Kleine Fluchten - WoMo-Blog

Blog über unsere Wohnmobilaktivitäten, gedacht für Freunde und andere Interessierte.
Warum heisst der Blog kleine Fluchten? Ja klar weil es für uns nebst grösseren Reisen auch immer Wochenendausfüge in eine andere Lebensart, eben kleine Fluchten sind. Es gibt aber noch einen weiteren Grund, warum der Titel für uns so passt. Unsere Freundschaft begann einmal vor langer Zeit im Kino, der Film hiess: Kleine Fluchten...... wen es interessiert, der Film: https://de.wikipedia.org/wiki/Kleine_Fluchten
PS: Wenn im Blog Produkte genannt werden, ist das nicht weil ich Werbung dafür mache und damit etwas verdiene, sondern rein aus eigener Erfahrung und Überzeugung.

Bad Windsheim

Bad Windsheim

So langsam neigen sich unsere Ferien dem Ende zu und damit auch unsere Frankentour. Schade, es hat uns sehr gut gefallen und es gäbe noch viel schönes zu entdecken, ein Grund um wieder einmal in die Region zu fahren. Zum Abschluss sind wir nach Bad Windsheim gefahren. Am Nachmittag haben wir eine kleine Stadtbesichtigung gemacht. Ein hübsches Städtchen, interessant wäre sicher das Freilichtmuseum, aber dafür fehlte die Zeit. Gegen Abend sind wir in die Frankentherme uns einweichen gegangen. Interessant vor allem der Salzsee, da kann man in einer Salzlauge (26.9% Salzanteil) baden. Schwimmen ist ziemlich schwierig, weil man die Arme und Beine kaum ins Wasser kriegt! Als Abschluss waren wir noch gut Essen, das Restaurant “Genusswerk” trägt den Namen absolut zu recht. Morgen geht es dann via eine langweilige Autobahnfahrt nach Hause.

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Bamberg

Bamberg

Heute war Bummeln durch Bamberg auf dem Programm. In der Nacht hatte es mal leicht getröpfelt, aber am Morgen war davon nichts mehr zu spüren, wiederum ein traumhaft schönes Wetter. Was wir letzte Nacht mehr gehört haben, als das Tröpfeln vom Regen, waren die herabfallenden Eicheln auf die Dächer der Wohnwagen und Wohnmobile - zum Glück haben wir unter „freiem Himmel“ parkiert.

In Bamberg haben wir den Dom besichtigt, ein recht eindrucksvolles Bauwerk und gut besucht, wohl auch weil hier diverse Berühmtheiten begraben liegen, unter anderem ein Kaiserpaar und ein Papst, anscheinend das einzige erhaltene Grabmal eines Papstes auf der Alpennordseite.

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Uns hat das nicht so beeindruckt, schon eher der schöne Rosengarten bei der neuen Residenz, in dem auch in dieser Jahreszeit noch einige Rosen blühen.

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Die Altstadt von Bamberg ist die grösste Altstadt in Deutschland die im 2. Weltkrieg nicht zerbombt wurde. Dementsprechend gibt es noch viele Gässchen und Hinterhöfe in den heute kleine Läden und Restaurants sind, es ist eine richtig gemütliche Altstadt mit südlichem Flair. Das mag auch an dem schönen Wetter liegen, überall ist draussen getischt und die Menschen geniessen die Sonne.

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Wir haben diverses zusammengekramt, unter anderem auch 2 Flaschen Franken-Wein, bei denen der Weinhändler schwört, dass er es mit guten Weinen in Frankreich aufnehmen kann - wir sind gespannt. Voll beladen sind wir am späteren Nachmittag wieder beim Womo angelangt.

Baumwipfelpfad Steigerwald

Baumwipfelpfad Steigerwald

Nach dem geruhsamen gestrigen Tag sind wir heute weitergezogen mit dem Ziel Bamberg. Das Wetter wird jeden Tag noch schöner, knutschblauer Himmel und wunderbar warm. Unterwegs in Richtung Bamberg sind wir auf den Baumwipfelpfad Steigerwald gestossen und haben da einen Zwischenhalt eingelegt. Der Baumwipfelpfad ist über 1 Km lang, ca. in der Hälfte gibt es eine Art Turm, auf den man in unzähligen Rundungen hochlaufen kann. Zuoberst auf 72 m Höhe ist man über den Baumwipfeln und hat eine tolle Aussicht.

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In Bamberg sind wir auf den Campingplatz Campinginsel, etwas ausserhalb gelegen gefahren. Den Tipp haben wir von anderen Wohnmobilisten erhalten. Der Campingplatz liegt ganz idyllisch direkt am Fluss. In 15 Minuten ist man mit dem Velo mitten in Bamberg. Am späteren Nachmittag haben wir einen ersten Bummel durch die Stadt gemacht und sind begeistert und freuen uns auf Morgen, da haben wir den ganzen Tag Zeit um Bamberg zu erkunden.

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Faulenztag

Faulenztag

Wir verbringen einen gemütlichen Tag in Albertshofen. Das Wetter war heute vom Morgen früh an, sowie angekündigt, knutschblauer Himmel und windstill. Gegen Mittag schon fast zu heiss um an der Sonne zu sein. Wir genissen den Tag mit Faulenzen, Lesen und Schiffe bestaunen. Sehr eindrücklich was für grosse Schiffe den engen und kurvigen Main hier noch hochfahren, seien es Frachtschiffe oder Luxus-Passagierschiffe.

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Irgendwie ist es hier ganz friedlich und ruhig, ausser dem Krähengekrächze und dem Rummpeln und Rasseln der kleinen Fähre, die gleich nebenan über den Main nach Bedarf hin- und her fährt. Für jeden Radfahrer, Fussgänger oder Auto einzeln, wenn es sein muss, die Überfahrt kostet für einen Fussgänger 70 Cent - dauert aber auch nur 30‘ Sekunden. Schön dass es so etwas noch gibt.

