Platz, der Camping ist aber auch ziemlich gross.

Am Samstagmorgen bummelten wir durch das Städtchen, schmuck wie die meisten Elsässer Ortschaften und natürlich auch einige interessante Geschäfte. So haben wir wieder allerlei Nützliches und Feines zusammengekramt.

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Am Nachmittag haben wir uns zum Kloster Dusenbach aufgemacht. Das Kloster liegt einsam an einem waldigen Berghang. Von Ribeuavillé führt ein schöner Weg zum Kloster hinauf. Angekommen befindet man sich an einem wirklich friedlichen, abgeschiedenen Ort.

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Für den Abend haben wir in einem vielversprechenden Restaurant reserviert und wurden nicht enttäuscht. Es hat alles gestimmt, hübsches Lokal, sehr nette aufmerksame Bedienung und vor allem ein sensationell gutes Essen. Wer in Ribeauvillé gut essen will, dem können wir das Restaurant „Au Relais des Menetriers“ wärmstens empfehlen.

Sonntagmorgen war es bedeckt und recht kühl. Wir haben das Klapprad genommen und sind durch die Weinberge ins Nachbardorf Bergheim gefahren. Ebenfalls ein hübsches Dorf, mit einer teilweise noch recht gut erhaltenen Befestigungsanlage um das Dorf herum.

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Am Montag stand dann noch Turckheim auf dem Programm. Auch diese Ortschaft hat ein paar ganze nette Ecken, ein Besuch lohnt sich durchaus. Danach ging es heimwärts, das Womo herrichten für die Ferien die nächste Woche beginnen.

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Schloss Lichtenstein

Schloss Lichtenstein

Auf dem Nachhauseweg liessen wir uns vom Wegweiser zum Schloss Lichtenstein inspirieren um zu Schauen was es mit dem Schloss Lichtenstein auf sich hat. Wir haben nicht gewusst, dass es auch unter württembergisches Märchenschloss bekannt ist. Das Schloss oder Burg, irgendein Zwischending wurde erst ca. 1840 gebaut, auf den Mauern einer alten Burg. Das eigentliche Schloss ist auf einen Felsen hoch über dem Tal gebaut. Den Namen Lichtenstein trägt es nach dem Roman von Wilhelm Hauf, der Erbauer des Schlosses war anscheinend ein Fan des Romans und  liess sich das Schloss so erbauen wie es im Roman vorkommen soll.

Mit einer Führung kann man auch das Innere des Schlosses anschauen, das so erhalten ist wie es erbaut wurde. Es ist wirklich reich ausgeschmückt, man kann einen Waffensaal, einen Trinksaal, die Schlosskapelle und sonst verschiedene Aufenthaltsräume anschauen. Fotografieren darf man im Inneren nicht, deshalb gibt es nur Aufnahmen von Aussen.

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Quer über die schwäbische Alp ging es dann endgültig heimwärts und ein erlebnisreiches verlängertes Wochenende zu Ende.

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Wer Kennt Dinkelsbühl?

Wer Kennt Dinkelsbühl?

Unsere Übernachtung verlief wie erhofft sehr ruhig. Am Morgen lag über der Landschaft ein leichter Nebel, mit den ersten Sonnenstrahlen gab es eine schon fast mystische Landschaft.

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Wer kennt Dinkelsbühl? Wir kannten die Ortschaft jedenfalls nicht und hatten auch nicht geplant sie kennen zu lernen. Dinkelsbühl lag aber auf der Strecke in Richtung Südwesten wohin wir heute fuhren und so „stolperten“ wir darüber.

Eine Ladenbesitzerin erzählte uns stolz, dass Dinkelsbühl gerade so schön sei wie das nahe Rothenburg ob der Tauber. Wir können dem nicht absolut wiedersprechen, im Unterschied zu Rothenburg hält sich der Tourismusrummel in Dinkelsbühl in Grenzen. Aber es gibt sehr schöne Strassen mit schmucken Häusern, mitten drin eine mächtige Kirche und Ringel um eine Stadtmauer. Man findet ein paar interessante Geschäfte, kleine idyllische Winkel - die Ortschaft lädt wirklich zum Bummeln und Entdecken ein. Auch einen Stellplatz für Womos gibt es, den haben wir aber nicht genutzt zum Übernachten sondern sind weitergefahren.

