By Mathias on Sonntag, 28. Juni 2026
Category: Langzeitreise

Camping Muglin Teil 1

Für die ganze Woche sind auch in Müstair Temperaturen bis gegen 30° angesagt. Am Mittwoch stieg das Thermometer bis auf 29°. Wir unternahmen eine Wanderung bis zur Grenze nach Italien und etwas über Müstair hinauf, bevor es zurück ins Dorf ging. Den Nachmittag verbrachten wir dann im Schatten beim Wohnmobil.

Auch am Donnerstag war es wiederum warm. Wir sind den hohen Temperaturen etwas ausgewichen, indem wir uns mit dem Postauto auf den Ofenpass fahren liessen, da war es um die Mittagszeit ca. 22°. Vom Ofenpass aus machten wir eine wunderschöne Wanderung via Jufplaun nach Buffalora.

Von Buffalora aus ging es mit dem Postauto zurück nach Müstair. Mit der Gästekarte kann man den ÖV im ganzen Münstertal und bis nach Zernez gratis nutzen, das werden wir noch ein paarmal mit einer Wanderung verbinden.

Mit dem Velo sind wir am Freitag nach Glurns gefahren. Glurns ist ein altes Städtchen und noch vollständig von einer Stadtmauer umgeben. Das Städtchen liegt gut 300 Höhenmeter tiefer als Müstair. Entsprechend war die Hinfahrt ohne grosse Anstrengungen möglich, den grössten Teil der Strecke fährt man auf schönen Radwegen, nur ein kurzes Stück ist schmal. In Glurns haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht, sind aber nicht lange geblieben, erstens war es um 11:00 Uhr schon eine Affenhitze und der ganze Verkehr geht mitten durch das Städtchen. Der Rückweg nach Müstair war dann etwas anstrengender, es geht bergauf und warm war es auch. Zum Glück hat es auf der ganzen Strecke immer wieder Rastplätze mit Bänken im Schatten. Ziemlich verschwitzt kamen wir wieder auf dem Campinplatz an.

Am Abend hat ein Bauer gleich neben dem Campingplatz seine Felder gegüllt, entsprechend ist aktuell der Geschmack ziemlich ländlich. Zudem hat es in den letzten Tagen immer mehr Fliegen gegeben, die ziemlich lästig sind. Als Tüpfelchen auf dem i hat sich beim Dachfenster heute der Hebe - und Schliessmechanismus verabschiedet und im Plastik ist ein Sprung. Das ganze Dachfenster ist eh schon ziemlich marode und wir wollen es jetzt komplett ersetzten lassen. Nur muss zuerst eine Werkstatt Zeit haben. Damit wir das Fenster überhaupt noch offen haben können, habe ich eine einfache aber wirkungsvolle Lösung gefunden.

Den Samstag verbrachten wir mehr oder weniger beim Wohnmobil. Am Morgen waren wir noch einkaufen, ansonsten schwitzten wir vor uns hin. Am Nachmittag gab es dann noch überraschenden Besuch, ein Camper-Pärchen, das wir von Instagram kennen kam uns besuchen. Schön habt ihr Heidi und Hansruedi uns besucht, das hat uns sehr gefreut! Für das Nachtessen waren wir im Hotel / Restaurant Helvetia, das Essen war sehr gut und die Bedienung sehr freundlich -  wir haben für nächste Woche gleich nochmals reserviert. Am Abend gab es dann ein paar Tröpfchen Regen, die am Boden gleich verdunstet sind, aber immerhin wurde es etwas kühler.

Für den Sonntag haben wir uns eine Wanderung vorgenommen, aufgrund der Prognose von aufkommenden Gewittern am frühen Nachmittag haben wir umdisponiert und sind nur von Sta. Maria nach Müstair gelaufen. Das war auch sonst ein Glücksfall, den heute findet auch der Dreiländergiro statt, wie wir merkten. Ein Jedermann-Velorennen mit 3000 Teilnehmern. Gestartet wird in Nauders, dann geht es über das Stilfserjoch, Umbrailpass via Münstertal zurück nach Nauders. Denjenigen denen das zuwenig ist, die zweigen in Sta. Maria zum Ofenpass ab, fahren durchs Unterengadin um zum „Dessert“ über den Reschenpass nach Nauders. Auf alle Fälle war auf der Strasse recht viel Betrieb als uns das Postauto nach Sta. Maria brachte. Am Anfang unserer kleinen Wanderung waren wir noch auf der Rennstrecke unterwegs danach spazierten wir alleine auf schönen Wegen nach Müstair. Gegen Abend brachte dann ein Gewitter eine willkommene Abkühlung, nachdem es lange um uns herum gerumpelt hat aber trocken blieb.

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