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Vielleicht liegt es am schönen Wetter, aber irgendwie haben wir das Gefühl wir könnten noch viel länger hierbleiben, vielleicht liegt es auch an dem liebevoll gepflegten Stellplatz, vielleicht auch an der schönen Umgebung - wohl an allem zusammen.

An den möglichen Aktivitäten oder den Einkaufsmöglichkeiten in Albertshofen liegt es sicherlich nicht. Als kleine Unterbrechung vom Faulenzen haben wir einen Dorfrundgang gemacht, viel zu sehen gibt es nicht. Ein gepflegtes Ratshaus, eine Metzgerei und eine Bäckerei sind so ziemlich die einzigen Attraktivitäten die wir fanden.

Den Tag haben wir abgerundet mit einem feinen Nachtessen im Gasthaus zum Anker, sehr empfehlenswert, weil schöne Lage und gut und günstig.

Würzburg

Würzburg

Am Morgen war wiederum dicker Nebel, was uns bewog den Morgen gemütlich zu nehmen. Erst gegen Mittag traute sich die Sonne hervor, wobei es nicht ganz so schön wurde wie ursprünglich der Wetterbericht versprochen hatte. So gegen Mittag bummelten wir durch Würzburg, es gibt einiges schönes anzusehen, insgesamt waren wir aber etwas enttäuscht, was durchaus auch damit zusammenhängen mag, dass wir vorher in Schwäbisch Hall und Rothenburg ob der Tauber waren. Würzburg hat halt schon mehr den Charakter einer grösseren Stadt und wirkt irgendwie hektischer als zum Beispiel das gemütliche Schwäbisch Hall.

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Sehr schön fanden wir den Garten bei der Residenz, eindrücklich ist auch die Marien-Festung, nicht nur wegen der grossartigen Aussicht auf die Stadt.

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Gegen Abend sind wir weitergezogen, aufs Land, genauer nach Albertshofen, einem kleinen Ort am Main. Viel zu sehen gibt es da nicht, ausser allenfalls die Fähre, aber es gibt einen kleinen wunderschön gelegenen Stellplatz direkt am Main. Als wir ankamen sahen wir auf den ersten Blick keinen freien Platz in der ersten Reihe, so nahmen wir halt einen Platz in der zweiten Reihe. Die Plätze sind leicht abschüssig, dafür hat man ja aber Keile um darauf zu fahren. Kaum standen wir gerade und wollten uns einrichten, fiel die erste Eichel mit beträchtlichem Lärm auf das Dach – wir standen unter einem grossen Eichenbaum mit ganz vielen braunen Eicheln, die darauf warteten herunter zu fallen! So sind wir lieber einen Platz weiter auf die Seite und haben uns neu installiert. Als ich dann den Platz bezahlen wollte, viel mir auf das in der ersten Reihe mit schöner Aussicht auf den Main ja doch ein Platz frei ist….. Also sind wir nochmals umgezogen, dass wir Probleme hatten das Womo halbwegs gerade auf die Keile zu bekomme passt gerade noch dazu. Vermutlich denken alle ringelum - typische Anfänger. Aber egal, schlussendlich stehen wir an einem wunderschönen Platz und können direkt vor uns den Main betrachten, auf dem erstaunlich grossen Schiffe unterwegs sind.

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Rothenburg ob der Tauber

Rothenburg ob der Tauber

Am Morgen war nichts mit blauem Himmel wie vorausgesagt, sondern Hochnebel. Ein richtiger Herbsttag, grau und kühl. Das hielt uns aber nicht davon ab, Rothenburg zu erkunden. Schon um 10:00 Uhr am Morgen waren recht viele Touristen unterwegs, vor allem aus dem asiatischen Raum waren das ganze Busladungen voll. Trotz den diversen touristisch orientieren Geschäften, findet man noch einige wirkliche Schmuckstücke von Geschäften mit einheimischer Handwerkskunst.

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In einem originell eingerichteten Café, dem Café Lebenslust, liessen wir es uns gut gehen.

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Inzwischen hatte sich auch die Sonne gegen den Nebel durchgesetzt. Über weite Strecken der Wehrmauer ging es zurück zum Wohnmobil und damit weiter in Richtung Würzburg unserer nächsten Station.

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Verschiedene Nebenstrassen in schönen weiten Landschaften führten uns schlussendlich nach Würzburg.

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Auf dem Stellplatz waren die Logenplätze direkt am Main schon alle besetzt, so stellten wir uns schon auf einen Parkplatz in zweiter Reihe ein, als doch noch ein anderes Womo wegfuhr. So haben wir jetzt einen Platz mit direkter Sicht auf den Main.

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Am Abend reichte es noch für einen kurzen Bummel über die alte Mainbrücke, wo da auch der obligate Schoppen nicht fehlen durfte – nachher wankten wir leicht beduselt zurück zum Womo.

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Schwäbisch Hall

Schwäbisch Hall

Ganz so friedlich wie erwartet war es über Nacht dann doch nicht. Die gut ausgerüstete Dorfjugend beschallte das Gelände mit Musik (leider nicht ganz nach unserem Stil-Geschmack) zudem hatten sie es lustig und hielten recht lange durch, trotz der in der Nacht recht kühlen Temperaturen. Aber alles halb so wild wir hatten es auch schon lauter in der Nacht. Wir nahmen den Morgen gemütlich und fuhren erst gegen Mittag los.

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Bei wunderschönem blauem Himmel ging es weiter nach Schwäbisch Hall. Als Überraschung war in Schwäbisch Hall über das Wochenende Haller Trödelmarkt, dann ist in der Stadt allerhand los und alle Geschäfte offen. So waren recht viele Leute unterwegs und es war ein buntes Treiben, bei wunderbarem Herbst- oder eher Sommerwetter.