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Etwas später tauchten vor uns zwei mächtige Kirchtürme in der Landschaft auf, natürlich mussten wir erkunden um was es sich handelt. Es handelte sich um die Schönenbergkirche oder auch Kirche „zu unserer lieben Frau“ geheissen. Auf alle Fälle ist es eine Wallfahrtskirche beeindruckendem Ausmasses und mit einem prunkvollen Barock-Innenraum. Interessant auch die Empore die um den ganzen Innenraum herumläuft und begehbar ist und interessante Blickwinkel zulässt. Auf der Empore befindet sich auch ein grosse ganzjährige Weihnachtskrippe.

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Als nächstes hielten wir Ausschau nach einem schönen Mittagsrastplatz aber irgendwie waren wir gerade in einer Gegend in der es offensichtlich keine schönen Parkplätze gab. Schon mit recht knurrenden Bäuchen wurden wir dann erlöst und konnten ein verspätetes Mittagessen geniessen.

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Auf dem ursprünglich avisierten Stellplatz von Neuffen war es dann so wie gestern - alles belegt. So sind wir glücklicherweise zum nächsten Stellplatz von Hülben weitergefahren. Einem hübschen Fleckchen mitten im Grünen wo es auch noch viel Platz für uns hatte. So stehen wir mitten auf der Wiese und geniessen das warme Nachmittagswetter - kaum zu glauben, dass es morgen 10° kälter sein soll!

Den Abend haben wir noch mit einem guten Essen in der Gaststätte bei den Sportstätten abgerundet - sehr zu Empfehlen!

Eine kleine Odysse

Eine kleine Odysse

Am Morgen sind wir wie geplant, weil das Wetter etwas besser (wärmer) sein sollte, in Richtung Norden gefahren, unser Ziel hiess darum auch Nördlingen.

Quer durch schöne Landschaften ging es also nördich. Unterwegs machten wir Halt bei der Maria Vesperbild Kirche, einem Wallfahrtsort. Bei der nahe gelegenen Mariagrotte kann man auf tausenden Tafeln lesen, wem die Maria von Fatima schon geholfen hat. Zur Sicherheit haben wir vorsorglich auch eine Kerze angezündet, vermutlich wäre es besser gewesen eine zweite Kerze anzuzünden mit dem konkreten Wunsch nach einem schönen Stellplatz!

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In Nördlingen angekommen war der Stellplatz voll, zum Glück fuhr aber gerade ein Wohnmobil weg, so dass wir Platz fanden, auf dem gar nicht attraktiven Teerparkplatz, neben einem Autoparkplatz und einer belebten Strasse.

Nördlingen wäre eigentlich eine recht attraktive Stadt. Die ganze Altstadt wird von einer gut erhaltenen Stadtmauer umringt, die auch begehbar ist. In der Altstadt findet man sehr viele schöne Häuser, aber leider fliesst sehr viel Verkehr durch die enge Innenstadt, ein einziges kleines Gässchen ist verkehrsfrei.

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So haben wir uns gegen Abend entschlossen einen anderen Übernachtungsplatz zu suchen, an dem es etwas attraktiver und ruhiger ist. Auf der karte haben wir den Altmühlsee und den Brombachsee entdeckt und hatten die Idee, da zwei Nächte zu verbringen. Also sind wir losgefahren zum Altmühlsee, in der Hoffnung auf einen schönen Übernachtungsplatz. Beim Campingplatz stiessen wir auf ein Schild “komplett besetzt” und der nahe Stellplatz war so überfüllt, dass wir selbst wenn wir Platz gefunden hätten, nicht da geblieben wären. Also ging es weiter zum Brombachsee, da gibt es einen grossen Stellplatz für ca. 240 Wohnmobile – vermutlich waren etwa doppelt so viele schon vor Ort! Ein letzter Versuch, ohne grosse Hoffnung war dann noch ein Campingplatz in der Nähe - natürlich auch komplett ausgebucht. So haben wir uns entschlossen etwas von den Hotspots weg zu fahren, in der Hoffnung irgendwo in der Pampa übernachten zu können. Einem Hinweisschild zu einem Parkplatz sind wir dann gefolgt, der erste (ein kleiner Wanderparkplatz mitten im Wald) hat uns nicht so richtig überzeugt. Aber kurz darauf, fanden wir einen weiteren Parkplatz, wirklich idyllisch gelegen, direkt am Kanal der den Brombachsee und den Altmühlsee verbindet. So haben wir uns jetzt da einquartiert und hoffen, dass auf der Nebenstrasse die daran vorbeiführt in der Nacht kein Verkehr herrscht.

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Warte kurz, während wir den Kalender laden