Dazu passte das Mittagessen, das eher an Mittelmeer erinnerte als an eine deutsche Stadt. Wir waren insgesamt angenehm überrascht von Schwäbisch Hall, das ist eine wirklich sehr schöne kleine Stadt – die kleinste Metropole in Europa, sagte uns eine Blumenverkäuferin stolz.

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Über ein paar schmale Nebenstrassen ging es dann weiter in Richtung Rothenburg ob der Tauber. Durch schöne Herbstlandschaften mit leuchtenden Blättern an den Bäumen. Unterwegs unterquerten wir die höchste Autobahnbrücke Deutschlands, die Kochertalbrücke ist 178m hoch und über einen Kilometer lang, ein imposantes Bauwerk.

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Ein weiteres Bauwerk versperrte uns die Durchfahrt, das Stadttor von Langenburg zwang uns zu einem Umweg von einigen Kilometer.

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Die Landschaften haben uns begeistert..

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In Rothenburg angekommen quartierten wir uns auf dem Stellplatz ein, der schon gut belegt war.

In dieser Stadt waren wir schon einmal, vor knapp 40 Jahren, erinnern tun wir uns nur noch daran, dass wir damals staunten das in einem Geschäft mitten im Sommer Weihnachtsartikel zu kaufen waren. Eine Glaskugel aus Rothenburg im Sommer ziert bis heute unseren Christbaum.

Am Abend unternahmen wir noch einen kleinen Bummel in die Stadt, mittlerweile gibt es deutlich mehr Geschäfte, die das ganze Jahr Weihnachten haben. Zum Nachtessen wollten wir eigentlich ins Wohnmobil, kamen aber in einer Nebengasse an einem Restaurant vorbei, in dem es gemäss Karte verschiedene Spätzle-Gerichte gab. Kaum hatten wir im Restaurant Platz genommen, wurden wir auf berndeutsch angesprochen, die Chefin stammt aus dem Bernbiet. Das Essen war unabhängig von der freundlichen Bedienung wirklich sehr gut, vollgestopft sind wir zurück zum Womo gestapft.

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Kirbe, schöne Täler und See

Kirbe, schöne Täler und  See

Nach einer ruhigen Nacht (es hat niemand entsorgt oder uns entsorgen wollen), sind wir am morgen früh die paar Schritte bis zum Freilichtmuseum gefahren und haben festgestellt, dass wir da auch problemlos hätten übernachten können, sogar recht idyllisch auf einem Parkplatz im Wald.

Ab 9.00 Uhr war dann das Gelände geöffnet, es gibt ein paar sehr schöne Gebäude anzusehen. Interessant auch, dass auch zum Teil gearbeitet wird und Tiere da sind.

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Die Kirbe war wirklich wie man sich das vorstellt, mit Schaustellern (Gaukler und Artisten, Zauberer usw.) viele Vorstellungen wären erst am Nachmittag gewesen, aber eine Hexe (Kindertheater) haben wir geschaut und gemäss Eigenwerbung den kleinsten Zirkus der Welt. Der Mann ist mit unzähligen Hühnern und Gänsen und anderem Federgetier unterwegs. Dazu hat er zwei Hunde und ein paar Katzen, sowie Mäuse dabei, die einige Kunststücke vorführen.

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Auch einige alte Vergnügungseinrichtungen wie ein Karussell oder eine Schiffschaukel gab es. Dazu einen Antiquitätenmarkt auf dem es allerhand zu bestaunen gab. Die Schweineschlachtung haben wir ausgelassen, fand aber anhand der Menschenmenge offensichtlich grossen Anklang. Insgesamt haben wir uns gut amüsiert, das Freilichtmuseum ist aber auch ohne Kirbe durchaus einen Besuch wert.

Weiter sind wir der Donau entlang in Richtung Sigmaringen gefahren, allerdings mit Zwischenhalt, zuerst freiwillig um die Aussicht ab einem markanten Felsen zu geniessen und dann mit einem Halt, weil ein paar Felsen am Hang geräumt werden mussten, bevor sie von alleine auf die Strasse stürzen. Die Strecke der jungen Donau entlang hat uns begeistert und uns an die Flusstäler in Südfrankreich erinnert, die auch tiefeingeschnitten in die Umgebung sind.

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Ab Sigmaringen sind wir durch das Tal der Lauchert nordwärts gefahren, ebenfalls ein schönes Flüsschen. Weiter ging es via Reutlingen bis nach Welzheim und da zum Aichstruterstausee, einem idyllisch gelegenen kleinen Stausee, genauer gesagt ist es eigentlich ein Hochwasserrückhaltebecken. Am See sind Badegelegenheiten, Liegewiesen, Feuerstellen usw. im Hochsommer sicher ein grosser Rummel in der jetzigen Jahreszeit ist es aber recht ruhig.

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Interessant auch weil es unterhalb des Stausees einen Stellplatz auf einer schön angelegten Anlage gibt. In dieser friedlichen Umgebung werden wir übernachten.

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Der schöne Tag wurde dann standesgemäss mit einem eindrucksvollen Abendrot verabschiedet.

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Frankentour im Euroland

Frankentour im Euroland

Eigentlich wollten wir die anstehende Woche Ferien irgendwo im Süden verbringen. Nochmals etwas Sonne und Wärme tanken, obwohl wir ja dieses Jahr überhaupt nicht klagen konnten betreffend Wetter - irgendwie gewöhnt man sich aber daran. Allerdings wurde der Wetterbericht in Richtung Süden von Tag zu Tag schlechter, gemäss der Vorhersage sollte es am Schönsten und Wärmsten eher im Norden von uns sein, nämlich in Franken.

Das ist natürlich schon alleine ein guter Grund um in diese Region zu fahren. Hinzu kommt, dass wir ausser Nürnberg noch nicht allzu viel von Franken kennen. Ohne grossen Plan sind wir am Freitag am späteren Nachmittag losgefahren, bis nach Neuhausen ob Eck, da soll es ein Freilichtmuseum geben das wir im Vorbeiweg besuchen wollen.

Aber wie fast immer wenn es in Richtung Winterthur geht - Stau und stockender Kolonnenverkehr. Bei der Aussicht auf eine Woche Ferien und dem schönen Wetter lässt sich das Verkehrspuff einigermassen ertragen.

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In Kloten haben wir es dann doch vorgezogen über Nebenstrassen weiter zu fahren, wir haben es ja nicht eilig, zumal wir so in unserer alten Heimat Embrach und Freienstein vorbeikamen.

Wir passen knapp durch - Holzbrücke bei Andelfingen.

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In Neuhausen angekommen, stellten wir fest, dass die 8 Stellplätze schon belegt sind und auch sonst schon Wohnmobile rumstanden. Der Grund war schnell klar, am Wochenende ist im Freilichtmuseum Kirbe (so heisst die Chilbi da). Wir haben aber einen Platz gefunden inmitten von Altmetall und anderen Gegenständen zum Entsorgen, wo wir gut übernachten können – hoffentlich werden wir nicht entsorgt!

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Cousin-Treffen

Cousin-Treffen

Dieses Jahr, bei einem der verschiedenen (oft eher traurigen Ereignissen) Treffen der Verwandtschaft kam die Idee auf, sich unter den Cousins auch einmal sonst zu treffen. Da meine zwei Cousin, die im ähnlichen Alter, ebenfalls mit Wohnmobil unterwegs und zudem begeisterte Kajak-Fahrer sind, war klar, es muss ein Platz am Wasser sein, der sich für ein Treffen eignet. Da fast in der Mitte der Anfahrtswege fiel die Wahl auf den Bodensee.

So haben wir uns also am Freitagabend auf den Weg zum Campingplatz Allensbach zum ersten Cousin-Treffen gemacht. Die Anfahrt verlief recht mühsam, weil wieder einmal der Stau auf dem Nordring ziemlich gross war. Anstatt der knapp eineinviertel Stunden, die für die Strecke nötig wären, brauchten wir 2 Stunden. Der Platz auf dem Campingplatz war schon reserviert und die Hälfte der Verwandtschaft schon da. Ein kurzer Regenguss tat der guten Stimmung keinen Abbruch, zumal für das Wochenende eher Sommer als Herbstwetter angesagt war.

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Nach einem gemeinsamen Frühstück ging es dann ans Paddeln, wobei wir Anfänger neben den Fast-Profis natürlich etwas abfielen, umso mehr als unser Kajak einen unerklärlichen Linksdrall hatte. Immerhin hat es uns etwas aufgebaut, dass sich alle erstaunt über unser synchrones Paddeln zeigten, aber nach über 30 Jahren verheiratet sein, kennt man sich fast blindlings und da ist das synchrone Paddeln keine grosse Herausforderung. Trotzdem waren wir froh, nach 2,5 Stunden wieder zurück zu sein beim Womo, irgendwie spürten wir dann doch diverse Muskeln und Gelenke.

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Gegen Abend ging dann das grosse Kochen los für ein gemeinsames Nachtessen, zudem auch noch meine Schwester mit Anhang dazu stiess. In einer fröhlichen Runde verspeisten wir dann die verschiedenen Köstlichkeiten und liessen uns auch nicht von einem ungeplanten Regenguss die gute Laune vermiesen.

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Am Sonntagmorgen gab es dann nochmals ein gemeinsames Frühstück, bevor es ans einpacken ging. Das Wetter war nicht so schön, dass es zum Verweilen in den Mittag hinein verleitete, zudem war auf den späten Nachmittag und Abend stürmisches Wetter angesagt. Es gibt definitiv schöneres als bei stürmischem Wetter mit dem Wohnmobil fahren zu müssen! So haben wir uns also zur Mittagszeit voneinander verabschiedet. Die letzte Tätigkeit war noch einen Termin für das nächste Treffen in einem Jahr festzulegen und schon trennten sich die (Heim)-Wege.

Fazit: ein schönes und lustiges Wochenende, abgesehen davon das ich auch am Montag noch meine Arme spürte - wir freuen uns schon auf nächstes Jahr.

Schloss Lichtenstein

Schloss Lichtenstein

Auf dem Nachhauseweg liessen wir uns vom Wegweiser zum Schloss Lichtenstein inspirieren um zu Schauen was es mit dem Schloss Lichtenstein auf sich hat. Wir haben nicht gewusst, dass es auch unter württembergisches Märchenschloss bekannt ist. Das Schloss oder Burg, irgendein Zwischending wurde erst ca. 1840 gebaut, auf den Mauern einer alten Burg. Das eigentliche Schloss ist auf einen Felsen hoch über dem Tal gebaut. Den Namen Lichtenstein trägt es nach dem Roman von Wilhelm Hauf, der Erbauer des Schlosses war anscheinend ein Fan des Romans und  liess sich das Schloss so erbauen wie es im Roman vorkommen soll.

Mit einer Führung kann man auch das Innere des Schlosses anschauen, das so erhalten ist wie es erbaut wurde. Es ist wirklich reich ausgeschmückt, man kann einen Waffensaal, einen Trinksaal, die Schlosskapelle und sonst verschiedene Aufenthaltsräume anschauen. Fotografieren darf man im Inneren nicht, deshalb gibt es nur Aufnahmen von Aussen.

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Quer über die schwäbische Alp ging es dann endgültig heimwärts und ein erlebnisreiches verlängertes Wochenende zu Ende.

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Wer Kennt Dinkelsbühl?

Wer Kennt Dinkelsbühl?

Unsere Übernachtung verlief wie erhofft sehr ruhig. Am Morgen lag über der Landschaft ein leichter Nebel, mit den ersten Sonnenstrahlen gab es eine schon fast mystische Landschaft.

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Wer kennt Dinkelsbühl? Wir kannten die Ortschaft jedenfalls nicht und hatten auch nicht geplant sie kennen zu lernen. Dinkelsbühl lag aber auf der Strecke in Richtung Südwesten wohin wir heute fuhren und so „stolperten“ wir darüber.

Eine Ladenbesitzerin erzählte uns stolz, dass Dinkelsbühl gerade so schön sei wie das nahe Rothenburg ob der Tauber. Wir können dem nicht absolut wiedersprechen, im Unterschied zu Rothenburg hält sich der Tourismusrummel in Dinkelsbühl in Grenzen. Aber es gibt sehr schöne Strassen mit schmucken Häusern, mitten drin eine mächtige Kirche und Ringel um eine Stadtmauer. Man findet ein paar interessante Geschäfte, kleine idyllische Winkel - die Ortschaft lädt wirklich zum Bummeln und Entdecken ein. Auch einen Stellplatz für Womos gibt es, den haben wir aber nicht genutzt zum Übernachten sondern sind weitergefahren.

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Etwas später tauchten vor uns zwei mächtige Kirchtürme in der Landschaft auf, natürlich mussten wir erkunden um was es sich handelt. Es handelte sich um die Schönenbergkirche oder auch Kirche „zu unserer lieben Frau“ geheissen. Auf alle Fälle ist es eine Wallfahrtskirche beeindruckendem Ausmasses und mit einem prunkvollen Barock-Innenraum. Interessant auch die Empore die um den ganzen Innenraum herumläuft und begehbar ist und interessante Blickwinkel zulässt. Auf der Empore befindet sich auch ein grosse ganzjährige Weihnachtskrippe.

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Als nächstes hielten wir Ausschau nach einem schönen Mittagsrastplatz aber irgendwie waren wir gerade in einer Gegend in der es offensichtlich keine schönen Parkplätze gab. Schon mit recht knurrenden Bäuchen wurden wir dann erlöst und konnten ein verspätetes Mittagessen geniessen.

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Auf dem ursprünglich avisierten Stellplatz von Neuffen war es dann so wie gestern - alles belegt. So sind wir glücklicherweise zum nächsten Stellplatz von Hülben weitergefahren. Einem hübschen Fleckchen mitten im Grünen wo es auch noch viel Platz für uns hatte. So stehen wir mitten auf der Wiese und geniessen das warme Nachmittagswetter - kaum zu glauben, dass es morgen 10° kälter sein soll!

Den Abend haben wir noch mit einem guten Essen in der Gaststätte bei den Sportstätten abgerundet - sehr zu Empfehlen!

Eine kleine Odysse

Eine kleine Odysse

Am Morgen sind wir wie geplant, weil das Wetter etwas besser (wärmer) sein sollte, in Richtung Norden gefahren, unser Ziel hiess darum auch Nördlingen.

Quer durch schöne Landschaften ging es also nördich. Unterwegs machten wir Halt bei der Maria Vesperbild Kirche, einem Wallfahrtsort. Bei der nahe gelegenen Mariagrotte kann man auf tausenden Tafeln lesen, wem die Maria von Fatima schon geholfen hat. Zur Sicherheit haben wir vorsorglich auch eine Kerze angezündet, vermutlich wäre es besser gewesen eine zweite Kerze anzuzünden mit dem konkreten Wunsch nach einem schönen Stellplatz!

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In Nördlingen angekommen war der Stellplatz voll, zum Glück fuhr aber gerade ein Wohnmobil weg, so dass wir Platz fanden, auf dem gar nicht attraktiven Teerparkplatz, neben einem Autoparkplatz und einer belebten Strasse.

Nördlingen wäre eigentlich eine recht attraktive Stadt. Die ganze Altstadt wird von einer gut erhaltenen Stadtmauer umringt, die auch begehbar ist. In der Altstadt findet man sehr viele schöne Häuser, aber leider fliesst sehr viel Verkehr durch die enge Innenstadt, ein einziges kleines Gässchen ist verkehrsfrei.

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So haben wir uns gegen Abend entschlossen einen anderen Übernachtungsplatz zu suchen, an dem es etwas attraktiver und ruhiger ist. Auf der karte haben wir den Altmühlsee und den Brombachsee entdeckt und hatten die Idee, da zwei Nächte zu verbringen. Also sind wir losgefahren zum Altmühlsee, in der Hoffnung auf einen schönen Übernachtungsplatz. Beim Campingplatz stiessen wir auf ein Schild “komplett besetzt” und der nahe Stellplatz war so überfüllt, dass wir selbst wenn wir Platz gefunden hätten, nicht da geblieben wären. Also ging es weiter zum Brombachsee, da gibt es einen grossen Stellplatz für ca. 240 Wohnmobile – vermutlich waren etwa doppelt so viele schon vor Ort! Ein letzter Versuch, ohne grosse Hoffnung war dann noch ein Campingplatz in der Nähe - natürlich auch komplett ausgebucht. So haben wir uns entschlossen etwas von den Hotspots weg zu fahren, in der Hoffnung irgendwo in der Pampa übernachten zu können. Einem Hinweisschild zu einem Parkplatz sind wir dann gefolgt, der erste (ein kleiner Wanderparkplatz mitten im Wald) hat uns nicht so richtig überzeugt. Aber kurz darauf, fanden wir einen weiteren Parkplatz, wirklich idyllisch gelegen, direkt am Kanal der den Brombachsee und den Altmühlsee verbindet. So haben wir uns jetzt da einquartiert und hoffen, dass auf der Nebenstrasse die daran vorbeiführt in der Nacht kein Verkehr herrscht.

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Isny–Kaufbeuren

Isny–Kaufbeuren

Am Auffahrtsmorgen wurden wir vom Rumpeln eines Gewitters geweckt. Es ist einfach gemütlich im warmen Bett zu liegen und dem Regen zu lauschen der auf das Dach tröpfelt- zumindest solange das Tröpfeln nicht in ein Prasseln übergeht, heute blieb es aber beim Tröpfeln.

Wir machten heute einen etwas ausgedehnteren Stadtbummel durch Isny, so haben wir uns die Stadtmauer angeschaut, ein Stück weit kann man auf dem Wehrgang laufen. Ebenfalls haben wir die ehemalige Klosteranlage besichtigt, die später in ein Schloss umfunktioniert wurde, danach eine psychiatrische Klinik war und heute eine Kunstausstellung beherbergt. Interessant auch die zwei Kirchen gleich bei der Klosteranlage, vor allem die katholische beeindruckt mit viel Prunk.

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Im Verlauf des Morgens sind wir dann das kurze Stück in Richtung Kaufbeuren aufgebrochen, etwas neben der direktesten Strecke ging es quer durch das Allgäu. Etwas getrübt wurde die ganze Sache höchstens dadurch, dass sämtliche Bauern den vorhergesagten Regen dazu nutzen die Gülle auszubringen, so dass an verschiedenen Orten die grünen Wiesen einen leicht bräunlichen „Anstrich“ hatten, mit den entsprechenden Geschmäckern dazu.

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Bei wesentlich besserem Wetter als vorhergesagt liessen wir uns am Nachmittag von unserer lieben Verwandtschaft fachkundig die interessante Altstadt von Kaufbeuren zeigen. Am Abend rundete noch ein deftiges Nachtessen den Tag ab, so dass wir wohlgestärkt ins Bett fielen.

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Auffahrtswochenende

Auffahrtswochenende

Für das verlängerte Auffahrtswochenende geht es ins Allgäu. Unserer Verwandschaft in Kaufbeuren haben wir schon ewig lange versprochen, mal vorbei zu schauen, also nehmen wir die Gelegenheit wahr um auch sonst etwas in der Region unterwegs zu sein.

Wie fast immer wenn es in Richtung Osten geht begann der Ausflug mit Stau – Nordring, Winterthur, zur “Abwechslung” auch mal noch St. Gallen und dann wie befürchtet im langsamen oder stehenden Kolonnenverkehr durch Bregenz. Nach Bregenz dann endlich freie Bahn durch das Allgäu in schöner Abendstimmung bis nach Isny.

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Auf dem Stellplatz in Isny verbringen wir die Nacht.

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Vor dem Eindunkeln reichte es gerade noch für einen kleinen Bummel durch das hübsche Städtchen, versüsst mit einem feinen Gelatti aus der Allgäuer Eis-Manufaktur – sehr empfehlenswert oder wer hat schon mal Buttermilch-Holunder Eis oder Erdnuss-Caramel Eis gehabt?

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Frühlingswochenende

Frühlingswochenende

Dieses Wochenende war schönes Wetter angesagt, am schönsten und wärmsten sollte es in der Region um Schaffhausen werden. Weil es in der Schweiz leider in Sachen Stellplätze immer noch mangelhaft ist, sind wir nach Donaueschingen aufgebrochen, an dem wir bisher erst ein paar Mal vorbeigefahren sind.

Dass es auf dem Nordring um Zürich Verkehr hat, wissen wir leider nur zu gut, an diesem Freitag war es aber besonders mühsam und es ging auch weiter so.

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Schlussendlich sind wir bis nach Schaffhausen praktisch durchgehend im Stau oder Kolonnenverkehr unterwegs gewesen - nicht unbedingt das was wir als optimalen Wochenendstart vorgesehen hatten. Wenigstens konnten wir uns am schönen Wetter erfreuen.

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Nach Schaffhausen in Richtung Bargen hatten wir dann die Strasse fast für uns alleine. In Donaueschingen war der Stellplatz schon gut gefüllt, wir fanden aber noch ein Plätzchen. Für einen kleinen Bummel in die Stadt hinein, bevor es eindunkelte genügte es gerade noch. Der erste Eindruck der Stadt hat uns aber etwas enttäuscht, schon mehr begeistert waren wir vom Gasthof Linde und dem guten Nachtessen, inkl. sehr freundlicher Bedienung.

Am Samstagmorgen schauten wir uns noch etwas genauer in der Stadt um. Es hat einige sehr schöne Häuser und interessante Läden, insgesamt hatten wir uns aber mehr vorgestellt. Schade ist zudem, dass der ganze Verkehr mitten durch die Stadt rollt.

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Ein Höhepunkt ist zweifellos die Donauquelle, eine eingefasste Quelle, aus der je nach Meinung die Donau entspringt. Es gibt aber im Umland noch diverse andere Quellen und Flüsschen, deren Wasser man als Ursprungsdonau bezeichnen könnte. Aber erst ab Donaueschingen heissen die gesammelten Wasser Donau, also mag es so sein, dass wir die Donauquelle besichtigt haben.

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So gegen Mittag machten wir uns nach Geisingen auf, einem kleinen Ort nicht weit von Donaueschingen entfernt, da gibt es einen Stellplatz, auf dem wir das schöne Wetter geniessen wollten. Der Stellplatz entpuppte sich als kleines Prachtstück.

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Ausser einem kleinen Bummel durch die Ortschaft haben wir dann auch nicht viel gemacht. Allzu viel kann man in Geisingen sowieso nicht unternehmen, ausser man fährt gerne Inlineskate, da gäbe es dann eine grosse Halle dafür.

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So haben wir den Nachmittag vor allem damit verbracht vom Schatten in die Sonne zu zügeln und wieder zurück und wieder…. An der Sonne war es wirklich heiss und am Schatten eben etwas kühl, aber insgesamt wirklich wunderbares Frühlingswetter auf das wir lange gewartet haben.

Am Sonntag marschierten wir dann auf den Wartenberg, einem der vielen Vulkankegel in der Region.

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Eigentlich ist es nicht sehr weit und hoch am in dem wirklich schon eher sommerhaften Wetter kamen wir ganz schön ins Schwitzen. Aber immerhin war allerhand los, einige Rehe von irgendwem verschreckt (nicht von uns) rannten den Berg hinab, kurz darauf tönten die Feuerwehrsirenen und bei einem Gebäude in Geisingen stieg dicker Rauch auf (war aber anscheinend bald gelöscht).

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So kamen wir dann auf dem Wartberg an, auf dem zuoberst ein kleines Schloss thront, dass aber in Privatbesitz ist.

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Etwas unterhalb im Wald gibt es aber etwas Interessantes zu Besichtigen, eine ehemalige Einsiedelei, die von weitem eher wie ein Hexenhaus aussieht. Von Nahem sieht man dann, dass das ganze Häuschen wunderschön mit Astmosaiken verziert ist, eine rechte Arbeit aber es sieht toll aus.

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Weiter durch den Wald, der wirklich verzaubert wirkte, stapften wir durch riesige Felder von Märzenglöckchen und bemooste Wurzeln und Sträucher – irgendwie fehlten nur die Zwerge.

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Auf der anderen Seite des Berges genossen wir dann die Aussicht, man sieht weit über das Land mit der jungen Donau und in der Ferne den Feldberg.

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So gestärkt mit schönen Momenten und viel Sonne ging es wieder nach Hause.

Weinberge und der Rhein, Burkheim

Weinberge und der Rhein, Burkheim

Auch heute Morgen wurden wir wieder durch Vögel geweckt und dazu noch kräftiges Glockengeläute. Aber nicht weiter schlimm, bis wir aufstanden war die Sonne schon am blauen Himmel, ganz unten in der Ebene war noch leichter Nebel. Wir haben uns auf eine schöne Wanderung gemacht, zuerst durch die terrassierten Rebhänge hoch über den Dörfern. Die Terrassen wurden übrigens nicht wegen Bergbau oder bequemen Winzern angelegt, sondern es hat mit dem Boden zu tun. Der Boden ist sehr leicht und sandhaltig, ohne die Terrassen würde bei Regen die ganze Erde die Hänge hinabgeschwemmt.

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Im weiteren Verlauf kamen wir auf schönen Waldwegen an einer Burg vorbei, ganz einsam im Wald, irgendwie warteten wir darauf, dass Rapunzel ihr Haar herunterliess, vermutlich war aber gerade der passende Ritter nicht da.

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Weiter spazierten wir durch die Flussauen des Rheins, eine sehr schöne Landschaft.

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Staunten am Rhein über die grossen Containerschiffe und etwas später über die Skulpturen die ein Künstler aus allerhand Materialien zusammengebastelt hat, richtige Recyclingkunst, bevor es zurück zum Womo ging.

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Da wir am Abend noch Gäste erwarten ging es recht früh an diesem schönen und warmen Tag wieder nach Hause.

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Kaiserstuhl

Kaiserstuhl

Eigentlich hatten wir vor dieses Wochenende nach Locarno zu fahren um wieder einmal den Kamelien Park zu besuchen. Das Wetter sagte aber für den Norden das schönere Wetter und vor allem mehr Sonne voraus. Deshalb sind wir am Freitagnachmittag in Richtung Kaiserstuhl gefahren, genauer gesagt nach Breisach. In Breisach hat es einen Stellplatz, auf dem wir schon einmal vor fast genau einem Jahr (Ostern 2017) übernachten wollten, damals waren die ca. 80 Plätze aber alle besetzt und der Platz völlig überfüllt.

Bei wirklich schönem Wetter und endlich mal wieder etwas wärmer sind wir in Breisach angekommen und haben auch Platz gefunden, obwohl es erstaunlich viele Wohnmobile hatte

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Am Abend sind wir ein wirkliches Schlemmermenü im Kaiserstühler Hof essen gegangen, wirklich empfehlenswert.

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Mit vollem Bauch schliefen wir trotzdem erstaunlich gut, ausser dass die Vögel schon früh am Morgen «Krach» machten, besonders derjenige, der schon am Morgen um 06:00 sich sehr viel Mühe gleich hinter unserem Womo gab. Der Wetterbericht sah eigentlich schon für den Samstagmorgen schönes Wetter vor, vom Nebel den wir am Morgen beim rausblicken sahen hatte niemand bim Wetterbericht geredet! So sind wir halt bei Nebel und kühlen Temperaturen durch Breisach gebummelt.

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Gegen Mittag als wir weiterfahren wollten, hat die Sonne dann plötzlich den Nebel aufgefressen und es wurde zu einem strahlenden wunderbaren Tag. Perfekt für unsere Fahrt mitten durch den Kaiserstuhl auf schmalen und engen Strassen, mit zum Teil tollen Aussichten.

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Der anvisierte Stellplatz bei Königschaffhausen war komplett ausgebucht. Nach kurzer Konsultation der Stellplatzapps entschlossen wir uns, unser Glück in Burkheim zu versuchen, da gibt es einen Wanderparkplatz, auf dem es auch für Wohnmobile Platz hat. Tatsächlich fanden wir einen Platz mit super Aussicht. Einen kurzen Bummel durch das kleine schmucke Dorf haben wir gemacht, den restlichen Nachmittag haben wir an der Sonne vor dem Womo verbracht. Was für ein Gegensatz zum kalten nebligen Morgen, an der Sonne wurde es uns schon fast zu heiss, mit Ärmel hochkrempeln und Sonnenhut haben wir uns gegen die ungewohnte Wärme zur Wehr gesetzt.

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Wochenende in Bad Waldsee

Wochenende in Bad Waldsee

Dieses Wochenende sind wir wieder einmal quasi doppelt froh über unser Wohnmobil. Wir freuen uns sowieso jedes Mal wenn wir unterwegs sein können. Dieses Wochenende hatten wir wieder einmal als Womo-Wochenende eingeplant und überlegten wo es wohl hingehen soll. Der Wetterbericht verhiess nicht wirklich gutes Wetter und jeden Tag in der Vorschau war es an einem anderen Ort etwas besser oder eben schlechter. So haben wir uns schlussendlich erst bei der Abfahrt entschieden nach Bad Waldsee zu fahren, da kann man die Zeit auch problemlos bei schlechtem Wetter verbringen (Therme, Museen etc.).

Zuerst mussten wir uns durch den täglichen Stau der Nordumfahrung kämpfen, nach dem Büsisee ging es dann vorwärts. Bei schönstem Frühlingswetter mit imposanten Wolken fuhren wir bei Konstanz auf die Fähre und liessen uns nach Meersburg übersetzen und kamen beim Eindunkeln in Bad Waldsee an.

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Am Samstagmorgen weckte uns zum Glück nicht der Regen, sondern das Vogelgezwitscher. Auch das schätzen wir beim Womo, man spürt einfach mehr von der Natur. Wie beim Zelten aber deutlich bequemer ;). Wir sind bei grau verhangenem Himmel durch das Städtchen gebummelt. Das Wetter blieb den ganzen Tag trocken, aber kühl und eben bewölkt, was unsere Unternehmungslust etwas dämpfte. So haben wir nachdem wir zurück im Wohnmobil waren, den Rest des Nachmittags und den Abend gemütlich mit Spielen und Lesen verbracht.

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Zudem habe ich erfolgreich das defekte Thermoelement beim Gasherd repariert. „Repariert“ heisst in diesem Falle, dass das Thermoelement seit längerer Zeit bei der einen Gaskochstelle seinen Dienst nicht mehr versah, sprich der Drehknopf nicht eingerastet blieb (Zündsicherung) und die Empfehlungen, mal die Kontakte anzuschauen und auch sonst etwas daran herumzudrücken nichts brachten. Darum wurde das entsprechende Ersatzteil bestellt, das ich versuchte einzubauen - allerdings blieb es beim Versuch, weil mir überhaupt nicht klar ist, wie man das Teil ausbaut. Alle Versuche und das daran herumfummeln haben aber den Effekt gehabt, dass die Zündsicherung jetzt rätselhafterweise wieder funktioniert, also repariert ist. Für alle Fälle haben wir jetzt ein Ersatzteil, ich muss nur noch herausfinden, wie ich das auch einsetzen könnte. Aber eventuell ist es sowieso wie mit dem Schirm, wenn man den dabei hat kommt es nicht regnen…..

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Über Nacht auf Sonntag hat sich das Landschaftsbild dann wie erwartet verändert, am Sonntagmorgen war es bei ca. -3° etwas weiss geworden.

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Irgendwie unnötig, nach den doch schon schönen warmen Tagen. So haben wir uns halt mit dem warmen Wasser in der Therme begnügt, bevor wir durch eine Landschaft die eher dem Winter als dem Frühling entspricht nach Hause fuhren.

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Bad Krozingen

Bad Krozingen

Dieses Wochenende hatte wir wieder einmal einen Thermenbesuch geplant. Eigentlich wollten wir einmal Bad Wurzach erkunden, allerdings sind wir aufgrund der Wetterprognose mit anständigen Minustemperaturen und starkem Biswind dann nach Bad Krozingen ausgewichen, das nicht ganz so sibirische Verhältnisse verhiess. Auf dem Stellplatz gleich bei der Therme standen schon am Freitagabend erstaunlich viele Wohnmobile, das war aber kein Problem, der Stellplatz bietet für 70 Wohnmobile Platz.

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Am Samstagmorgen gingen wir das Städtchen Bad Krozingen erkunden, bei Sonnenschein und an windstillen Orten recht angenehmen Temperaturen. Das Zentrum wirkt sehr gepflegt und bietet einige Läden und diverse Restaurants.

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Besonders angetan hat es uns unter anderem ein grosses Schuhhaus, eine solche Auswahl an Schuhen haben wir noch selten gesehen. Auch gefallen hat uns der schön angelegte, grosse Kurpark indem anscheinend auch sehr interessante Konzerte veranstaltet werden wie uns die verschiedenen eingelegten Platten und Fussabdrücke zeigten.

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Am Nachmittag haben wir bei schon etwas mehr Wind den Weinerlebnisweg erforscht, dabei handelt es sich um einen ca. 4 Km langen Weg durch die Rebberge von Bad Krozingen mit schöner Aussicht. Am Wegrand findet man auf diversen Hinweistafeln allerhand interessantes zum Rebenanbau und dem daraus entstehenden Wein.

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Am besten hat uns dieser Ausschnitt auf einer Tafel gefallen, wir haben es ja schon immer gewusst!

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Das Nachtessen wollten wir auswärts geniessen, beim geplanten Griechen hatte es zum Glück keinen Platz, so sind wir im Gasthaus Löwen gelandet und haben es nicht bereut. Das Rumpsteak war absolut sensationell und auch die Beilagen und Vorspeise haben uns wirklich gemundet und das Alles bei durchaus moderaten Preisen.

Inzwischen hatte die Bise recht zugenommen und es wurde auch spürbar kühler, in der Nacht viel die Temperatur auf ca. -5°, aber dank guter Heizung ist das ja kein Problem. Am Sonntagmorgen waren wir froh, dass es nur ein paar wenige Schritte vom Stellplatz in die Therme sind, mit der Bise war es draussen wirklich unangenehm. Auch in der Therme waren wir lieber in den verschiedenen Innen-Bassin aus in den zwei Aussen-Bassin. Die sind zwar schön angelegt aber was nützt das, wenn einem fast die Ohren abfrieren!

Die Therme Bad Krozingen hat uns insgesamt sehr gut gefallen, und reiht sich in unserer Hitliste der Thermen weit vorne ein, das heisst wir werden sicher wieder einmal da vorbei schauen.

Warte kurz, während wir den Kalender laden